Autor Thema: Epilepsie vererblich???  (Gelesen 25392 mal)

Hermann

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #30 am: 02. Dezember 2011, 17:08:16 »
Hallo Bollek,

in den Ausführungen verwechselst Du die „genetische Veranlagung zu einer Krankheit“ und die „Entstehung einer Krankheit“.

Für das Entstehen einer Erkrankung hat es einen Auslöser gegeben, etwas ist ursächlich dafür. Beispiele wären ein Fieberkrampf im Kleinkindalter, ein Schädelhirntrauma, starke Kopfverletzungen oder ein Schlaganfall.

Bei der genetischen Veranlagung hat man die Neigung, an einem Leiden seiner Vorfahren zu erkranken. Entstehung und Neigung haben noch einen Unterschied: Bei der Entstehung ist etwas ursächlich, es ist durch etwas Plötzliches, meist ein Trauma,  ausgelöst. Bei der Veranlagung erkrankt derjenige, der sie mitbekommen hat, nicht unbedingt immer an dem Leiden.

Erben kann man Geld, Häuser, Schulden. Bei Krankheiten ist es anders. Hier schließe ich mich Cornelias Ausführungen an.

Liebe Grüße
Hermann

Momoko12

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #31 am: 29. Dezember 2012, 17:09:43 »
Hallo erstmal :D

also ich glaube schon das Epelepsie vererbar ist. Bei mir in der Familie kommt es nämlich auch ungewohnt häufig vor, Ich habe Epelepsie meine Mum und von meiner Oma die Cousine hat es jetzt seid kurzem auch. Wäre ein seltsamer zufall wenn es nicht vererbar wäre.

Nicole5983

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #32 am: 29. Dezember 2012, 21:47:41 »
Hallo.

Also erblich würde ich nicht sagen, aber genetische Veranlagungen, egal wie häufig es in einer Familie vorkommt. So sagte es mir mal ein Arzt in einer Epilepsieklinik.

Ich bin jetzt schwanger und bei mir liegt auch Epilepsie in der Familie. Meine Oma hatte Epilepsie und ich bis jetzt, sonst niemand! Also ich habe keine Angst, das mein Kind Epilepsie haben wird.

LG
Ich habe seit Mai 2002 juvenile myoklonische Epilepsie.

Sternenkind

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #33 am: 25. Februar 2013, 21:44:19 »
Hallo!

Jeder Mensch hat die vera.lagungung einmal in seinem leben einen Anfall zu bekommen.
Die regbarkeit des Gehirns ist gering bei normalen und bei epi erhöht!

Die veranlagung kann weiter vererbt werden aber nicht die Epilepsie!

Sterne.kind
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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #34 am: 26. Februar 2013, 07:03:39 »
Hallo!
Ich finde die Aussage "ich bekomme keine Kinder, weil sie die Epilepsie erben könnten" schon etwas unfair. Ich habe Epilepsie, meine Mutter hatte Epilepsie und mein Bruder hat (noch) Epilepsie und trotzdem habe ich zwei Kinder. Ist denn ein Mensch weniger Wert, nur weil er an Epilepsie leidet? Das grenzt für mich an Eugenik. Ich verstehe es, wenn jemand sagt, "ich komme schon mit meiner Krankheit nicht zurecht, mit der von anderen würde ich noch weniger zurecht kommen", aber das hat hier niemand geschrieben. Allein die Erblichkeit der Epilepsie scheint manche davon abzubringen, Kinder zu bekommen - und das ist traurig. Denn Kinder sind etwas wunderbares und sie sind unsere Zukunft - und vor allem: sie werden, selbst wenn sie an Epilepsie erkranken sollten (mir hat man damals gesagt, statistisch sind es 15% der Kinder die dann auch Epilepsie bekommen), meistens zu wertvollen, geschätzten und gelieben Mitgliedern der Gesellschaft. Meine Mutter macht sich auch oft Vorwürfe, dass sie Kinder bekommen hat, aber ich bin froh über das Leben, dass sie mir geschenkt hat, trotz einiger Einschränkungen.
Liebe Grüße,
Dorinchen.

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #35 am: 26. Februar 2013, 23:12:10 »
Ja  von Berufswegen weis ich das Kinder was schönes ssind!
Da ich aber ein double korte syndrom habe u.d unter die Menschen falle die es höchst wahrscheinlich weiter vererben würden! Wird z.Z. getestet!

In der heutigen medizin gibt es aber schon so viel neues das man auch als epi ein gesundes  Kind bekommen kann!
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snegge

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #36 am: 14. März 2013, 21:41:54 »
Epilepsie ist NICHT vererblich.

------------------------
Es ist für mich ganz furchtbar mitzubekommen, was Menschen alles für vererbbar halten.
Vererbbar sind Dinge wie ein hoher Blutdruck, Humor oder ein bestimmtes Verhalten.

Dinge sind auch nicht nur erblich von direkten Vorfahren (also Eltern).

-vererbt wird familieninherent... ich glaube nur ganz eingeschränkt an die Mendelsche Regelei.

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #37 am: 15. März 2013, 22:16:59 »
Hallo!

