Autor Thema: Anfall verarbeiten, nur wie ?  (Gelesen 14562 mal)

AndyXXL

  • Gast
Anfall verarbeiten, nur wie ?
« am: 16. Februar 2006, 06:20:08 »
Hallo,

wie aus einem anderen Posting ersichtlich hatte meine Freundin (24) letztes Wochenende ihren 3.Anfall. Seitdem geht einfach nur gar nichts mehr bei uns. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch das durchlest und mir einige Tipps gebt.

Zur Vorgeschichte: Im letzten Jahr sind meine Freundin und ich (25) von zu Hause ausgezogen und sind wegen beruflichen Gründen in eine Wohnung eingezogen. Es war auch alles perfekt, bis eines Nachts auf einmal ihr erster Anfall kam. Ich habe mit dem Thema leider nie was zu tun gehabt, so daß ich die Situation auch nicht richtig einschätzen konnte. Ehrlich gesagt, in dem Moment dachte ich, daß meine Freundin stirbt. Der Anblick war so schrecklich, ich dachte an einen Herzanfall oder ähnliches. Ich kontrollierte ständig, ob das Herz noch schlägt und die Atmung noch aktiv ist. Gerade als ich den Notarzt verständigen wollte, kam sie dann aber langsam zu sich. Als ich dann feststellte, daß sie sich an viele Sachen nicht mehr erinnern konnte, bin ich dann direkt mit ihr ins Krankenhaus.
Die Tatsache, daß ich um 2 Uhr nachts mit dem Schrei von ihr aus dem Tiefschlaf gerissen worden bin und der schreckliche Anblick, haben vermutlich so eine Art Trauma bei mir hinterlassen. Immerhin ging ich davon aus, ich kämpfe um ihr Leben.
Das Trauma äußerte sich dadurch, daß ich panische Angst vor Dunkelheit bekommen habe. Auch hatte ich ständig das Gefühl, daß jemand fremdes in der Wohnung sein könnte (hört sich doof an, aber ist echt wahr). Nachts musste überall Licht sein (die Stecker, die in der Steckdose leuchten).

Schon damals haben wir dann entschieden, daß wir in zwei getrennten Räumen erstmal schlafen.
Das hat eigentlich auch gut funktioniert. Es dauert dann ca. 1 Woche, dann können wir auch wieder in einem Bett schlafen. Nur sind meine Sensoren dann so aktiv, daß ich beim kleinsten Zucken schon wach bin und meine Freundin frage, ob alles okay sei. Das hilft uns beiden nicht, da wir fast keinen festen Schlaf bekommen. Das zeigt sich auch, daß wir dann über Tag richtig schlapp sind.

Nun hatte meine Freundin letzte Woche ihren dritten Anfall und es ist genauso, wie damals auch.
Ein nebeneinanderschlafen ist nicht möglich. Zur Zeit ist sie wieder im Wohnzimmer, ich dann im Bett. Komischerweise geht es besser mit dem Schlafen, sobald ich nicht mehr direkt neben ihr liege.
Wenn sie einen Anfall bekommen sollte, würde ich es aus etwas Entfernung hören und könnte direkt zur ihr hingehen und ihr helfen. Ich weiß nicht wieso, aber so geht es. Ich wache zwar jede Stunde auf, aber schlafe dann wieder ein. Nur habe ich dabei immer das Gefühl, daß ich sie irgendwie "im Stich" lasse.

Nun würde mich interessieren, wie eure Lebenspartner so reagiert haben und ob ihr vielleicht Tipps habt, wie man diesen Zustand verbessern, oder das Trauma verarbeiten kann. Ich habe gemerkt, daß es wirklich hilft, wenn man sich damit beschäftigt. Darum freue ich mich auch, daß ich dieses Forum gefunden habe.

Ich habe was von HypnoseTherapie gehört, kann man damit vielleicht die Angst in den Griff kriegen ?

Ich bedanke mich im voraus schonmal für jede Antwort.

