Autor Thema: Sexualität und Epilepsie  (Gelesen 2780 mal)

Günther

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    • Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)
Sexualität und Epilepsie
« am: 06. September 2005, 19:59:18 »
Unter den rund 80.000 Selbsthilfegruppen in Deutschland sind wir die einzige Gruppe die Erektionsstörungen zum Thema hat. Wir haben Kontakt mit Männern (und ihren Partnerinnen), die aus ganz unterschiedlichen Gründen wie z.B. Arterisosklerose, Diabetes, neurogene Erkankungen u.s.w. unter Erektionsstörungen leiden. Durch entsprechende Kontakte ist in letzter Zeit auch die Epilepsie bei uns angesprochen worden. Als erste Reaktion darauf haben wir unsere Internetseite "Medikamente, die Sexualstörungen verursachen können" (http://www.impotenz-selbsthilfe.de/ursachen/medikamente.html) um einen Abschnitt über Antiepileptika erweitert. Gerade die Nebenwirkungen, die die Sexualität betreffen, werden ja nur selten offen angesprochen. Wir würden uns sehr freuen, wenn einige von euch uns mal schreiben würden, was sie an Nebenwirkung erlebt haben.

Bei dieser Gelegenheit noch ein paar Informationen über unsere Gruppe und unsere Aktivitäten:

Als Selbsthilfegruppe liegt natürlich ein Schwerpunkt unserer Arbeit in den monatlichen Gruppentreffen in München. Dabei haben wir nur selten ein festes Programm, der Austausch über persönliche Erfahrungen und Fragen steht im Vordergrund.

Unser Internet-Auftritt www.impotenz-selbsthilfe.de informiert auf rund 100 Seiten umfassend und verständlich über Ursachen, Diagnose und Therapie der erektilen Dysfunktion. Weitere Schwerpunkte sind der persönliche und partnerschaftliche Umgang mit dem Problem sowie die Kostenübernahme für Diagnose und Behandlung durch die Krankenkassen. Pro Monat registrieren wir mehr als 65.000 Aufrufe unserer Internetseiten.

Betroffenen Männern und Frauen bieten wir Kontakt per eMail und Telefon an. Dabei geht es einerseits um viele sachliche Fragen, wie sie bei jeder Krankheit auftauchen: Arztsuche, Erfahrung mit Behand­lungs­methoden, Kostenübernahme durch Krankenkasse, u.s.w.. Andererseits geht es um die persönliche und partnerschaftliche Bewältigung des Problems. Dazu haben wir natürlich keine Patentrezepte, vielmehr suchen wir mit den Betroffenen zusammen nach Wegen, die der konkreten Situation angepasst sind. Selbstverständlich ersetzt der Kontakt mit uns keinen Arzt- oder Psychotherapeutenbesuch, kann aber dazu beitragen, diesen Besuch gut vorzubereiten und als mündiger Patient aufzutreten. Pro Monat beantworten wir 40 bis 60 eMails und 25 bis 35 Anrufe.

Mit unserer Öffentlichkeitsarbeit (Mitarbeit bei Beiträgen zum Thema ED in Fernsehen, Rundfunk und Zeitschriften; Vorträge zum Thema ED) tragen wir dazu bei, dass die ED vom Makel des persönlichen Versagens befreit und als "normale" Krankheit gesehen wird.

Unser Angebot:

Bei Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Nieren- und Leberschäden, Parkinson, MS, Epilepsie, Prostata-, Blasen- und Darmkrebs u.s.w. treten sexuelle Funktionsstörungen gehäuft auf, entweder durch die Krankheit selbst bedingt oder durch die Theraoie (Medikamente, Operationen). Bei vielen Paaren entwickelt sich dann die gestörte Sexualität zu einer zusätzlichen Belastung in einer ohnehin schon schwierigen Situation. Das muss nach unserer Erfahrung nicht so sein. Auch bei einer Beeinträchtigung sexueller Funktionen kann die Sexualität eine Quelle von Lebensfreude sein und Akzeptanz und Nähe vermitteln. Wir möchten daher dazu beitragen, dass in entsprechenden Selbsthilfegruppen auch der Umgang mit Sexualstörungen thematisiert wird. Wir sind gerne bereit, in Selbsthilfegruppen eine Veranstaltung (Vortrag mit Diskussion) zum Thema Erektionsstörungen durchzuführen.

Darüber hinaus stehen wir (wie oben beschrieben) Einzelpersonen und Paaren zum Erfahrungsaustausch über alle Aspekte von Erektionsstörungen zur Verfügung. Als selbst Betroffene kennen wir natürlich auch das Gefühlschaos, das Erektionsstörungen hervorrufen können. Wir möchten deshalb gerade auch die Männer zum Kontakt mit uns ermutigen, die ihren Arzt noch nicht auf ihre sexuellen Probleme angesprochen haben oder noch nicht mit ihrer Partnerin über ihre Probleme reden konnten.

Günther
Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)
Günther

Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)