Autor Thema: Todesgedanken  (Gelesen 3136 mal)

smileypieps

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Todesgedanken
« am: 15. März 2013, 10:53:11 »
- ich meine damit keine suizidgedanken!

seit einiger zeit - kann kein datum fest machen (kam schleichend) - überkommt mich öfter der gedanke, hoffentlich passiert meinem kind/schatz/eltern (halt alle die mir nah stehen) nichts - sterben nicht.

das passiert zum beispiel, wenn ich meinen mann im auto weg fahren sehe, wenn schnee liegt. oder wenn mein kind die treppe runter kommt.
ich laufe auch prinzipiell vor meinem spatz die treppe runter. hab angst ich kann ausrutschen, anfall kriegen  so würde ich mein kind nicht mitreissen. oder kind stolpert so könnte ich es "auffangen".

das ist echt anstrengend und knabbert ganz schön an der psyche.  :escape:

hat jemand ähnliche erfahrungen gemacht?

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Birdie

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Re: Todesgedanken
« Antwort #1 am: 15. März 2013, 11:13:18 »
hi Pieps,

kenne ich zur Genüge. Man macht sich eben Sorgen ums Kind, Eltern, Freunde. Ich denke das ist halbwegs normal. Natürlich gibt es auch Mütter, die es etwas entspannter sehen, aber wir sind eben etwas sensibler.
Wenn hier die feuerwehr vorbei gefahren ist, habe ich auch immer gedacht, oh je, hoffentlich ist meinem Kind nichts passiert 8-)
es ist ja auch so. Es kann immer und überall passieren.
Mütter eben ;-)
Liebe Grüße
Birdie

smileypieps

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Re: Todesgedanken
« Antwort #2 am: 15. März 2013, 11:29:18 »
mh - weiß nicht ob du mich jetzt richtig verstanden hast oder ich dich hier falsch interpretiere.

bin keine mutter, die extreme angst hat um ihr kind. kind stößt sich ja passiert halt, kind klettert im garten auf steine etc. könnte stürzen o.ä. - tut sich dann weh - mh er wirds merken wenns weh tut, dann wird er daraus lernen.

nein - ich meine eigentlich, das mir ohne zusammenhang ganz plötzlich so ein gedanke durch den kopf schießt. gott hoffentlich passiert jetzt nicht. oder wenn mein mann auf arbeit ist - hoffentlich stirbt er nicht. ich brauch ihn doch.

das hatte ich früher nicht.  :escape:

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smileypieps

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Re: Todesgedanken - Verlustängste
« Antwort #3 am: 15. März 2013, 12:39:10 »
bin grad noch durch ein paar beiträge gesurft und was dazu gefunden

Zitat
...aber ich hatte Verlustängste.

Zitat
Mein Mann wollte zur Arbeit, ich bekam urplötzlich furchtbare Angst Ihn zu verlieren, war überzeugt davon das Er nie wieder kommt.

so ungefähr meine ich das auch....  Verlustängste ist wohl der bessere Ausdruck als Todesgedanken

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Antarasis

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Re: Todesgedanken
« Antwort #4 am: 15. März 2013, 14:18:56 »
Seitdem meine Mutter abgehauen ist als ich 5 war, hatte ich auch immer wieder heftige Phasen der Verlustangst. Kürzlich ging es dabei um meinen Freund.

Aber wenn die Phasen wieder abklingen, merke ich, dass all die Sorge an sich nichts bringt. Sie ist nicht nötig, Sie verhindert nichts. Strapaziert nur. Mach dir bewusst, auch Wenn diese Welt grausam ist, wir leben hier in Europa, in Deutschland, einen großen Luxus vergleichsweise. Wir leben lange und vergleichsweise eben auch gut. Die Wahrscheinlichkeit dem Tod zu begegnen ist immer da, aber hier ist sie geringer als sonst wo. Und so gebrechlich wir sein können, so stark können wir auch sein.

Aber ich kenne das echt. Diese Gedanken... man traut dem Frieden einfach oft nicht.

konijn

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Re: Todesgedanken
« Antwort #5 am: 15. März 2013, 18:17:43 »
Ich kenne diese Gedanken auch: Wenn mein Freund mal etwas später als erwartet nach Hause kommt, spielen sich manchmal richtige Kurzfilme von Zugunglücken oder ähnlichem in meinem Kopf ab. Ich würde dies auch am ehesten mit dem Wort Verlustängste beschreiben. Ich hab vor einigen Jahren nach langer Krankheit meinen Vater verloren, seitdem bin ich für solche Ängste anfälliger.
Ich versuche mich dann immer ganz bewusst (manchmal laut mit mir selbst sprechend) zu beruhigen: "So ein Unnsinn. Der Zug hat sicher nur mal wieder Verspätung, wie so oft." Etc.

smileypieps

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Re: Todesgedanken
« Antwort #6 am: 15. März 2013, 18:23:47 »
ja solche sachen mein ich - sag mir dann auch immer, alles gut, er hat keinen empfang oder gerade zu tun oder es ist stau.
aber furchtbar sind diese gedanken schon.

seltsam aber - mich selbst betreffend eigentlich fast gar nicht.

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Eos

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Re: Todesgedanken
« Antwort #7 am: 15. März 2013, 19:32:16 »
Das kenne ich auch zu genüge. Bei mir spielen sich dann auch immer die fürchterlichsten Situationen ab. Wenn meine Kinder mal nicht pünklich von der Schule kommen. Dann habe ich schon Bilder im Kopf, von Fahradunfall - Krankenhaus - Sarg - das macht mir furchtbar Angst. Dann setze ich mich auf mein Rad um ihnen entgegen zu fahren. Und was war, sie haben noch einen zwischenstop bei Lidl gemacht. Dann komme ich mir immer zimlich doof vor.
Aber gut zu hören das ich nicht allein bin, mit so fürchterlichen Gedanken.
Traue keiner Statistik, auch wenn sie nicht gefälscht ist.

smileypieps

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Re: Todesgedanken
« Antwort #8 am: 15. März 2013, 20:09:30 »
gut zu hören, das ich nicht allein bin mit solchen gedanken.

werden aber bestimmt durch medis verstärkt - oder was meint ihr?
hab keppra und lamo.

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Joy

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Re: Todesgedanken
« Antwort #9 am: 16. März 2013, 09:40:21 »
Bei Keppra könnte ich mir das gut vorstellen.

Eos

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Re: Todesgedanken
« Antwort #10 am: 16. März 2013, 14:18:51 »
Keppra und Lamo nehme ich auch, aber ich hatte das auch schon als ich noch Caba und Lamo genommen habe.
Vielleicht sind es aber auch wirklich nur Verlustängste.
Mich hat als Kind auch ein wichtiger Mensch verlassen.
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