Autor Thema: Patienten m. neurologischen Erkrankungen -> häufiger sexuelle Störungen  (Gelesen 5506 mal)

Ronnie

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Für die/den eine/n oder andere/n vielleicht interessant:

http://www.aerztezeitung.de/news/article/803975/wenn-sex-nervensache.html

LG,
Ronnie

-Bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.
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lebengenießen

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Hallo Ronny,

Danke erst einmal für den Link. Ich zitiere mal die kurze Stelle über Epilepsie

Epilepsie: Bei vielen Patienten mit Temporallappenepilepsie, auch hier vor allem bei rechtsseitigem Fokus, ist eine Hyposexualität zu beobachten, selbst bei solchen, die keine antikonvulsive Therapie bekommen haben. Reduziertes Interesse, verminderte Erregbarkeit und Erektionsstörungen dominieren.   "

Im Artikel steht auch, dass es dennoch "nur wenige aussagekräftige Studien" gebe.

Naja, was soll man dazu sagen. Es ist mit Sicherheit für jeden Menschen eine Belastung.
Gülu Seven Dikene Katlanır - Wer Die Rose Liebt Wird Auch Die Dornen Hinnehmen

propeller1980

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Hallo,

habe gerade diesen Artikel mit Interesse gelesen, da mein Mann seit 11 Jahren Epi hat und nun seit ca. 2 Jahren an einer sexuellen Störung leidet. Diese kam schleichend und unser sonst gut funktionierendes Sexualleben hat sich bis heute auf keine Sexualleben reduziert.

Ihm ist das auch bewusst, aber er unternimmt nichts dagegen.

Hat jemand Tipps, ob und was ich tun kann?

Danke für Hilfe!
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Lora

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Hallo propeller,

Hatte dein Mann denn vor zwei Jahren eine Umstellung gehabt, also andere Medis, die Interesse reduziert haben?

Mein Interesse liegt bei absolut Null, mein Mann findet es natürlich nicht gut. Beim Frauenarzt war ich mal deswegen, da habe ich Tropfen bekommen, die nicht geholfen haben. Und eigentlich möchte ich nicht deswegen noch weitere Medis nehmen und irgendwie frustriert es.

Dein Mann vermisst nichts (?) und geht deswegen nicht zum Arzt. Vielleicht ist es ihm peinlich, Männer geben Störungen in diesem Bereich nicht gerne zu.

Rede mit deinen Mann, anders geht es ja nicht. Vielleicht geht ihr zusammen zum Arzt?

LG, Lora

Schluffi

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Grüße propeller

Nun antwortet noch mal der Schluffi als beidseitig Temporaler

Versuchs mal mit einem Gang in die Vergangenheit (Vor der Erkrankung)

Die können Ausflüge sein,oder ein Wochenendurlaub welcher von deinem Mann mit Positiven Erinnerungen verknüpft werden kann!

Nochmals Grüße

propeller1980

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Hallo Lora,

ja meine Mann hatte eine Umstellung vor 2 Jahren, deshalb auch mein Verdacht, dass es damit zusammenhängt.

Er sagt schon, dass er das vermisst, aber unternehmen tut er nichts. Es ist total verhext, denn er hat schienbar kaum Verlangen nach körperlichem Kontakt, auch was das umarmen, kuscheln, knuddeln und küssen angeht. Und das kam alles nach der Umstellung. Die ganze Geschichte ist unter einem eigenen Thread (Medikament (Levetiracetam) Schuld an Trennung?) geschrieben, denn es gipfelte von 14 Tagen darin, dass er unsere Ehe beendet hat.  :'( :'( :'(

Ist alles irgendwie total kompliziert, aber noch will ich dafür kämpfen.

Liebe Grüße!
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Lora

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Hallo propeller,

deinen anderen Beitrag habe ich dann noch gelesen und es tut mir leid, dass dein Mann so reagiert und sozusagen "schluss mit dem Stress" macht.

