Autor Thema: Op im Wachzustand  (Gelesen 29728 mal)

susili

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Re: Op im Wachzustand
« Antwort #135 am: 03. Oktober 2014, 15:25:14 »
ja, es ist schon sehr crazy, wenn man mitbekommt, wie das gehirn ausgetrickst bzw. stimuliert werden kann, das hast du recht serina.

aber ich muß so einen okklusionstest auch kein zweites mal haben.

mir reicht schon jedesmal 1x pro jahr die angiografie, das katheter reinschieben merkt man nur an der vorher örtlich betäubten leiste. und dann merkt man natürlich das kontrastmittel in den hirnarterien, das wird im kopf extrem heiß und kribbelt etwas, man denkt, man muß pipi.

aber ich hatte jedes mal einen extra monitor und konnte zusehen, wo sich der katheter gerade im kopf befand, und wo ein aneurysma ist, sehr spannend, wenn man sieht, wie das blut pulsiert, und sich die hirngefäße bewegen.

man, man, echt verrückt.

liebe grüße, susili

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serina

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Re: Op im Wachzustand
« Antwort #136 am: 03. Oktober 2014, 15:45:02 »
Ja so hat jeder seine Geschichte.
Da machst Du ja was mit, wenn Du jedes Ja die Angiographie machen musst
, aber es ist ja zu Deiner Sicherheit.  :tröst:

Ich hatte die Stimulationen jetzt 2 mal (1 mal mit den Tiefenelektroden und  einmal mit der Plattenelektrode und das reicht mir jetzt bis ich 100 bin ;-)
Keine Op's solcher Art mehr!!!

Übrigens Göre wird bei uns in der klinik gar nicht operiert wenn auf beiden Seiten etwas ist. Also da wird sich auch nicht für eine Seite entschieden.
Wünsche Dir nun, dass Dir der VNS hilft!!!!!!

Seit ein paar Monaten habe ich auch plötzlich auf beiden Seiten ETP's.

Lg serina
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2014, 15:46:50 von serina »
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Re: Op im Wachzustand
« Antwort #137 am: 04. Oktober 2014, 17:04:43 »
gruselig ihr zwei Frauen, einfach gruselig

Serina, wie wurde das mit dem Kopf gemacht, dass der immer in derselben Position war? Kriegtest Du ein *Kissen* oder so?
Hast Du auch ein Schmerzmittel über die Infusion erhalten? Wenn ich denke, bei normalen OP's kriegt man dann sehr starkes Opiat.

Na ja, nur 2 Ärzte. Zu viele Köche verderben den Brei, ging es danach  *lach*
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buddleja

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Re: Op im Wachzustand
« Antwort #138 am: 04. Oktober 2014, 18:20:17 »
Serina, ich bin was das Thema OP´s angeht echt nicht gerade informiert.
Mir stellt sich gerade die Frage wozu man 2 Mal stimuliert mit verschiedenen Elektroden? Hat man beim erstem Mal geschaut was du für evtl. Ausfälle nach der OP haben würdest und dann bei der zweiten OP das Ganze nochmal nur an anderer Stelle und mit einer anderen Elektrode?
Und diese Tiefenelektrode, ist das die gleiche die man auch für die Tiefenhirnstimulation benutzt (ähnlich des VNS nur eben direkt und tief im Hirn, DBS heißt das glaube ich)?
Hat man sie dann bei der OP entfernt oder ist die noch in deinem Kopf und könnte man sie für die tiefenhirnstimulation nutzen?

Viele Fragen, aber das ging mir die ganze Zeit durch den Kopf  ???
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Re: Op im Wachzustand
« Antwort #139 am: 04. Oktober 2014, 19:22:19 »
Ja ich lag auf einem Kissen, das sich meinem Kopf anpasste.

Wenn ich die Schmerzen wieder spürte, wurde am Kopf wieder nachgespritzt und am Op-Tag bekam ich ja eh schon seit 2 Wochen seit der Implantation der Plattenelektrode immer wieder Morphin. Das wird wohl auch noch seinen Teil dazu beigetragen haben.

Zitat
Mir stellt sich gerade die Frage wozu man 2 Mal stimuliert mit verschiedenen Elektroden?
Sorry war etwas unübersichtlich von mir. Das war mit Abstand von 2 Jahren.
Mir wurden damals die Tiefenelektroden (sie sehen schon so aus wie die, die zur Tiefen Hirnstimulation hergenommen werden, aber ob es die gleichen sind?) implantiert, da das normale Monitoring nicht gereicht hat. So mussten eben die Tiefenelektroden her und als feststand, das operiert werden kann, haben sie die Stimulation gemacht. Ein paar Tage später wurden mir die Dinger wieder entfernt und ein halbes Jahr später wurde ich operiert. Das war die 1. Resektion.

