Autor Thema: Filmtipp - Partnerschaft & Sexualität - "The Sessions - Wenn Worte berühren"  (Gelesen 3372 mal)

ragazzi77

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"The Sessions - Wenn Worte berühren"

Mark O'Brien leidet an Kinderlähmung. Das heißt, er ist zur fast völligen Bewegungsunfähigkeit verdammt und muss die meiste Zeit des Tages in einer eisernen Lunge verbringen. Im Alter von 38 Jahren fasst der eloquente Journalist und begabte Poet einen ungewöhnlichen Entschluss. Er will Sex haben ...

Nach einer wahren Geschichte. Absolut sehenswert!

Ein Mensch mit Lebensfreude, auf seine Weise Energie, Humorvoll, auf seine Art liebevoll und immer neugierig auf das Leben geblieben. :-)

Ich fand es bemerkenswert das er vieles einfach versuchte, trotz dessen (was völlig normal ist) auch er teils nicht unerhebliche Angstschwellen dafür überwinden musste, Rückschläge überwand, anstatt in völligem Sebstmitleid dahin zu vegetieren. Auch wenn er wie jeder Kranke eine solche Phase mal hatte, was denke ich wiederum auch normal ist, solange sie nicht zum Dauerzustand wird.

Was ich ganz besonders und unendlich tiefgründig an einem seiner Gedichte fand:

Marks Gedicht, dessen Anfangsworte lauten: "Lass mich dich mit meinen Worten berühren, da meine Hände, die schlaff neben meinem Körper liegen, es nicht können."

Holiegl

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hey ragazzi ,hört sich sehr vielversprechend an dieser Film .Kommt der im Fernsehen oder DVD?
Ganz liebe Grüße Angie  :-)

sterntaler

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Gegoogelt  ;-) .... DVD.
Klingt schön. LG, Sterntaler

ragazzi77

  • Gast
Hallo Angie

Ich habe meine Videothek sozusagen zu Hause. Hab's über Videoload geschaut da ich Entertain Comfort (TV-Internet-Telefon) habe. Bei Videoload kann man die Filme dann für 2 Tage mieten, wird automatisch mit der Telefonrechnung abgerechnet.

Aber zum Geburtstag und auch mal zwischendurch bekommt man einen Code geschenkt mit dem man sich einen Film seiner Wahl aus dem ganzen Programm ansehen darf. Die hebe ich mir auf, wenn was kommt das mich interessieren könnte noch nicht im Fernseher lief.  :-)

Dadurch kam ich auch auf diesen Film, er wurde dort vorgestellt. Ich fand ihn wirklich sehenswert.
Er wäre mir aber auch schon Aufgrund des dortigen Trailers die Mietgebühr Wert gewesen.  :-)

LG ragazzi

Holiegl

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Hallo Sterntaler ....danke ...

Hallo ragazzi ,dann werde ich mal schauen ,wahrscheinlich hol ich mir ihn auf DVD .

Wünsche euch ein schönes Wochenende  ;)

Liebe Grüße Angie

Cheyenne

  • Gast
Re: Filmtipp - "The Sessions - Wenn Worte berühren"
« Antwort #5 am: 31. August 2014, 20:28:25 »
"The Sessions - Wenn Worte berühren"

Mark O'Brien leidet an Kinderlähmung. Das heißt, er ist zur fast völligen Bewegungsunfähigkeit verdammt und muss die meiste Zeit des Tages in einer eisernen Lunge verbringen. Im Alter von 38 Jahren fasst der eloquente Journalist und begabte Poet einen ungewöhnlichen Entschluss. Er will Sex haben ...

Nach einer wahren Geschichte. Absolut sehenswert!

