Autor Thema: Kinderwunsch trotz Epilepsien in beiden Familien???  (Gelesen 4340 mal)

Tanja84

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Kinderwunsch trotz Epilepsien in beiden Familien???
« am: 21. Dezember 2012, 15:43:02 »
Hi,
Ich bin jetzt 28, mit 15 bin ich an Epilepsie erkrankt (Absencen Und Grand Mal-Anfälle).
Von 18-25 war ich komplett anfallsfrei, bis ich dann vor zweieinhalb Jahren während dem Autofahren wieder einen Grand-Mal bekam Und schwer verletzt wurde. Denn nächsten Anfall bekam ich dann Ca.ca.8 monate später. Jjetzt bin ich fast wieder 2 Jahre anfallsfrei.

Mein freund Und ich denken nun darüber nach in naher Zukunft ein Kind zu bekommen.
Er ist völlig gesund. Allerdings wurde vor Ca. 3 Monaten bei seiner 19-jährigen Schwester eine epilepsie diagnostiziert. Sie hätte nun schon mehrere Anfälle und hat eine Therapie mit Lamotrigin begonnen.
Grundsätzlich weiss ich Ja dass Epi mich vererbar ist, aber durch die Veranlagung in meinem freund seiner Familie Und bei meiner eigenen Epilepsie bin ich jetzt doch verunsichert.
Kann jemand von euch weiterhelfen Und mir evtl. Von seinen eigenen Erfahrungen berichten???

Freue mich auf Antworten  *freuemich*


Liebe Grüsse Und schonmal schöne Weihnachten

Tanja

duzi90

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Re: Kinderwunsch trotz Epilepsien in beiden Familien???
« Antwort #1 am: 25. Dezember 2012, 00:34:05 »
Epilepsie ist vererbar das muss man immer bedenken ich selber habe seit 13 jahren epi obwohl es keiner in meiner familie hat gibt natürlich auch andere ursachen als vererbung aber wenn es in beiden familien vorkommt ist das risiko das euer kind es bekommt extrem groß
Allein zur schwangerschaft kann ich sagen wenn du jetzt keine medis nimmst ist es kein problem oder risiko für dich schwanger zu werden und die schwangerschaft gut zu überstehen
nur mit medis muss man aufpassen da würd ich lamotrigin empfehlenis bei schwangerschaft gut verträglich und hatt kein einfluss auf des kind bei topamax kommts zur ner fehlgeburt oder es wird körperlich oder geistig behindert

Silvio

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Re: Kinderwunsch trotz Epilepsien in beiden Familien???
« Antwort #2 am: 25. Dezember 2012, 02:04:46 »
hallo tanja,
auch wenn ihr beide mit epilepsie vorbelastet seit, heißt das noch lange nicht, dass es euer kind auch haben muss. Wichtig ist vorallem eine gute diagnose deiner epilepsie und auch deinem freund würde ich es empfehlen sich einmal in der richtung untersuchen zu lassen. Die wenigsten epilepsieerkrankungen sind wirklich erblich bedingt.
Ich habe epilepsie und meine mutter "hatte" auch epilepsie, aber zwischen meiner und ihrer epilepsie gibt es keinerlei parallelen, außer der anfallstyp grand mal. Es kann sein, dass ich es von ihr habe, aber davon geht der neurologe auch nicht aus. Da müsste dann ein gentest her um wirklich sicher zu gehen.
Lg silvio

duzi90

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Re: Kinderwunsch trotz Epilepsien in beiden Familien???
« Antwort #3 am: 25. Dezember 2012, 03:09:55 »
natürlich muss es nicht sein aber die warscheinlichkeit is sehr hoch und wenn du und deine mutter es haben dann hast dus zu 100 % geerbt den das währe ein zu großer zufall und da irrt sich dein neurologe epilepsie ist sehr oft erblich bedingt nicht umsonst frägt ein guter arzt als aller erstes obs jemand in der familie auch hatt

Eos

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Re: Kinderwunsch trotz Epilepsien in beiden Familien???
« Antwort #4 am: 25. Dezember 2012, 22:03:55 »
Duzi90, ich wüste gerne woher du dein "Fachwissen hast  ???
Solange du nicht weist, welche Anfälle es sind, was der Herd ist, welche medis, usw...wäre ich vorsichtig mit irgendwelchen Diagnosen.
Und mit der Zahl 100%, wäre ich sehr vorsichtig.

