Autor Thema: Epilepsie vererblich???  (Gelesen 25862 mal)

mama-von-justin

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #15 am: 22. November 2010, 10:28:22 »
mhm...na supi... befasst dich wohl schon länger mit der krankheit?
Mut ist nicht, keine Angst zu haben, sondern die eigene Angst zu überwinden!

Das wichtigste im Leben ist die Zeit. Leben heisst, mit der Zeit richtig umgehen!

Kinder sind Hoffnungen, die man verliert, und Ängste, die man nie los wird! (Karl Heinz Deschner)

hafada

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #16 am: 22. November 2010, 11:52:34 »
Ich bin Molekulargenetiker, aber mein Interesse an Epilepsie ist auch privater Natur: Meine Frau hat eine erworbene Epilepsie. Genau lässt es sich nicht mehr ergründen, aber vieles deutet auf eine Influenza (Grippe) hin. Jedenfalls war die Infektion (Grippe oder was auch immer es war) der Beginn ihrer Epilepsie....
Wenn Fachinformationen zu Medikamenten oder sonstige Hintergrundinformatione benötigt werden, bin ich gerne behilflich.

HG Carsten

neotrance

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #17 am: 19. März 2011, 22:24:34 »
Hallo zusammen, ich bin kein Schwarzmaler es scheinen viele von euch der Ansicht zu sein das Epilepsie nicht vererblich ist erwiesen ist es nicht und ein erhötes Risiko die Bereitschaft dazu weiter zu geben besteht in jedem Fall. Hierbei spielen die Faktoren der Art der vorhandenen Epilepsie und ob der Vater oder Mutterteil an der Krankheit leidet. Ich habe mich einige Wochen mit dieser Thematik beschaftigt und mir sogar zwei wissenschaftliche Vorlesungen der Neurologie Bonn von Prof Dr. Bauer hierzu angehört. Meine Frau hat unsere vierjährige Tochter mit in die Beziehung gebracht. Wir haben uns letztlich gegen ein Kind entschieden , ich möchte meinem Kind nicht erklären müssen das es Epilepsie hat weil ich der Meinung war die Sache wird schon gut gehen obwohl ein erhötes Restrisiko nicht ausgeschlossen war. Ich habe mich dann einer kleinen OP unterzogen und muss mir jetzt keine Gedanken mehr machen und meine Frau kann auf die  3 Monatsspritze verzichten.

Gruß

Heiko
« Letzte Änderung: 19. März 2011, 22:39:24 von neotrance »

DerBjoern

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #18 am: 11. Mai 2011, 13:04:58 »
Also aus meiner Familie hat bis zu mindestens 3 Generationen vor mir keiner Epilepsie gehabt. Und ich hab es auch erst seit knapp 4 Jahren. Trotzdem will ich sicherheitshalber keine Kinder.
Besten Gruß und Dank aus Dorsten :-D
Björn

hafada

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #19 am: 11. Mai 2011, 14:03:47 »
Also aus meiner Familie hat bis zu mindestens 3 Generationen vor mir keiner Epilepsie gehabt. Und ich hab es auch erst seit knapp 4 Jahren. Trotzdem will ich sicherheitshalber keine Kinder.
Hallo Björn, aus genetischer Sicht spricht nichts dafür, auf Kinder zu verzichten!
HG Carsten

Tanja84

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #20 am: 14. Mai 2011, 22:47:14 »
Hallo zusammen,
Hatte mit 15 meinen 1. Grand Mal Anfall. Nach fast 8 Jahren Anfallsfreiheit, hatte ich vor 10. Monaten und ca 3 Wochen wieder einen (ursache der Epi ist unbekannt). Ich habe mich auch entschieden keine Kinder zu bekommen, da mir das Risiko der Vererbung zu hoch ist... Es sind ja nicht nur die Anfälle die das Kind erben könnte, dazu kommen ja auch noch  täglich viele Medikamente ( Lamotrigin), welche bestimmt nicht gut für ein Ungeborenes wäre....

Trotzdem meine ich jeder soll selbst entscheiden dürfen, ob er trotz Epi Kinder haben möchte - und zwar ohne von anderen verurteilt zu werden!!!

Liebe Grüsse

Pegi

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #21 am: 15. Mai 2011, 23:32:15 »
Hallo,

mit den Medikamenten ist das so eine Sache, das muß mit den Arzt auf jedenfall abgesprochen werden.

Aber Epilepsi ist nicht erbbar, danach habe ich mich beim Arzt erkundigt.

