Autor Thema: Alkohol und was er aus den Menschen macht  (Gelesen 4099 mal)

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Re: Alkohol und was er aus den Menschen macht
« Antwort #15 am: 16. April 2013, 00:36:40 »
kenne mich eigentlich nicht wirklich damit aus. aber es gibt ja nun mal einige malzgetränke, die nicht alkoholfrei sind, vielleicht lag es ja daran, vielleicht war es auch ein dummer zufall
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Re: Alkohol und was er aus den Menschen macht
« Antwort #16 am: 16. April 2013, 13:08:27 »
Hallo Eranda,

was versteht man unter "Mixbier"?

Also in Malzbieren ist geschmacklich Alk zugesetzt, so wie es bei einigen Säften ist. Natürlich in der Menge, die nicht aufgeführt werden muss.

Hast Du vllt. an dem Tag auch einen Saft getrunken, der in einer Flasche war und es beim Aufmachen gezischt hat?

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Re: Alkohol und was er aus den Menschen macht
« Antwort #17 am: 16. April 2013, 13:55:08 »
Unter dem vitamalz steht ja alkoholfrei drunter
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Re: Alkohol und was er aus den Menschen macht
« Antwort #18 am: 12. September 2018, 12:08:01 »
Dieses Thema ist zwar schon älter, dennoch möchte ich euch eine kleine Geschichte zum Thema Alkohol erzählen, die 100%ig der Wahrheit entspricht.

Soweit ich mich zurückerinnern kann, wurde immer in meiner Gegenwart getrunken. Jeden Abend 3-4 Dosen Bier waren und sind keine Seltenheit. Ich denke, ihr kennt euch aus, von wem ich spreche.
Auf jeden Fall war die Teenagerzeit für mich eine extrem harte Zeit. Ich war keiner dieser Tennager, die ihre Eltern beschimpften, sich an nichts hielten oder gar Drogen nahmen - wie es leider heute des Öfteren vorkommt. Im Gegenteil, ich war eigentlich immer von Respekt Älteren gegenüber geprägt und hätte mich nie getraut, meine Eltern zu beschimpfen. Klar, die pubertierenden Zickereien gab es bei mir auch und ich hab meinen Eltern das Leben sicher nicht immer einfach gemacht.
Mein Vater war im Schichtdienst tätig, somit war ich Abends viel mit meiner Mum allein. Wenn er Abends frei gehabt hätte, ging er in die Kneipe. Das Bier und der zugehörige Geruch war allabendlicher Begleiter - leider! Meine Mutter hatte und hat immer noch die Eigenschaft, sehr streitlustig zu werden, wenn sie getrunken hat. So haben viele Abende mit Streitereien und manchmal auch so manchen Schlägen geendet. Eine unverfängliche, neutrale Aussage zb über einen Schauspieler im Fernsehen von mir hat gereicht um die Sache zum eskalieren zu bringen.
Das Ergebnis des Ganzen ist, dass ich mit 17 Jahren zuhause das Feld räumte (natürlich viel zu jung, aber ich hielt das nicht mehr aus). Nach vielen Fehlgriffen bezüglich Partnerschaften habe ich vor knapp 10 Jahren meinen Mann kennen gelernt.
Meine Eltern trinken immer noch, mein Vater geht mittlerweile jeden Abend in die Kneipe und der Kontakt von uns Kindern zu meinen Eltern ist fragwürdig bzw teilweise nicht vorhanden. Schwiegerkinder (ich nenne es mal so) haben das sehr schnell durchschaut und sich nix gefallen lassen, die Eskalation folgte und somit wird jeglicher Kontakt gemieden. Auch mein Mann meidet den Kontakt zu meinen Eltern strikt. Ganz ehrlich: Er hat recht. Die Einzige, die sich dieses Theater immer noch gibt, wenn auch sporadischer, bin ich. Meine Geschwister haben sich abgewandt. Ein Bruder von mir ist ausgewandert, der Andere hat leider den Tod vorgezogen. Dann gibt's noch meine Schwester, aber auch die hat sich abgewandt.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Mein Selbstwertgefühl hat unter meiner Kindheit/Jugend enorm gelitten, 2 Jahre Therapie waren eine Folge davon. Alkohol gegenüber bin ich schon fast aggressiv eingestellt. Ich hab am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn die Eltern trinken.

Ich bin meinen Eltern für vieles dankbar, keine Frage! Sie habe viel durchgemacht und sicher schon viel erlebt - davor habe ich Respekt! Den Alkoholkonsum, die Beschimpfungen mir gegenüber, so manchen Schlag ins Gesicht kann ich allerdings nicht vergessen und bringt auch eine entsprechende Distanz zwischen meine Eltern und mich! Mich ganz abzuwenden hab ich noch nicht geschafft, auch wenn es vielleicht besser für mich wäre.

Alkohol kann Familien zerstören - Rauchen macht das in den seltensten Fällen! Ich kann ich daher einem vorhergehenden Post nur anschließen. Immer wird nur gegen die Raucher gearbeitet. Dass ein Bier zb billiger ist, als ein gesunder Vitaminsaft oder was auch immer, billiger als jedes essbare Lebensmittel, dass viele Leute um 10 Uhr morgens schon stockbesoffen durch die Gegend laufen, das schert leider nicht wirklich jemanden. Traurig!  :´-( :´-( :´-(
Alle Wege fangen mit dem ersten Schritt an!
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