Liebe Grüße
Andy

Piet

  • Gast
Re:Anfall verarbeiten, nur wie ?
« Antwort #1 am: 16. Februar 2006, 09:09:43 »
Hi Andy,

das mag jetzt zwar wiedermal etwas hart klingen, aber ich finde, dass Du die Sache zu sehr dramatisierst.

Warum?

Deine Freundin hatte bisher drei Anfälle, im Schlaf.
Seit dem ersten weißt Du, was dabei abgeht. Wenn Du jetzt der Meinung bist, dass Du sie im Stich lässt - nur weil Du direkt neben ihr nicht schlafen kannst, dann ist das eher Ablehnung...das nicht akzeptieren und sich darauf einstellen wollen, dass so etwas immer wieder mal passieren kann.
Ihr redet Euch gegenseitig ein, dass es ja gar keine Epi ist und scheinbar bist Du derjenige, der davon nicht unbedingt überzeugt ist.
Sie schläft im Wohnzimmer, sie merkt offenbar, dass es Dir unangenehm ist. Schon komisch....sie muss Dir ausweichen, obwohl Du derjenige bist, der mit ihr nicht in einem Bett schlafen kann.
Denk mal drüber nach....

Es gibt sonst nichts zu tun, übertriebene Rücksichtnahme ist genauso fehl am Platz, wie stoisches Ignorieren.

Es ist sonst schwer, etwas zu raten. Bei 3 Anfällen kann es immer noch etwas "ein"maliges sein. Aber wenn man sich darauf verlässt, dann siehst Du ja selbst, welche Unruhe einen befällt, wenn man nicht sicher ist, was denn nun wirklich Sache ist.

Sprecht miteinander, erzähle ihr von Deinen Ängsten und geht zum Neurologen, damit dort geklärt werden kann, ob sie prädisponiert ist oder ob es nur das Zusammentreffen ungünstiger Umstände ist.

LG
Peter

Gerald

  • ... findet sich im Forum zurecht wie in der eigenen Westentasche.
  • ***
  • Beiträge: 139
  • I`m sick of fighting even though i know i should
Re:Anfall verarbeiten, nur wie ?
« Antwort #2 am: 16. Februar 2006, 09:29:48 »
Hallo.

So hart es klingen mag. Aber ich kann mich da Piet nur anschließen. Desweiteren kannst du, wenn deine Freundin nicht ausreichend Schlaf hat nur weitere Anfälle bei ihr provozieren. Wenn sie noch immer Anfälle hat ist sie scheinbar noch nicht richtig eingestellt auf die Medikamente. Sucht euch einen anderen Epileptologen oder geht in eine spezialisierte Klinik für Epilepsie wo sie richtig untersucht wird (falls ihr dort nicht schon wahrt).

Ich kann dir nur erzählen wies für meine Freundin war. Für sie wars ein Schock. Ich hab mit ihr vieeel geredet. Sie nimmts jetzt recht locker. Aber wenn ich sage mir gehts nicht so gut, ist sie sofort da um mir zu helfen. Ansosten belastet die Epi schon unsere Beziehung weil ich eben nicht mehr so viel Sachen machen kann wie früher. Aber sie verstehts.

Ich würde dir Raten (jetzt ohne beleidigend klingen zu wollen und wirklich ganz im ernst) geh mal zu einem Psychotherapeuthen und Sprich über deine Probleme. Nimm deine Freundin so alle 4 Sitzungen mit und sprecht zusammen über die Probleme. Ich habs so gemacht, und es hat geholfen.

LG.

Gerald
Ich bekam Anfälle nach einer Tumoroperation

AndyXXL

  • Gast
Re:Anfall verarbeiten, nur wie ?
« Antwort #3 am: 16. Februar 2006, 09:44:02 »
Hallo Peter,

ich hatte mir schon gedacht, daß solche Antworten kommen werden. :(

Es ist nämlich genau das Gegenteil der Fall. Ich sage mir ständig, daß ich ja nun bescheid weiß und das so ein Anfall nicht "so" schlimm ist. Nur leider bringt das gar nichts. Und ich denke mal, die Angst, die hier zur Zeit in der Luft liegt kann man nur begreifen, wenn man einmal in der Situation war. Zumindest hatte ich gehofft, daß vielleicht der eine oder andere das verstehen kann.