Verlangen nach körperliche Nähe habe ich auch nicht so und mein Mann findet natürlich nicht gut und beschwert sich auch, weil er denkt, es liegt an ihm.
Ist aber nicht so.
Ich fühle mich damit irgendwie bedrängt und reagiere mit Abwehr. Was ist wenn er mehr will und ich ihm dann wieder sozusagen vor dem Kopf knallen muss, was ich auch nicht will?
Ich habe da ein schlechtes Gewissen.

Irgendwie muss man aber einen Kompromiss finden. Ich glaube eher, dass Frauen damit besser klar kommen, Männer fühlen sich als Versager.
Meistens zumindest, natürlich nicht alle.

Ihr seid doch schon so lange zusammen!
Die Frage ist jetzt, wie du deinen Mann dazu bekommst, sich dem zu stellen. Leider habe ich keinen Vorschlag für dich, jeder reagiert anders und du kannst ihn am besten einschätzen.

Vielleicht lässt du ihn erstmal in Ruhe und er spürt bald, dass du ihm fehlst? Habt ihr Kinder? Denen sollte man es erst recht nicht antun..

Ich wünsche dir ganz viel Einfühlungsvermögen und dass dein Mann sich dem stellt und zu dir zurück kommt.  :tröst:

Ganz liebe Grüsse, Lora


Schäfchen

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  • Hallo aus Hessen
Hi,
bei mir ist es so, dass ich abends recht müde bin und dann abends neben meiner Frau liege und einfach meine Ruhe brauche und zu nichts mehr Lust habe....früher war dies anderst ....Ich denke, dass dies mit Nebenwirkungen der Medis und auch mit der Psyche zusammen hängt ...weis aber auch nicht, was ich dagegen tun kann...
Zum Glück hat meine Frau recht viel Verständniss dafür, aber ic hmöchte dies gerne ändern...nur die Frage WIE bleibt....
Ehct ksras!

Gmäeß eneir Sutide eneir Uvinisterät, ist es
nchit witihcg,
in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in
eneim Wort snid,
das ezniige was wcthiig ist, ist das der
estre und der leztte
Bstabchue an der ritihcegn Pstoiin snid.

propeller1980

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Guten Morgen,

vielen lieben Dank für Eure Antworten! Die gehen genau in die Richtung, die ich vermute. Er kann einfach nicht anders und anstatt sich dem zu stellen, verzieht er sich. Was ziemlich gemein mir gegenüber ist. Ich kenne ihn nunmal nur mit der Krankheit und ich habe diese also solche akzeptiert. Natürlich ist es nicht immer einfach und ich könnte manchmal ausrasten und tue es vermutlich auch.  :-\

@ Lora, ich glaube genau das ist das Problem. Ich habe mich auch beschwert! Ich habe das persönlich genommen und tue es immer noch, denn schließlich ist er ausgezogen. Aber tief in mir drin habe ich Hoffnung das er irgendwie merkt, dass das nicht die Lösung des Problems ist. Ich bin dann zwar weg, aber die Epi bleibt und mit ihr dieses ganze Wirrwarr.

Leider weiß ich auch keinen Lösungsansatz für das Ganze, denn ich will nicht diejenige sein, die dann sagt das an allem die Epi "Schuld" ist. Ich befürchte aber, dass er von selber nicht drauf kommen wird.

Zum Glück sind keine Kinder von dieser Situation betroffen, wobei ich schon gerne welche hätte.

Ich lasse ihn im Moment in Ruhe, denn ich weiß, dass das das Beste ist. Allerdings habe ich Sorge, dass er von alleine keinen Lösungsansatz findet.  :(
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Lora

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Hallo propeller,

ist schon alles blöd und traurig  :tröst:

Du hast doch gesagt, es ist erst seit zwei Jahren, hängt also mit den Medis zusammen. Würde ich von ausgehen.
Könnte man da eine Umstellung machen? Wenn er sich aber so verschließt, ist es schwierig, drüber zu reden.
Und man muss reden! Damit man gegenseitiges Verständnis hat, und das immer wieder.