Ein Mensch mit Lebensfreude, auf seine Weise Energie, Humorvoll, auf seine Art liebevoll und immer neugierig auf das Leben geblieben. :-)

Ich fand es bemerkenswert das er vieles einfach versuchte, trotz dessen (was völlig normal ist) auch er teils nicht unerhebliche Angstschwellen dafür überwinden musste, Rückschläge überwand, anstatt in völligem Sebstmitleid dahin zu vegetieren. Auch wenn er wie jeder Kranke eine solche Phase mal hatte, was denke ich wiederum auch normal ist, solange sie nicht zum Dauerzustand wird.

Was ich ganz besonders und unendlich tiefgründig an einem seiner Gedichte fand:

Marks Gedicht, dessen Anfangsworte lauten: "Lass mich dich mit meinen Worten berühren, da meine Hände, die schlaff neben meinem Körper liegen, es nicht können."



Warum wurde in Deutschland der Wechsel von der Polio-Schluckimpfung zu Polio-Spritzimpfung empfohlen.


Persönliche Erfahrung: Weil die Schluckimpfung S C H E I S S E ist!

Keine Nebenwirkungen-hieß es. Als folgender Satz dann hätte über meine Lippen kommen können ...
"Lass mich dich mit meinen Worten berühren, da meine Hände, die schlaff neben meinem Körper liegen, es nicht können."
... waren die Aussagen in Punkto Seltenheit dann doch wieder sehr relativ. Von 1:1000000 - 1: 50000.



Inaktivierte Polio-Vakzine nach SALK

Bereits 1955 wurde die von SALK entwickelte Vakzine eingeführt. Hierbei handelt es sich um einen Totimpfstoff, bei dem die Erreger durch Formalin abgetötet, d.h. inaktiviert werden. Eine Vermehrung im Körper findet nicht statt. Eine Poliomyelitis durch die Impfung ist daher nicht zu befürchten. Die SALK-Vakzine führt überwiegend zur Bildung von Abwehrstoffen im Blut. Theoretisch besteht die Möglichkeit, dass ein Geimpfter Wildviren in seinem Darm aufnimmt. Gelangen diese jedoch in sein Blut, werden sie sofort durch die hier kreisenden Abwehrstoffe neutralisiert; eine Ausbreitung über das Blut im Körper wird so verhindert. Es besteht ein Individualschutz. Diese Vakzine wird hauptsächlich in Kanada, den USA und den west- und nordeuropäischen Ländern eingesetzt.



Schluckimpfung nach SABIN

1961 entwickelte SABIN eine Lebend-Vakzine. Durch mehrfache Zellpassagen und Heraussuchen von Viren, die ihre Virulenz (=Giftigkeit) gegenüber den Nervenzellen im Rückenmark verloren haben, werden "abgeschwächte" Impfviren gewonnen. Diese werden in Zellkulturen vermehrt und nach Aufarbeitung als Lebendvakzine für die "Schluckimpfung" angeboten. Die Impfung ahmt die natürliche Infektion weitestgehend nach. Die Impfviren vermehren sich im Darm, sodass Abwehrstoffe nicht nur im Blut, sondern auch auf der Darmschleimhaut gebildet werden. Unter besonderen Umständen können die Impfviren im Darm ihre Giftigkeit zurückgewinnen. So besteht bei den Geimpften wie bei deren Kontaktpersonen die Gefahr einer zwar seltenen aber nicht voraussehbaren "Impfpoliomyelitis", der sogenannten "Vakzine-assoziierten.paralytischen-Poliomyelitis" (s.u.).

Die Schluckimpfung nach SABIN wird heute vor allem in den ost- und südosteuropäischen Ländern sowie ausschließlich in den Entwicklungs- und Schwellenländern angewandt. Gründe dafür sind die einfache Durchführung der Impfung, der niedrige Preis sowie die Verbreitung des Impfvirus von Geimpften auf Kontaktpersonen. Da das Impfvirus bereits im Darm einen Schutz bewirkt, wird die Zirkulation von Wildviren in der Bevölkerung unterbrochen. Die Schluck-Impfung nach SABIN ist daher auch der Impfstoff der Wahl zur etwaigen Abriegelung von Polio-Ausbrüchen.