Wir reden uns bestimmt nicht gegenseitig ein, daß es sich dabei nicht um Epilepsie handelt. Nur hatten wir bis vor zwei Tagen noch nicht die ganzen Informationen. Mittlerweile wissen wir aber mehr bescheid und werden das jetzt auch alles in Angriff  nehmen. Meine Freundin und ich reden da sehr viel drüber.

Der Grund, wieso ich nicht ins Wohnzimmer ausweiche ist, daß ich Angst habe (sollte es nochmal zu einem Anfall kommen) dass ich das Licht nicht so schnell finde. Ich habe ab und zu mal Orientierungsschwierigkeiten, wo ich erstmal überlegen muss, wo ich denn nun gerade bin. Bei mir am Bett weiß ich blind, wo ich zum Lichtschalter hingreifen muss. Das habe ich meiner Freundin auch erklärt und sie hat es dann sofort angeboten. Das nächste ist, dass sie (Studium gerade fertig) jetzt gerade Anfang Februar die neue Arbeit begonnen hat. Wenn wir nun nebeneinander liegen und beide keinen richtigen Schlaf kriegen, sind wir beide am nächsten Tag total schlapp. Daher ist es auch für sie das beste. Du kannst mir glauben, ich wünsche, es wäre anders.

Heute nacht übrigens haben wir es mal wieder probiert. Es klappte eigentlich auch schon ganz gut, ich bin dann so gegen 0:51 Uhr aufgewacht. Da hatte ich sie noch ein bisschen angeguckt und beobachtet. Auf einmal machte ich eine komische Beobachtung. Ich konnte genau hören, wie sie atmet und auf einmal hielt sie die Luft an (ca. 5 sek). Ich wollte sie schon gerade anstupsen, als sie aufwachte und meinte, ich solle mich nicht erschrecken. Ich fragte was los sei, sie deutete aufs Bein und sagte, daß sie einen Krampf hätte. Ich dachte schon, es geht jetzt gleich wieder los mit dem Anfall. Ich habe dann das Bein massiert, aber es hörte nicht auf. Das tat ihr dann so weh, daß sie aufgestanden ist.

Ich weiß es nicht, ob das nun Zufall war oder woran das gelegen hat. Es war auf jeden Fall totaler Zufall, daß ich Sie kurz zuvor noch beobachtet hatte.

Später meinte sie dann, daß sie was geträumt hätte und irgendwie zutreten wollte. Dann habe sie den Krampf bekommen. Eventuell ist das aber auch nur eine Auswirkung, weil beim letzten Anfall ja alles komplett verkrampft war.

Naja, danach war beim Puls schon wieder vor Schreck soweit oben, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Meine Freundin ist dann wieder ins Wohnzimmer gegangen .

---

Also, ich weiß nicht, ob hier einige Leute denken, ich rede mir was ein. Ich würde gerne was dagegen tun, aber gegen diese Angst kann man mit dem logischen Verstand nichts anrichten, ich habe es lange genug probiert.

Ich werde mich nun mal informieren, ob es mit Hypnose vielleicht verbesserbar ist.  


Zum Neurologen: Das haben wir alles durch. Der hat keine Erklärung für die Anfälle. Er sagte damals, daß er davon ausgeht, dass es Gelegenheitsanfälle sind und man gucken müsse, wie oft die in der Zukunft eintreten. Kernspin usw. wurde auch alles untersucht, aber auch ohne Befund.

