Autor Thema: lamictal - leistungsabfall???  (Gelesen 6023 mal)

tonia

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lamictal - leistungsabfall???
« am: 24. Januar 2006, 12:25:17 »
habe meiner neurologin schon öfters gesagt, dass ich durch das lamictal mir nichts mehr merke usw. auf mein beharren hat sie es dann doch abgesetzt (bin gerade beim umstellen), sie sagt aber immer wieder dass der leistungsabfall nicht von lamictal kommt, es sei nichts bekannt, niemand hätte jemals zuvor bzgl. leitungsfähigkeit und lamictal beschwerden gehabt. sie hat gesagt lamictal wird v.a. schülern und studetnen verschrieben da es nicht müde macht und kein leistungsabfall zu erwarten sei.
was glaubt ihr nun, soll ich ihr ein paar seiten aus dem forum von betrofenen, die es wohl besser wissen als sie ausdrucken? da wird seitenlang nur über dieses thema diskutiert.

lg tonia

Peggy

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Re:lamictal - leistungsabfall???
« Antwort #1 am: 24. Januar 2006, 18:43:22 »
Also meine Tochter ist auch extrem vergesslich, wahrscheinlich vom Lamictal, das meinte auch meine Ärztin.

Außerdem zittert sie, als wäre sie ein kleiner Alkoholiker, aber da sie viele Medis nimmt, weiß keiner, von welchem das kommt.

LG
Peggy
Meine Tochter Maria ( 02/96) leidet seit ihrem 10.Lebensmonat an Epilepsie, seit März 05 hat sie eine schwere aplstische Anämie ( akutes Knochenmarksversagen), seit 02/06 ist außerdem noch ein LUPUS diagnostiziert.

J1983

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Re:lamictal - leistungsabfall???
« Antwort #2 am: 25. Januar 2006, 19:58:37 »
Hallo,

ich nehme nur Lamictal und habe auch festgestellt das ich ziemlich vergesslich werde und ziemlich müde.

Habe immer gedacht das wäre nur so ein Phase aber seit ich es nur nehme und nichts mehr anderes ist es mir extrem aufgefallen

LG
Jasmin :)

tonia

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Re:lamictal - leistungsabfall???
« Antwort #3 am: 25. Januar 2006, 21:55:01 »
also bei mir wars mit dem lamictal nicht nur so eine phase sondern ist immer schlimmer geworden.
nun habe ich schon auf die hälfte reduziert und es ist noch nicht besser.

Hat jemand damit erfahrung? kommt die leistungsfähigkeit zurück oder nicht?

lg tonia

sonnenaufgang

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Re:lamictal - leistungsabfall???
« Antwort #4 am: 27. Januar 2006, 08:25:17 »
Hallo Tonia
das kann ich nur bestätigen mit dem Lamictal. Ich bin werde 3-4 Stunden nach Lamictal Einnahme extrem müde, so dass ich fast gar nichts mehr auf die Reihe kriege. Auch habe ich Konzentrationsstörungen, diese stören mich während der Arbeit ziemlich. Muss mich immer so konzentriere und schauen, dass ich ja nicht vergesse.
Nun mache ich gerade einen Versuch auf eigene Faust, da ich erst im März wieder einen Termin bei meiner Neurologin habe.
Also ich nehme am Morgen nur noch 50mg, dafür am Abend 125mg. Beim Lamictal ist ja der Spiegel ziemlich konstant und auch nicht zwingend nötig die Tagesdosis auf 2 Rationen aufzuteilen.
Echt bei mir scheint es wenigstes betr. Müdigkeit etwas besser.
(Das heisst aber nicht, dass du das auch machen solltest, wäre wohl besser so was zuerst mit dem Neurologen zu besprechen).
Manchmal habe ich einfach Hemmungen wegen so was schon wieder den Neurologen anzurufen.
Machs gut
LG Seni

Brainstorm

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Re:lamictal - leistungsabfall???
« Antwort #5 am: 29. Januar 2006, 19:39:04 »
Hallo Alle!
Werde z.Z. erst mit Lamictal eingestellt & bin auch z.Z. extrem vergesslich & zerstreut-habe eigentl. gedacht es wäre nur eine Phase die jeder mal haben kann. Einzig die schnellere Reizbarkeit habe ich auf Lamictal geschoben & da habe ich gedacht sich das nach einiger Zeit legt...Wie lange nehmt ihr denn schon Lamictal bzw. in welcher Dosierung? Wie schnell wurdet ihr hoch dosiert? Also ich habe 2 Wo. 25mg., 1 Wo. 50mg, dann wöchentl. Steigerung um 50mg bis 150. Bin z.Z.auf 100mg- noch.
MfG Mirjam