Ziemlich schnell, schon nach 5 Monaten wurde dann von einer Nach-Op gesprochen, da ich immer noch Anfälle hatte.
Da wurde dann aber erst nochmal mit Medis probiert, gleichzeitig aber wieder zum Monitoring angemeldet, also wieder die ganzen Voruntersuchungen, also alles von vorne. Normale Monitoring hat eben wieder nicht gereicht also wieder invasives Monitoring. Das hat sich dann doch ewig hingezogen. 1,5 Jahre von der Aussage Nach-Op bis es dann so weit war.

Ja und nun ist es schon 1 1/4 jahre her  :)

Liebe Grüße

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Re: Op im Wachzustand
« Antwort #140 am: 05. Oktober 2014, 08:51:39 »
Hallo Serina,

danke für die Erklärung. Und es war nicht unübersichtlich von dir, nur habe ich auf dem Gebiet ganz wenig Ahnung, so dass es mich einfach interessiert hat.
Da hast du ja eine ganze Menge mitgemacht. Hast du denn lt. Aussage der Ärzte noch eine weitere Chance auf Besserung?

lg buddleja
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Re: Op im Wachzustand
« Antwort #141 am: 12. September 2015, 21:45:39 »
Hi,

die letzte Frage habe ich wohl übersehen und antworte nun nach ewiger Zeit drauf.

Nach der letzten Op gab es nun nach längerer Zeit keine Besserungen mehr, aber das weiß man ja vorher nicht. Also selber weiß man es nicht. Es wird einem ja immer die Chance in %-Zahl gesagt, aber, keiner kann einem dann versichern, dass man da dann dazu gehört.

Allerdings kann ich sagen, dass es mir nun sehr gut geht.
Ich habe alles probiert und nun schaue ich halt einfach wie ich mit den Anfällen umgehe.  Natürlich regen sie mich auf und erst recht, wenn sie sehr unpassend oder peinlich kommen bzw. starke Nachwirkungen haben  >:( Habe auch manchmal schlechte Tage aber naja... Aber nachdem ich mich erholt habe vom Anfall oder den Depritagen muss es weiter gehen....
Natürlich ist das nicht immer so einfach und es kostet auch irgendwie Kraft, aber ich sehe nicht ein, dass die sch... Epi mich unter Kontrolle hat. Nö.... 8) :P *freuemich*

Lg
Ich hoffe, dass irgendwann das Wundermedikament erfunden wird !!!!!!  :)
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Re: Op im Wachzustand
« Antwort #142 am: 18. September 2018, 19:50:13 »
Hallo,

seit langem schreibe ich hier mal wieder was.

Positives. Mittlerweile kann ich diese Zeit mit Abstand sehen und die ganzen Op´s wirken nicht mehr so nach.
Mittlerweile habe ich sogar einiges schon regelrecht vergessen, was echt irgendwie angenehm ist. Gerade diese Op, da muss ich nicht jedes Detail in Erinnerung haben  *freuemich*

Lg
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Re: Op im Wachzustand
« Antwort #143 am: 27. September 2018, 12:40:25 »
Dann schreibe ich auch mal wieder was nach langer Zeit ..... schön, dass Du "Positives" schreibst! Hut ab vor allen nach einer OP im Wachzustand!  *freuemich*
Es ist nicht der Verstand, auf den es ankommt, sondern auf das, was ihn leitet: Herz und Charakter.
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serina

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Re: Op im Wachzustand
« Antwort #144 am: 30. September 2018, 19:18:13 »
Hallo Dideldum,

schön, dass es Dich auch noch gibt. Ich werde Deinen Besuch bei mir im Krankenhaus nie vergessen.
Auch das hat mir bei dem ganzen geholfen  :-)

Hoffe, Dir geht es gut!

Lg Serina

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Re: Op im Wachzustand
« Antwort #145 am: 05. Oktober 2018, 21:14:12 »
Ich versuche mir den Besuch immer bildlich vors Auge zu holen ... aber ich habe mit der Epilepsie so schlechte Merkfähigkeit. Aber Dich vergesse ich trotzdem nicht!!!
Mein Hirn ist inzwischen recht brav, nehme aber immer noch ganz schöne Portion Tabletten. Das letzte halbe Jahr hat es eigentlich Ruhe gegeben.
Sonst plagen mich die Wechseljahre, habe die Scheidung hinter mich gebracht (ist am Nikolaustag 1 Jahr her), lass mal testen ob meine Schilddrüse spinnt bzw. vielleicht mal die Hormone testen lassen wegen Gewicht. Habe ja in meinen Beiträgen mal nachgelesen, dass die Gewichtszunahme kurze Zeit nach der OP losging. Aber Großhadern und Neurologe sagten ja, dass hat nichts damit zu tun bzw. mir geht es jetzt so gut, dass ich halt mehr esse bla, bla. Ich traue mich gar nicht, es zus chreiben ... ich wiege inzwischen ca. 93/94 kg. Damals bei der OP hatte ich glaube ich ca. 70 kg. Bluthochdruck habe ich auch bekommen. Depris kamen auch wieder. Also die Tablettenschachtel ist voll.
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