Epi ist so vielfältig, und vieles ist noch gar nicht erforscht.
Tanja, es wäre von vorteil wenn du weist woher deine Epi ist.
Ich habe meine Epi durch eine Narbe "erworben".
Meine Kiinder konnten also gar nichts "erben". Lediglich eine Veranlagung habe ich ihnen mitgegeben. Das heist aber nicht, das sie jemals einen haben werden. Viele bekommen Anfälle nach OP`s, Alkohol oder Drogengenuss. Da werden meine sich hald von fern halten müssen.

Tanja, tragt doch einfach alle Infos zusammen und lasst euch professionell beraten.
Hier gibt es viele Frauen mit Epi die gesunde Kinder haben (ich auch).
Wünsche euch noch frohe Weihnachten
und auch bei der weiteren planung.
Gruß
Eos


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Angel50one

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Re: Kinderwunsch trotz Epilepsien in beiden Familien???
« Antwort #5 am: 25. Dezember 2012, 22:29:34 »
Hi Tanja,

ich schließe mich der meinung von Eos an.

Ich hatte mir ja zwecks der epi auch sorgen gemacht ob mein Kind das erbt, aber da meine Epi durch eine Gehirnblutung war meinte mein Arzt das es von mir aus net erbar is, da kein anderer aus der Familie es hat. also mein  spatz is jetzt 6 Monate und quichlebendig ^^

lasst es einfach nochmal untersuchen und dich dann passenden auf medis einstellen. wie schon Eos sagte viele hier haben gesunde kinder zur Welt gebracht. :dance:

wünsche noch ein frohes fest mit dein lieben   :)

lg Melli

BEpi

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Re: Kinderwunsch trotz Epilepsien in beiden Familien???
« Antwort #6 am: 29. Dezember 2012, 13:57:36 »
Hallo Tanja,

soweit ich weis, sind bei wenigen Epiformen eine Vererbung möglich, aber eine sichere Vererbung gibt es nicht. Ich bin eine absolute Ausnahme, denn ich habe Epi und mein älterer Sohn hat seit einigen Moaten auch zwei gm-Anfälle gehabt. Dass Vater und Sohn Epi haben passiert ziemlich selten. Ob dies hier eine höhere Wahrscheinlichkeit da ist, kann Dir am ehesten ein Experte sagen.
Aber ich habe es noch nie bereut, dass ich zwei Kinder habe, auch wenn ein Kind Epi hat. Epi bei einem Menschen ist noch kein Todesurteil. Man kann mit Epi auch durchs Leben kommen, was Dir bestimmt viele hier in diesem Forum bestätigen könenn. Es gibt noch viel schlimmere Krankheiten oder sonstige Probleme als Epi. für mich wäre auch eine erhöhte Neigung zur Epi bei Kindern kein Grund gewesen, mit meiner Frau zwei Kinder zu bekommen.

VG
BEpi

Tanja84

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Re: Kinderwunsch trotz Epilepsien in beiden Familien???
« Antwort #7 am: 30. Dezember 2012, 23:28:37 »
Hallo Und vielen Dank für eure Antworten  :D
Schon vor Ca. 4-5 Jahren wurde ich auf eine Monotherapie mit Lamictal eingestellt, Was ich auch sehr gut vertrage
Mein Neurologe meinte dass meine Epi auf meine Veranlagung zurückzuführen ist.
In meiner Familie hatte keiner Epi, jedenfalls nicht in den letzten Generationen.