rapi

  • Gast
Re:Anfall verarbeiten, nur wie ?
« Antwort #4 am: 16. Februar 2006, 09:47:08 »
freilich ist immer ein schock, wenn man dabei ist. da ich schnarche, haben wir uns im bett getrennt. wenn uns aber die shmetterlinge im bauch nicht in ruhe lassen, dann wissen wir wo wir uns finden. nee mein freund macht kein aufhebens darüber. wenns passiert abwarten und dann gehts weiter. er kann es ohnehin nicht beeinflussen. ich auch nicht, medikamentös kann man die anfälle ruhigstellen, alles andere liegt in der natur (meiner). mir ist es immer am liebsten, wenn dann auf der straße oder mitten in der stadt. (verletzungen). ansonsten gehts in ddas 17. jahr. ich hatte auch schon nachts anfälle, mit verlusten in fester form. aber erschläft so tief, das hat keiner gemerkt. nur morgens, war das dicke ende da. das hat mich mehr belastet, als ihn. er ist eben cool.das schöne ist er liest alles mögliche im internet und das hat ihn wahrscheinlich ungeheuer geholfen. rapi

AndyXXL

  • Gast
Re:Anfall verarbeiten, nur wie ?
« Antwort #5 am: 16. Februar 2006, 09:48:46 »
Hallo Gerald...

lest ihr gar nicht, was ich schreibe ? Du schreibst, wenn sie keinen richtigen Schlaf bekommt, kann sie weiterhin Anfälle bekommen.

DAS IST DOCH EINER DER GRÜNDE, WIESO WIR ZUR ZEIT GETRENNT SCHLAFEN !! Nur so bekommt sie noch richtigen Schlaf. Wenn sie neben mir liegt, merkt sie doch, das ich unruhig bin und mich ständig nur drehe, weil ich ständig Gänsehaut und Schweißausbrüche bekomme.

Schade, ich hatte gehofft, daß jemand schreibt "ja, mein Mann/meine Frau hat das gleiche Problem gehabt und wir haben es dadurch in den Griff bekommen, daß...."

Aber stattdessen sagt man mir, ich steiger mich da in etwas rein. Das ich die ganze Zeit ne Möglichkeit suche, wie ich diese Angst wegbekomme, scheint hier niemand nachvollziehen zu können.


AndyXXL

  • Gast
Re:Anfall verarbeiten, nur wie ?
« Antwort #6 am: 16. Februar 2006, 09:57:45 »
ahso, ich habe mir nach dem Zweiten Anfall auch immer gesagt "Na gut, wenn es jetzt nochmal auftritt, wird es mich nicht mehr so mitnehmen. Ich weiß ja nun, daß nichts passieren kann, und ich weiß, was ich zu tun habe"

ABER LEIDER BRINGT DAS GAR NICHTS UND ICH BIN WIEDER HIER AM RUMSPINNEN.

Gerald

  • ... findet sich im Forum zurecht wie in der eigenen Westentasche.
  • ***
  • Beiträge: 139
  • I`m sick of fighting even though i know i should
Re:Anfall verarbeiten, nur wie ?
« Antwort #7 am: 16. Februar 2006, 10:11:52 »
Andy Sorry wenn ich dich verletzt hab oder wenn ich dich falsch verstanden hab. Glaub mir ich hab alles genau durchgelesen. Aber etwas versteh ich nicht.

Die aussage von eurem Neurologen:

Es seien Gelegenheitsanfälle und man müsse halt schauen.

Ich würde mal sagen !SOFORT! den Neurologen wechseln und einen richtigen Spezialisierten EPILEPTOLOGEN aufsuchen. Nicht jeder Neurologe ist gleich gut. Ich war zuerst bei einem Neurologen der mir ein Medikament verschrieben hat das ich überhaupt nicht vertragen hab. Nach jedem Anfall hat er nur die Dosis erhöht bis ich auf 2400!!!! mg war. Ich bin rumgelaufen wie ein Zombie. Bis ich endlich zu einem richtigen Epileptologen gekommen bin.

Ich geb euch nur den einen Tip: geht in eine Klinik die sich auf Epilepsie Spezialisiert hat!

LG.