Ich weiß nicht, ob du noch Kontakt hast, wenn ja versuche ihm zu versichern, dass du ihn und sein schlechtes Gewissen verstehst und sein schlecht fühlen und vor allem die dummen Medis und das die ihm bzw euch das antun und nicht er persönlich, weil er sozusagen unnormal geworden ist.
Vielleicht ist er sich deswegen gar nicht bewusst und kommt dann erst mit "ach ja, so ist das. Oh, das habe ich nicht gemerkt."

Die Epi selbst ist glaube ich nicht schuld, sondern die Tabletten. Das sagtest du auch, und er? Hmh, nichts, oder?  :tröst:

In Ruhe lassen ist erstmal gut. Er merkt wie es ohne dich ist und das ist nicht schön. Er ist und mit seinen Gedanken allein. Sowas ist nie schön.

Eure 10 Jahre kann man nicht einfach so weggeben.
Ganz blöd, aber viele Epis haben Angst, keinen Partner mit Verständnis zu haben, du bist aber so einer!

Evtl ganz kitschig aber egal: wie ist es ein Brief zu schreiben? Ist manchmal besser als eine Diskussion, wo man auf Sachen anspringt, die gerade mit dem Thema nichts zu tun haben, aber erwähnt werden; völlig normal.

Viel, viel Glück, Zeit und Kraft, Lora

propeller1980

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@lora DANKE!  :-*
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Heike-B

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Re: Patienten m. neurologischen Erkrankungen -> häufiger sexuelle Störungen
« Antwort #11 am: 08. November 2012, 14:08:36 »
Hallo zusammen
Ich bin mit meinem Mann der gesund ist seit 25Jahren zusammen er kennt mich nur mit der Krankheit er versteht
es wenn ich keine Lust habe bin abends müde hängt mit den Medis zusammen manchmal ist es blöd wenn man ihn
abwimmelt  ich sage auch nicht es ist wegen der Krankheit weil es nicht gut ist wenn man die Krankheit im
Mittelpunkt steht .
Heike
lG Heike

jessie86

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Re: Patienten m. neurologischen Erkrankungen -> häufiger sexuelle Störungen
« Antwort #12 am: 18. November 2012, 23:42:55 »
Hallo Propeller!

Ich habe gerade hier dein Kommentar gelesen. Ich selber hatte genau das gleiche was dein Mann hatte, ich habe damals ein Medikament genommen was zu einer ziemlichen Unlust geführt hat.
Das Problem dabei war das es zu der Unlust auch zu Depressionen geführt hat, ich war antriebslos und demotiviert.
Mein damaliger Freund hatte dafür nur wenig Verständnis und machte mir Vorwürfe ich würde ihn nicht mehr attraktiv finden, wollte das ich unbedingt zum Frauarzt gehe und mit ihr wegen meiner Unlust rede.
Ich hab mich ziemlich unter Druck gesetzt gefühlt, alles zusammen hat auch dazu geführt das ich mich von ihm getrennt habe.

Was ich mir damals gewünscht hätte ist das er mich nicht unter Druck gesetzt und mir kein schlechtes Gewissen gemacht hätte.
Mit der Lustlosigkeit und der Depression ist man selber in einem Teufelskreis, es ist schwer da rauszukommen, und jeder weitere Druck von aussen verschließt einen.

Mfg Jess

Heike-B

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Re: Patienten m. neurologischen Erkrankungen -> häufiger sexuelle Störungen
« Antwort #13 am: 06. Dezember 2012, 12:42:39 »
Hallo
die Unlust kommt vom dem Medis wir fahren schon mal
übers Wochende weg dort haben wir unsere Ruhe habe eine Tochter
mein Mann hat dort für Verständnis Depressionen habe ich keine
Heike
lG Heike