sonnenaufgang

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Re:lamictal - leistungsabfall???
« Antwort #6 am: 03. Februar 2006, 08:19:45 »
Hallo Mirjam
Ich nehm seit Herbst Lamotrin und wurde fast wie du aufdosiert.
2 Wochen 25mg, 2 Wochen 50mg, dann nahm ich eine Zeitlang 100mg. Da dies zu wenig war wurde ich alle 10 Tage um 50mg weiter aufdosiert bis 300mg. Der Neurologe sagte mir ,dass ich selbst stoppen könne, wenn ich das Gefühl habe, ich hätte keine Anfälle mehr.Bei 200mg fiengen dann die Nebenwirkungen an und ich ging zurück auf 150mg. Das ist nun ok für mich.
Da ich auch so Konzentrationsstörungen hatte und diese mich während der Arbeit sehr störten, nehme ich nun Morgens 50mg und Abends 100mg. Geht viel besser.
Lg Seni

krampf

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Re:lamictal - leistungsabfall???
« Antwort #7 am: 03. Februar 2006, 10:42:16 »
hallo, nehme auch lamotrigen (auch noch trileptal u. valproat); bin ziemlich vergesslich und habe konzentrationsstörungen.

jedoch kann ich nicht sagen, dass ich sie habe, seit ich lamotrigen nehme; bin einfach nicht sicher, wann das angefangen hat. finde es einfach auch gefährlich, zu sagen "ja, das ist es auf jeden fall....".
oder wisst ihr genau, dass die probleme mit lamotrigen angefangen haben?
Silvia

sonnenaufgang

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Re:lamictal - leistungsabfall???
« Antwort #8 am: 03. Februar 2006, 11:05:23 »
Hallo Silvia
ja- Ich für mich kann sagen, dass meine Konzentrationstörungen 100% ab einer bestimmten Dosis mit dem Lamotrin angefangen haben.
Es geht mir auch viel besser, seit ich nun die Morgendosis reduziert habe. (In der Nacht stören mich die Konzentrationsstörungen ja nicht)

(Nehme Lamotrin nach Tegretol, Phenytoin und Topamax)
Muss sagen, dass ich im Moment mit dem Lamotrin sehr zufreiden bein.
Ig Seni

Piet

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Re:lamictal - leistungsabfall???
« Antwort #9 am: 03. Februar 2006, 11:14:36 »
Hi krampf,

genau darüber habe ich mir auch immer Gedanken gemacht.

Ich denke, dass keiner den optimalen und gesunden Lebensstil praktiziert und dass man ja nun garnicht mehr krank wird bzw. wenn, dass das dann dieselben Ursachen hat, wie vor dem Auftreten des ersten Anfalls.

Ein Beispiel:

Nach dem Tod meines Sohnes habe ich zur Flasche gegriffen (kam einfach nicht klar damit...).
Folge: Ich wurde zum abhängigen Spiegeltrinker, ohne einen entsprechenden Pegel war das Leben nicht ertragbar. Irgendwann wurde mir bewusst, dass es so nicht weiter gehen kann und hörte auf.

Das ging sehr lange gut, bis wieder Anfälle auftraten. Ich wurde eingestellt und bekam so ziemlich alle Nebenwirkungen, die im Beipackzettel standen...u.a. auch einen Tremor.
Was passierte?
Alle waren natürlich der Meinung, dass ich wieder trinke und dass das Zittern Entzugserscheinungen wären. Alle Erklärungen halfen nichts - es wären ja nur Ausreden.

Dann habe ich das Medi abgesetzt und innerhalb von 2 Wochen ging das Zittern fast weg. Aber eben nur fast.

Letztlich war das Ganze so nervig, dass ich wieder (aber diesmal in Maßen) anfing zu trinken. Die alten Gewohnheiten waren schnell wieder da.
Letztes Jahr dann 4 GMs innerhalb einer Woche. Klinik, Untersuchung, Aufenthalt insgesamt 17 Tage.
Einstellung auf Ergenyl chrono, nach einem viertel Jahr ging der Tremor wieder los. Hatte dann im Oktober und Dezember insgesamt nochmal 4 GM - trotz Medis - und hab nun letztlich vor 3 Wochen das Ergenyl abgesetzt.

Was passierte? Nichts.
Der Tremor ist nun wieder weg.

Was ich damit sagen will:

Manchmal können gewisse Beschwerden durchaus Nebenwirkungen eines Medis sein....manchmal aber auch nicht und man ist ganz schnell geneigt, alles darauf zu schieben, ohne sich über die wirklichen Ursachen Gedanken zu machen.