Gerald
« Letzte Änderung: 16. Februar 2006, 10:14:32 von Gerald »
Ich bekam Anfälle nach einer Tumoroperation

hafada

  • ... gehört hier zum lebenden Inventar.
  • ****
  • Beiträge: 279
    • Homepage
Re:Anfall verarbeiten, nur wie ?
« Antwort #8 am: 16. Februar 2006, 10:18:47 »
Na Andy, jetzt komm mal wieder zurück auf den Teppich! Klar ist der Anblick eines Krampfanfalls erst mal ein Schock, aber man gewöhnt sich an alles (habe ich auch). Wenn Deine Freundin medikamentös gut eingestellt ist, brauchst Du das hoffentlich auch nicht mehr mitzuerleben.
Es spielt keine Rolle, wo Du schläfst, denn helfen kannst Du Ihr während eines Anfalls sowieso nicht. Wenn meine Frau krampft, kann ich absolut nichts machen. Selbst, wenn sie sich dabei aus dem Bett rauskrampft, kann ich das nicht verhindern, sondern nur dafür sorgen, dass sie so weich wie möglich fällt. Anschliessend ist sie bewusstlos und jeder, der mal versucht hat, einen Menschen zu tragen, der absolut keine Muskelspannung hat, weiss, dass das nicht möglich ist. Ich kann sie also nur zudecken und auf dem Boden schlafen lassen.

Also schlafe einfach neben ihr, wie es sich gehört und überwinde Deine Angst. Du weisst jetzt, dass ein Anfall nicht nett anzusehen ist, dass ihr aber letztendlich nichts dabei passiert und dass Du im Falle eines Anfalls sowieso nichts machen kannst. Klar, die Situation ist neu, aber Du must einfach lernen, cooler damit umzugehen.

Gruss

Carsten

Gerald

  • ... findet sich im Forum zurecht wie in der eigenen Westentasche.
  • ***
  • Beiträge: 139
  • I`m sick of fighting even though i know i should
Re:Anfall verarbeiten, nur wie ?
« Antwort #9 am: 16. Februar 2006, 10:21:18 »
Ach ja hab was vergessen Andy.

Es gibt Selbsthilfegruppen wo Betroffene und Angehörige hingehen können und über Ihre Probleme reden können so wie ich es verstanden habe hast du einen extremen Schock davongetragen der dích noch immer belastet. Entweder du versuchst es mit einer Psychotherapie (ist wirklich gut gemeint mir und meiner Freundin hats auch geholfen) oder mit einer Selbshilfegruppe.

Lg.

Gerald
Ich bekam Anfälle nach einer Tumoroperation

Piet

  • Gast
Re:Anfall verarbeiten, nur wie ?
« Antwort #10 am: 16. Februar 2006, 10:29:23 »
Andy, ich rede Dir nichts ein, das sind Deine eigenen Aussagen aus dem anderen Thread.
Du wirst nicht viele finden, die Dir das schreiben, was Du jetzt gerade hören willst.
Wieso fragst Du erst, wenn Dir nur die Antworten passen, die in Deine momentane Einstellung passen?

Ich war auch schon bei verschiedenen Neurologen und jeder schwor auf ein anderes Medi und andere Mengen. Nicht jedes war gut und hilfreich...das klappt seltenst beim ersten Mal.

Sie hat das Leiden, nicht Du!
Trotzdem zieht sie ins Wohnzimmer um, weil DU sonst den Lichtschalter nicht schnell genug findest.....das ist ja wohl nicht Dein Ernst?

Du möchtest immer nur Bestätigungen für Deine Ansichten und wenn die Antworten nicht so ausfallen, wie Du sie gern hättest, dann (siehe anderer Thread) ist es gleich blödsinniges Gelaber. Das ist nicht unbedingt sehr hilfreich für Dich. Fast jeder, der hier postet hat mehr Erfahrung im Bereich Epi, als Du und trotzdem wehrst Du jeden Hinweis ab.

Versteh ich ehrlich gesagt nicht...