Liebe Grüsse

« Letzte Änderung: 15. Mai 2011, 23:42:31 von carsi »

hafada

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #22 am: 16. Mai 2011, 09:24:13 »
@ Tanja: niemand wurde hier verurteilt, von mir jedenfalls nicht! Natürlich ist es ein Unterschied, ob ein Mann oder eine Frau die Medikamente nimmt. Wir haben uns trotz Epilepsie und trotz Medikamente für Kinder entschieden und beide sind kerngesund. Selbst wenn sie es nicht wären, könnten sie ein glückliches Leben führen. Es gibt so viele andere Unsicherheiten im Verlaufe einer Schwangerschaft und im Leben eines Kindes, dass das Risiko, vielleicht die Neigung zur Epilepsie zu vererben, nicht ins Gewicht fällt. Ich empfehle Euch wirklich eine genetische Beratung durch einen Facharzt für Humangenetik!

Wenn man zu irgendeinem Arzt geht, bekommt man solchen Unsinn erzählt wie Carsi! "Epilepsie ist nicht erbbar", was für ein Unsinn! Die monogen verursachten Formen werden natürlich nach Mendel vererbt, bei den anderen Formen vererben sich Risikofaktoren, also bestimmte Allelle nicht näher bekannter Gene. Auch das ist Vererbung, aber ob jemand tatsächlich Epilepsie bekommt, hängt von der Kombination der Allele ab. Wenn nur ein Partner Epilepsie hat, ist die Chance, das auf die Kinder zu vererben, fast vernachlässigbar gering!

Es liegt mir fern, Euch zu bevormunden, aber wenn Ihr von Risiko sprecht, wird mir klar, dass Ihr nie kompetent beraten worden seid und nicht wirklich wisst, wie hoch (bzw. niedrig!) das Risiko wirklich ist, die eigene Epilepsie zu vererben.


HG Carsten

Arawn

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #23 am: 02. Juni 2011, 16:18:15 »
Ich kann ja mal zum Besten geben, wie ich das (zumindest im Unterricht und bei so einer Schulung) verstanden habe:

Epilepsie ist nicht erblich, doch die Bereitschaft, die absolut jeder Mensch hat, ist erhöht. Dabei ist aber nie die Art, Ausprägungsstärke, etc. abhängig.
Bei mir war es mein Onkel (Bruder meines Vaters), der Epilepsie hatte und die Schwester meine Mutter hat auch eine, genauso wie mein Bruder. Sie sind alle 3 erworben, dennoch wird bei mir von einer genetisch bedingten gesprochen. Ich vermute also, dass einfach unsere Familie und Verwandtschaft generell einfach anfallbereiter ist.
Mein Onkel hatte als Kind eine Meningitis, meine Tante ein Aneurysma im Gehirn und mein Bruder hatte einen Infekt. Bei mir selbst war es so, dass ich als Kind zwei Fieberkrämpfe (einmal mit 2 und enmal mit 6 Monaten) hatte und dann erst mit 14 von heut auf morgen Anfälle hatte.
Ich würde also sagen, wenn die Epilepsie in der Familie vertreten, heißt das nur, dass Kinder etc. einfach schneller mit epileptischen Anällen reagieren.
Somit würde ich auch meinen, dass wohl einer erworbenen Epilepsie auch bereits eine erhöhte Anfallsbereitschaft zugrunde liegt.
Aber das ist nur eine theoriemeinerseits.
Doch ich habe schon in meinen Praktika so oft mit enschen mit Schlaganfällen, SHT, etc. zu tun gehabt und bis auf eine hatte keiner Epilepsie im Nachhinein.
Also glaube ich, dass dem auch schon eine gewisse Bereitschaft zugrunde liegt, die vielleicht auf einen Gendefekt etc. zurückzuführen ist.
Aber bitte versteift euch nicht darauf. Ich habe nur Gelerntes mit Erfahrungen verknüpft und weitergedacht. Ich bin Azubi zur Ergotheapeutin, und kein Genforscher, etc. ^^
Wie kann es möglich sein, dass die Vernunft, die diese Welt erhellen soll, besiegt wird vom Zauber der Musik?
"Wie kann es möglich sein?" - Mozart!

judith

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #24 am: 29. Juli 2011, 13:40:28 »
Dazu kann ich sehr gut etwas sagen also:
Meine Mutter hatte Epilepsie von ihr ein paar Geschwister
Ich habe Epilepsie von mir ein paar Geschwister und dessen Kinder
Alle meine drei Kinder hatten Epilepsie ich hab es früh in die Hand genommen und damit gearbeitet Sie sind Heute alle Gesund und haben einen Beruf.
Nun Vermute ich es bei meinem Groskind.
Eine Genforschung mach ich mit den wen das nicht Vererbung was dann , ich will alles tun was hilft und unterstützt diese Krankheit nur ein biesschen mehr in den griff zu kriegen oder früh zu erkennen.   
hab früher judith hell geheissen . von mir stammt der artikel selbstbewustsein ist gefragt und vieles mehr. hab seit ich auf der welt bin epilepsie obwohl mir das eigentlich niemand so richtig glaubt wen er mich sieht und erlebt.

