Autor Thema: aggressiv durch Keppra - verschwindet das wieder  (Gelesen 17774 mal)

Bendino

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Re: aggressiv durch Keppra - verschwindet das wieder
« Antwort #45 am: 14. November 2013, 17:18:43 »
Mir ist auch aufgefallen, dass mein Körper immer mehr Flüssigkeit abgibt und ich bald austrockne. Die Oberhaut löst sich leicht ab und auch die Hände sind spröde. Bin nur noch am eincremen. Auch die Nasenschleimhaut ist vor allem morgens total trocken und dann reißt die ein. Führt meist zu Nasenbluten beim entfernen. Das ist echt nervig.
Kennt das Problem noch jemand?

Hermann

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Re: aggressiv durch Keppra - verschwindet das wieder
« Antwort #46 am: 14. November 2013, 21:50:20 »

Ein Hinweis für den Gastleser: Der Autor dieses Beitrags schreibt aus persönlicher Erfahrung, er verfügt nicht über med. Fachwissen!


Magen-OP bei übergewichtigen Jugendlichen möglich
http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ernaehrung/adipositas121.html

Hallo,

ich weise darauf hin, dass o. g. Link zu einem Beitrag im Fernsehen von 22.10.13 in der Sendung „Visite“ führt, der dort schon bald gelöscht wird, später aber im N3 Fernsehen, der „Mediathek“ zu finden ist.

Ich gehe davon aus, dass Du neben Keppra auch noch Oxcarbazepin nimmst. Zu Keppra, es macht aggressiv und feindselig. Ein gut wirkendes Mittel mit einigen unerwünschten Reaktionen auf den Körper. Eine der NW von Oxcarbazepin sind allergische Haut-Reaktionen bis hin zum „Lyell-Sydrom“, das auf die Schleimhäute übergreifen und den Patienten in eine lebensbedrohliche Lage bringen kann. Eine weitere, oft übersehene NW ist der Natriummangel im Blut. Links dazu unter diesem Beitrag.

Wenn wir mal zuerst das Gute vermuten, könnte es genauso die zunehmende Kälte, die andere Witterung sein. Ich habe regelmäßig im Winter Hautausschlag, er ist mit guter Creme nicht in Griff zu bekommen. Gefragt ist dann ein Dermatologe, der eine fetthaltige, entzündungshemmende (Cortison) Creme verschreibt. Oft ist die Problematik nach kurzer Zeit verschwunden.

Sollte der Ausschlag zu intensiv werden, muss Oxcarbazepin in Absprache mit dem Neurologen abgesetzt werden. Es könnte aber auch nur eine anfängliche NW von Oxcarbazepin sein, die mit der Zeit vergeht. Dermatologische Hilfe sollte sofort in Anspruch genommen werden.

Liebe Grüße
Hermann

Lyell-Syndrom
http://de.wikipedia.org/wiki/Lyell-Syndrom

Natriummangel durch Oxcarbazepin
http://forum.epilepsie-netz.de/index.php?topic=16912.msg221332#msg221332

dto.
http://forum.epilepsie-netz.de/index.php?topic=17448.msg227469#msg227469

Bendino

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Re: aggressiv durch Keppra - verschwindet das wieder
« Antwort #47 am: 15. November 2013, 08:48:52 »
Ich danke dir für deine Ausführungen.
Oxcarbazepin nehme ich nicht und auch die Witterung hat leider nichts damit zu tun. Dieses Trockenheit der Haut habe ich ganzjährig.
Leider sind die Neurologen hier nicht so reichhaltig vertreten und eine zweite Meinung ist schwer zu bekommen.

Bendino

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Re: aggressiv durch Keppra - verschwindet das wieder
« Antwort #48 am: 20. Dezember 2013, 20:56:57 »
Ich habe auch ein neues "Schlafhobby". Ich falle aus dem Bett und kann mich nach dem morgentlichen Aufwachen an nichts erinnern und muss meiner besseren Hälfte und gemachten Fotos Glauben schenken. Das ist doch alles nicht mehr normal. :(

Josef H

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Re: aggressiv durch Keppra - verschwindet das wieder
« Antwort #49 am: 21. Dezember 2013, 12:08:59 »
Hallo Benedito,

Hinsichtlich meiner trocken-schuppder Haut:
Ich nehme Keppra und Oxcarbazepin und habe Probleme durch trocken-schuppendes-Ekzem. (besonders im Winter)!
Am besten hilft mir da eine vom Hautarzt verschriebene spezielle Kortison-Chreme mit (Privat dauernd Excipial-U10-Lipolotio)
- einer durch Urea die Austrocknung und Juckreizl lindernder Chreme.

"Aus dem Bett fallen" oder "Total daran anschlagen" hatte ich auch.
ich habe mir ein Bett mit guten Bandscheiben-einstellbaremLattenrost- und Bandscheiben-Matrazen gekauft bei dem die Matrazen über dem Bett alles abgefangen haben. Durch die Einstellung rollte ich immer leicht von Aussen nach Innen -
ohne Bandscheibenbelastung.

Seitdem ist in Hinsicht "Herausfallen" oder "morgendlichen Schlaghämatomen" an Armen und/oder Beinen Ruhe.
Grüsse

Josef H

heinzpeter

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Re: aggressiv durch Keppra - verschwindet das wieder
« Antwort #50 am: 08. November 2015, 12:09:55 »
Natürlich macht Keppra aggressiv, soll mir bloß keiner erzählen das sei bbloß Einbildung. Ich merke das doch selber. Mir geht es sauschlecht damit. Und dann wieder bin ich depressiv bis... (das darf ich hier ja nicht schreiben) Und schwindlig ist mir. Aber was soll ich tun? Den Neuro wechseln? Da ist erst im Dezember ein Termin frei. Und was mache ich bis dahin? Bin ja nur Kassenpatient.
Ich habe eine Wut im Bauch, ich könnte alles kurz und klein schlagen.
heinzpeter
« Letzte Änderung: 08. November 2015, 12:23:01 von heinzpeter »

Tiffy

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Re: aggressiv durch Keppra - verschwindet das wieder
« Antwort #51 am: 09. November 2015, 15:46:53 »
Hallo!
Ich bin mit Keppra auch aggressiv geworden. Außerdem habe ich auch Haarausfall gehabt.
Bei mir war das so, dass ich von jetzt auf gleich wegen einer lächerlichen Kleinigkeit aggressiv, wie von jetzt auf gleich ausrasten konnte. Bei so einem Ausraster habe ich gemerkt, dass mein Verhalten total unverhältnismäßig ist, ich konnte aber nix dagegen tun.
Ich habe Keppra dann abgesetzt. Das solltest du auf keinen Fall eigenständig tun! Ob du deinen Neurologen wechseln sollst musst du wissen. Ich finde wenn man ein Medikament nicht verträgt, sollte man mit dem Arztbesuch nicht lange warten. Kannst Du da nicht hingehen und sagen, dass Du eventuelle Wartezeit in kauf nimmst? Setz dich da morgens ins Wartezimmer und warte.
Medikation:
Lamotrigin biomo: morgens 250 mg und abends 250 mg
Briviact : morgens 100 mg und abends 100 mg

Tiffy

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Re: aggressiv durch Keppra - verschwindet das wieder
« Antwort #52 am: 09. November 2015, 15:55:06 »
Ich nochmal.
Hast Du einen Hausarzt, wo du hingehen kannst? Vielleicht können die ja einen Termin für dich bei dem Neurologen klar machen?
Medikation:
Lamotrigin biomo: morgens 250 mg und abends 250 mg
Briviact : morgens 100 mg und abends 100 mg