Das Epilepsie nicht vererblich ist das stimmt. Die Veranlagung ist aber gegeben an Epilepsie zu erkranken wenn ein Elternteil oder Großelternteil Epilepsie hat. In der Satistik ist es so das jeder Mensch in seinem Leben mal einen Anfall erleidet aber nicht gleich ein Mensch mit Epilepsie ist!

Wie gesagt bei mir kann es sein das es vererbt ist durch einen Gendefekt in der Entwicklung des Gehirn, ist aber nicht schlimm!

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #38 am: 17. März 2013, 11:40:43 »
... die meisten Menschen haben Epilepsie und wissen es nur nicht.

Ich glaube dennoch nicht, dass Epilepsie vererbbar ist.

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #39 am: 17. März 2013, 21:49:20 »
Hallo Snegge

Zitat
... die meisten Menschen haben Epilepsie und wissen es nur nicht.
  Das stimmt so nicht.
Jeder Mensch kann mal einen Anfall haben, ABER das ist deshalb keine Epilepsie !! Da vermischt Du einiges.
Daneben gibt es durchaus erbliche Formen wie die nächtliche Frontallappen Epi oder eben Epi ohne erkennbarer Ursache.

Liebe Grüße
Martine
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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #40 am: 17. März 2013, 22:00:26 »
@martine

Nein, ich vermische Nichts. Ich bin nur felsenfest der Meinung, dass Epilepsie NICHT vererbbar ist.

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Genauso wie Intelligenz nicht vererbbar ist. Dieses Gerücht hält sich auch ganz hartnäckig. Lehrer können davon berichten.

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #41 am: 17. März 2013, 22:08:12 »
Tja Snegge,

es gibt aber nachweislich vererbare Formen, wie eben die nFle und andere wo ganz klar der genetische Marker bzw Fehler von einem Elternteil weitergegeben wird (leider  :\).

Liebe Grüße
Martine

Intelligenz ist da was ganz anderes, was ist überhaupt Intelligenz ...
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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #42 am: 18. März 2013, 06:20:09 »
Hallo!
Da Epielepsie ja nur dann diagnostiziert wird, wenn man innerhalb eines Jahres mindestens zwei Anfälle hat (oder irre ich mich da), kann - qua definition - schon mal gar nicht jeder Mensch Epilepsie haben. Und das mit der Intelligenz zu vergleichen ist, meiner unmaßgeblichen Meinung nach, populistisch. Das eine kann man mit dem anderen nicht vergleichen.
Liebe Grüße,
Dorinchen.

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #43 am: 18. März 2013, 11:16:13 »
Dorinchen,

Meine einzige Aussage war, dass der ganze Hype mit der Vererbungslehre übertrieben ist. Was nicht alles vererbbar sein soll...

Ich glaube nicht, dass ich populistisch bin wenn ich AUS EIGENER ERFAHRUNG anführe (ich bin Lehrerin),
dass es in der Tat viele Eltern gibt, die sich auf den Schlips ihrer eigenen Intelligenz getreten fühlen, wenn der Lehrer ihrem Sprößling eine schlechte Note macht. Weitläufig hält sich GANZ HARTNÄCKIG das Gerücht, dass Intelligenz vererbbar sei.
Das ist sie aber nicht. Dinge wie Ehrgeiz (hat das etwas mit Intelligenz zu tun? misst man in der Schule unbedingt die Intelligenz? Ist Bildung gleich Intelligenz? Sieht man an den Noten die Intelligenz?), Humor oder Bluthochdruck sind vererbbar.

Bitte nicht das lesen, was du lesen möchtest.

Oder bin ich etwa "populistisch", weil ich eine andere Meinung habe als du !?

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Re: Epilepsie vererblich???
« Antwort #44 am: 18. März 2013, 12:26:35 »
Hallo!
Ich hatte mich auf Deinen Post berufen, in dem Du geschrieben hattest: ".. die meisten Menschen haben Epilepsie und wissen es nur nicht." Und populistisch hört sich das für mich schon an... genauso wie dieser Vergleich mit der Intelligenz.
Leider muss ich sagen, dass "Meinungen" und "eigene Erfahrungen" nur einen sehr kleinen Ausschnitt über das Tatsächliche bieten. Nicht umsonst müssen Studien ja auch größer angelegt sein.
Was alles vererbbar ist, ist erstmal höchst beängstigend, weil es uns suggeriert, das wir gar keinen freien Willen haben, aber damit etwas, das im Erbgut "festgeschrieben" ist auch zum Tragen kommt, müssen auch noch viele äussere Faktoren dazukommen.
"Bitte nicht das lesen, was du lesen möchtest." Mir hat mal jemand gesagt (ich glaube, es war ein Lehrer): "Es ist egal, was du gemeint hast, wenn du es nicht hinschreibst, kann ich es auch nicht bewerten." Wir dürfen nicht vergessen, dass das was wir meinen, oft etwas ganz anderes ist, als bei dem Anderen ankommt - und das meistens unabsichtlich.
Ich benutzte das Wort "populistisch", weil Deine Aussagen sehr vereinfacht dargestellt und (so habe ich das verstanden  :jojo: ) auf "Konfrontationskurs" geeicht waren.
Liebe Grüße,
Dorinchen.