Impfpoliomyelitiden

Mit dem Rückgang der durch Wildviren hervorgerufenen Polio-Erkrankungen traten die in Zusammenhang mit einer Schluckimpfung auftretenden Impfpoliomyelitiden ("Vakzine-assoziierten-paralytischen-Poliomyelitiden") stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung: Der einzige -aber gravierende- Nachteil der Lebendvakzine ist das Auftreten solcher Impfpoliomyelitiden, charakterisiert durch Lähmungen für mindestens 6 Wochen. Die Erkrankung kann nach einer Schluckimpfung beim Geimpften auftreten, aber auch bei Personen, die Kontakt zu einem Geimpften hatten, da das Impfvirus bis zu 6 Wochen mit dem Stuhl ausgeschieden werden kann. Das Krankheitsbild wie auch das Ausmaß der Lähmungen entsprechen denen nach einer Wildvirus-Infektion. Die Ursache der Impfpoliomyelitiden ist unbekannt. Wahrscheinlich können Impfviren ihre "Giftigkeit" unter bestimmten Bedingungen im Darm zurückgewinnen. Besonders gefährdet sind Menschen mit einer angeborenen oder erworbenen Abwehrschwäche. Jedoch ist ein solches Risiko nicht immer voraussehbar, da auch Menschen ohne nachweisbare Abwehrstörungen an einer Impfpoliomyelitis erkranken.

Die Häufigkeit solcher Impfpoliomyelitiden wird von der WHO bei Impflingen und Kontaktpersonen gleich hoch mit ca. 1 x auf 3,3 Mio. Impfungen angegeben. Berechnet auf Impfdosen wird in den USA die Frequenz bei den Geimpften mit 1 : 6,2 Mio. und bei Kontaktpersonen mit 1 : 7,6 Mio. genannt. Für Kinder wurde das Auftreten von einer Impfpoliomyelitis auf 750.000 Erstdosen errechnet. In Deutschland existieren Daten zu der von den Behringwerken zwischen 1964 und 1996 verkauften Dosen für die Schluckimpfung (OPV). Danach sind in diesem Zeitraum bei Geimpften 27 Fälle und bei Kontaktpersonen 11 Fälle von Vakzine-assoziierten paralytischen Poliomyelitis (VAPP-)- Fällen bekannt geworden.

Ausgehend von der Annahme, dass etwa 85% der Impfdosen tatsächlich verimpft worden sind, muss das Risiko einer Impfpoliomyelitis bei Geimpften auf etwa 1 Fall pro 4,5 Mio. Impfungen und bei Kontaktpersonen auf etwa 1 Fall pro 11 Mio. Impfungen geschätzt werden. Gemeldet werden in Deutschland jährlich 1 - 3 Fälle von Impfpoliomyelitiden.

Angesichts der Tatsache, dass Polio-Erkrankungen durch Wildviren in Deutschland heute nicht mehr auftreten, ist die Hinnahme solcher durch Impfungen hervorgerufener Polio-Erkrankungen ethisch nicht mehr vertretbar.


Quelle: http://www.polio-berlin.de/Text/schluck1.html



Wenn es diesen "Todimpfstoff schon sooo lange gibt, warum lässt man mich dann noch im Jahr 1996 diesen *** "Lebendimpfstoff" schlucken?  >:-(  Ich hoffe nur das ich auch hier mal wieder etwas falsch interpretiert habe, würde mich sonst momentan - Hmm, ich weiß grad gar nix mehr.  :´-( 

Ach man, vermutlich bin ich auch gerade einfach auf der Suche nach irgendeinem Schuldigen um etwas Last los zu werden. Ist doch schon 18 Jahre her, was soll das also... Ich hatte doch zumindest das Glück nicht in eine eiserne Lunge zu müssen und meine Lähmungen gingen auch wieder weg...