lingua

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #25 am: 29. Juli 2011, 17:11:38 »
Hallo Zusammen:-Ich möchte heute nicht zum Thema "Epilepsie vererblich" schreiben, sondern mich
zurückmelden, da ich wieder in der letzten Zeit sehr viel Rückschläge hatte und mehrmals in der Klinik
gelegen habe, teilweise auf Grund wieder erhöhter Anfälle und auch einer Neu-Einstellung
der Medikation und teilweise kam es auch zu einer Verbesserung, aber jetzt wieder zu erhöhter
GM-Anfälle (Im Monat bis zu 10 GM-Anfälle) und auch im gleichem Zeitraum, ebensoviele Myoklonen
und natürlich im Monat bis zu 37 Absencen und da konnte ich nicht mehr klar denken und schon
gar nicht auf wichtige Fragen, die hier im Raum stehen, antworten, es tut mir wirklich leit-aber ich
habe euch nicht vergessen! Euer treuer lingua

Hermann

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #26 am: 31. Juli 2011, 23:34:35 »
Hallo Lingua,

so wie ich mich freue, mal wieder von dir zu lesen, so traurig bin ich über Deinen gesundheitlichen Zustand. Es scheint der Wurm drin zu sein, erst der Schlaganfall,  neue Anfälle, durch die Bank recht unterschiedlich und schlecht einzuordnen.
Ich wünsche dir viel Kraft, um es so gut wie möglich zu verarbeiten. Gönne dir von Herzen eine anfallsfreie Zeit und wünsche gute Besserung! Hoffentlich fühlst Du dich beim nächsten Besuch schon besser.

Liebe Grüße und alles Gute
Hermann

Cornelia-Admin

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #27 am: 31. Juli 2011, 23:44:45 »
Hallo Judith,

vererbt wird in solchen Fällen nicht die Epilepsie selbst, sondern eine Veranlagung dazu, leichter eine Epilepsie zu entwickeln als andere Menschen.
So ähnlich, wie ja auch eine Allergie nicht vererbt wird, durchaus aber die Neigung dazu, leichter eine Allergie zu entwickeln, vererbt werden kann.
Das Gehirn erbt also über die Gene sozusagen eine erhöhte Empfindlichkeit, es reagiert dann früher als das Gehirn anderer Menschen auf Besonderheiten, die eine Epilepsie entstehen lassen können.

Liebe Grüße
Cornelia
Ich bin identisch mit Cornelia-etc. :)

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Aimee

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #28 am: 05. November 2011, 23:26:12 »
Huhu,
wie der Grossteil bereits schrieb ist die Veranlagung höher,allerdings um einen minimalen Prozentsatz,sind beide Eltern Epileptiker,steigt dieser um etwa 2%. In meiner Familie ist es so,dass es in jeder zweiten Generation einen Epileptiker gibt.Ob das nun Zufall ist oder nicht,spielt letztendlich auch keine Rolle,da es ja trotz Allem nicht zu ändern ist.Aber ich würde deshalb nicht auf ein Kind verzichten,denn das müsste dann jeder Mensch,da es ja auch Veranlagungen für Krebs etc. gibt. Dann würde die Kinderlosigkeit in Deutschland wohl nochmal um Einiges sinken.^^
---Mir wird es hier zu kindisch ... komm Teddy wir gehen :-D---

Bollek

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #29 am: 02. Dezember 2011, 13:58:07 »

 :) Erst man Hallo an euch,

das Epilepsie vererblich ist ist ein trugschluß dem viele verfallen sind. Besonders viele Fachärzte sind noch dieser Meinung. Woher kommt diese Meinung ?
Meist sind es die alteingessenen Ärzte die meinen nach dem Studium keine Weiterbildung mehr machen zu müssen das die Epilepsie vererblich ist.
Genauso sind ja auch andere Methoden in den Untersuchungen inzwischen.

Woran es meist liegt sind das es in Schwangerschaft Probleme gab.

Die Veranlagung zu einer Epilepsie hat ja jeder Mensch. Und da sind halt Kleinkinder oder Babys am anfälligsten.




Man ist so jung wie man sich fühlt. - Man fühlt sich so jung wie man alt ist.
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