LG
Peter


elm

  • Gast
Re:lamictal - leistungsabfall???
« Antwort #10 am: 03. Februar 2006, 15:22:56 »
Ich nehme auch Lamictal. Als mir aufgefallen ist, das meine Konzetrationsfähigkeit und meine Gedächtnisleistung verschlechtert hat, habe ich das meiner Neurologin erzählt, aber sie tat das als Einbildung ab. Aber wenn ich mir das hier so durchlese, ist das vielleicht doch keine Einbildung. Bei mir ist es mit der Merkfähigkeit schon so schlimm, dass ich mir besonders wichtige Dinge auf meine Hand schreibe um sie nciht zu vergessen, denn es passiert ständig, dass ich nciht mehr so genau weiß, wo mein terminkalender ist oder wo ich bestimmte zettel hingelegt habe...
Was mich noch wundert ist, dass ich eine wesentlich höhere Dosis nehmen. Ich nehme 550mg Lamictal über den Tag verteilt.

Brainstorm

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Re:lamictal - leistungsabfall???
« Antwort #11 am: 04. Februar 2006, 17:49:30 »
Hallo Seni!
Bin seit heute auch auf 150mg. Nehme z.Z 2 x75 mg. Hatte mir eber auch schon überlegt ob ich nicht lieber 100 mg abends nehmen soll.. war mir aber ziemlich unsicher ob das ok ist von wegen regelmäßiger,genauer Einnahme etc. Aber wenn das bei dir auch besser klappt werde ich das auch mal probieren.. Nimmst du die Medis eigentl. immer genau zur gleichen  Uhrzeit? Da bin ich nämlich auch zieml vergesslich- aber das war ich in dem Bezug eigentl. schon immer :-)
Viele Grüße Mirjam

sonnenaufgang

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Re:lamictal - leistungsabfall???
« Antwort #12 am: 05. Februar 2006, 15:13:17 »
Hallo Mirjam
Ich denke beim Lamotrin spielt die Verteilung nicht eine so grosse Rolle. Im Beipackzettel heisst es auch, dass die Dosis auf einmal oder in 2 Dosen/Tag aufgeteilt werden kann.
Als ich noch Tegretol nahm, musst ich 3x/Tag eine Dosis nehmen und zwar zeimlich genau nach einem Zeitplan.
Ich habe zwar mit meiner Neurologin noch nicht über die neue Aufteilung der Medis gesprochen, aber mir geht es echt viel besser, wenn ich am Abend 100mg nehme und Morgens nur 50mg.
Es ist ja so, dass beim Lamotrin der Spiegel ziemlich konstant ist. Die Medis nehme ich  regelmässig am Morgen um 7.00 Uhr,(am Wochenende erst so um 9,00Uhr) Abends zwischen 17.00 und 18.00 Uhr.
Wenn ich im März bei meiner Aerztin einen Thermin habe werde ich mit ihr über dieses Problem diskutieren.
Wenn du noch gerade in Behandlung bist, frage doch deinen Arzt.
LG Seni

daba2307

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Re:lamictal - leistungsabfall???
« Antwort #13 am: 24. Februar 2006, 14:06:34 »
Hallo,

nehme seit Juli 2005 auch Lamotrigin, war zuerst bei 200 mg pro Tag, da ich aber in der Einstellungphase zwei weitere Anfälle hatten, sagten mir die Ärzte es liegt daran, daß ich noch in der Einstellungsphase sei und dadurch ich Anfälle bekomme. Sie haben mir dan zusätzlich Rivotril verschrieben. Nachdem ich dann noch einen Anfall hatte wurde ich auf 400 mg pro Tag aufdosiert.
Habe meinem Arzt auch mitgeteilt das ich sehr sehr vergesslich geworden bin, was für mich persönlich echt schlimm ist, da ich schon immer ein gutes Erinnerungsvermögen hatte!!
Habe es meinem Neurologen auch mitgeteilt, er sagte mir aber das es vom Rivotril kommen würde und wenn ich es endlich abgesetzt hat würde sich das wieder legen und dann möchte er mit mir ein Gedächnistest machen.
Aber ich bin wie ihr der Meinung das es vom Lamotrigin kommen könnte, bin mir aber nicht sicher.
Möchte jetzt versuchen, daß ich auch so eine Art Gedächnistraining machen möchte indem ich mir aufschreibe was mir den ganzen Tag so passiert ist, in Form von einem Tagebuch, vielleicht hilft das ja?!?!  ???

LG

daba2307

jule22

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Re:lamictal - leistungsabfall???
« Antwort #14 am: 26. Februar 2006, 19:13:05 »
Hallo,

ich nehm seit 2001 Lamictal(z.Zt. 150-0-125mg).
Ich muss auch sagen, dass ich ein wenig das Gefühl habe, dass ich seitdem einen kleinen Leistungsabfall habe. Ich kann mir manches nicht mehr so schnell merken und vergesse auch einiges ziemlich schnell wieder. Ich find es total interessant, dass es mehreren unter Lamictal so geht (bin heut zum ersten Mal hier im Forum). Bei mir kommen zusätzlich noch enorme Schlafstörungen und Nervosität(Augenflattern, Kopf drehen, grundsätzliche Unruhe) hinzu. Das ist für mich eigentlich das Belastendste. Kennt das noch jemand?

Viele Grüße

Jule