LG
Peter

AndyXXL

  • Gast
Re:Anfall verarbeiten, nur wie ?
« Antwort #11 am: 16. Februar 2006, 10:30:28 »
Also ich danke euch für die vielen Antworten. Ich werde versuchen, eure Tipps umzusetzen. Sollte es in den nächsten drei Tagen immer noch so schlimm sein, werde ich mir einen Termin beim Psychotherapeuten holen.

Aber heute nacht probier ich es nochmal... einfach ganz normal zu sein.

Gruß
Andy

AndyXXL

  • Gast
Re:Anfall verarbeiten, nur wie ?
« Antwort #12 am: 16. Februar 2006, 10:36:36 »
nein sorry Piet, wenn es auf einmal in dem Thread nur noch darum geht, ob die Ärztin eine Alk-Flasche im Tisch stehen hat oder nicht, dann finde ich es schade, weil zu dem eigentlichen Thema nichts mehr gesagt wird. ELM hatte nur einen Hinweis gegeben und einige haben es aufgeschnappt, das wieder ins lächerliche zu ziehen (bsp: Wie haste denn gesehen, daß im Tisch ne Flasche stand usw.).

Auch stimmt es nicht, daß ich nur das akzeptiere, was meine persönlcihe Einstellung ist. Ich bin hier im Moment eh noch viel am Lernen, was das Thema angeht.

Nur finde ich es schade, wenn die Angst sobald es dunkel wird einfach nur damit abtut, daß ich mich da wohl extra reinsteigern würde.

Ich bin doch nicht hier um Mitleid zu sammeln !! Und du hast recht. Meine Freundin hat den Anfall und ich habe den Psychischen Schock !!


Gerald

  • ... findet sich im Forum zurecht wie in der eigenen Westentasche.
  • ***
  • Beiträge: 139
  • I`m sick of fighting even though i know i should
Re:Anfall verarbeiten, nur wie ?
« Antwort #13 am: 16. Februar 2006, 10:44:30 »
Glaub mir niemand will dir was böses und jeder hat sein "Päckchen" zu tragen. Die einen ein Schwereres, die anderen ein Leichteres. Auch wenn manches in diesem Forum manchmal hart klingen mag, es ist nicht immer so gemeint. Viele die hier schreiben sind schon seit Jahren leidgeprüft. Du musst das Verstehen Andy. Ich zum Beispiel nehme täglich 6 verschiedene Tablettensorten (Das sind in Summe über den Tag verteilt 14 Tabletten darunter Antidepressiva, Tranquilizer und 3 verschieder Antiepileptika und ich bin immer noch nicht 100% Anfallsfrei). Deine Freundin scheint damit ja recht gut zurechtzukommen. Versuch du es doch auch. Wenn sie beim Anfallsbeginn schreit (ein sogennanter Initialschrei) dann ist es ein gutes Zeichen das heisst das das eigentlich immer vorkommt. Was dich dann auch beruhigen sollte da du ja immer durch den Schrei aufwachst. Also solltest du eigentlich ruhig schlafen können. Und glaub mir. Durch einen Anfall stirbt niemand. Höchstens durch die Verletzungen davon (Sturz etc.) -> kommt aber sehr sehr selten vor!!!

Ich hoffe ich konnt dir ein wenig die Angst nehmen.


LG.

Gerald
Ich bekam Anfälle nach einer Tumoroperation

AndyXXL

  • Gast
Re:Anfall verarbeiten, nur wie ?
« Antwort #14 am: 16. Februar 2006, 10:49:01 »
Ja gerald, ich denke, es hilft wirklich, wenn einer das mal so klar jemanden sagt. Ich selber habe mir das ja auch immer schon überlegt, aber es bringt nichts.

Nachdem ich heute die Sachen hier gelesen habe und auch ein paar SEHR LIEBE Mails bekommen habe, denke ich, daß es nun wirklich besser wird.

Außerdem werde ich mich nun auch noch an die Adressen wenden, die hier gepostet worden sind. Vielleicht gelingt es mir so, zu lernen, damit zu leben und ich bin beim nächsten Anfall (sollte noch einer kommen) nicht wieder so daneben.

Also auch dir vielen Dank.