Es stimmt schon, dass Epi nicht die schlimmste Krankheit ist. Ich habe nicht nur Angst, dass das Kind auch Epi hat, sondern hach Angst davor, in der Schwangerschaft einen Anfall zu bekommen Und dadurch etwas passieren könnte. Hat da jemand Erfahrungen???
Das die Chance für fehlbildungen sehr gering ist mit lamictal ist mir bekannt.

Hört sich vielleicht bisschen übertrieben Und paranoid an, aber das sind meine Ängste :eatfish: :tröst:

Ich wünsche euch schonmal einen guten Rutsch ins neue Jahr  :laugh:

Liebe Grüsse

Tanja

Angel50one

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Re: Kinderwunsch trotz Epilepsien in beiden Familien???
« Antwort #8 am: 31. Dezember 2012, 05:42:46 »
Guten Morgen Tanja,


Ich kann deine Ängste verstehen, ich selber hatte auch zimliche angst das meinem Baby was fehlen könnte.
Habe trotz Schwangerschaft einen gesunden Jungen am 22.06.12 zur Welt gebracht ( hatte aber keinen Anfall in der SS )

aber es gibt Ihr jemanden im Forum die Hatte tatsächlich Anfälle in der SS frag da mal bei Jessi76 Sie kann dir bestimmt besser erzählen von den Erfahrungen in der SS (trotz anfälle hat Sie auch einen Gesunden Jungen bekommen )

wünsche dir alles liebe fürs Jahr 2013

lg Melli

Eos

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Re: Kinderwunsch trotz Epilepsien in beiden Familien???
« Antwort #9 am: 01. Januar 2013, 18:08:02 »
Hallo Tanje,
ich glaube jede Mutter hier kennt deine Ängste nur zu genau.
Ich habe unter Lamictal und Timonil, 2 (gesunde) Kinder bekommen.
Anfälle hatte auch während der SS, und habe jedesmal natürlich Angst bekommen. Bis ich auf dem Ultraschall gesehen habe das alles in ordnung ist.
Meine Anfälle haben sich aber in der SS leicht verändert. Bei einem GM sacke ich normalerweise immer zusammen wie ein nasser Sack.
Bin dann allerding immer kerzengrade nach hinten gefallen.
Ich glaube ja, das dies irgendwie unterbewust passiert ist, oder so ähnlich.
Wünsche dir alles gute.
Solltest du noch fragen haben, dann frag.
Gruß
Eos
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konijn

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Re: Kinderwunsch trotz Epilepsien in beiden Familien???
« Antwort #10 am: 01. Januar 2013, 19:04:10 »
Hallo Tanja,

Ich habe zwar eine erworbene Epilepsie, aber was den Kinderwunsch anbelangt bin ich in einer ähnlichen Situation wie du. Ich habe meinen Freund mit zu meiner Neurologin genommen und um ein Beratungsgespräch zum Thema Schwangerschaft gebeten. Davor haben wir uns zusammen eine Liste mit Fragen gemacht, die wir beantwortet haben wollen. Meine Neurologin hat für mich bei der Stiftung Neurologie angerufen (ich lebe in den Niederlanden), um mich fundiert beraten zu können. Ihre Aussage: Das Risiko von Anfällen während der Schwangerschaft hängt stark von der Art der Anfälle ab. Wenn man z.B. stürzt und auf den Bauch fällt oder für einen Moment die Atmung ausfällt, kann es natürlich gefährlich für das Ungeborene werden. Ein Sturz vom Fahrrad auf die Lenkerstange o.ä. wäre auch gefährlich. Fahrradfahren kann man vermeiden. Aber die Frage, ob man Anfälle komplett vermeiden kann (z.B. durch höhere Dosierung) würde ich zusammen mit deinem Neuro besprechen. Der kennt schließlich deine Krankheitsgeschichte am besten.