Autor Thema: Stecke in einem Tief  (Gelesen 1466 mal)

sonnenaufgang

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Stecke in einem Tief
« am: 30. März 2006, 16:32:38 »
Hallo ihr Lieben
Stecke in einem Tief. Seit 6 Monate nehme ich nun Lamictal. Die Anfallsfrequenz ist echt zurückgegangen. Habe auch nur noch kleinere Anfälle. Das EEG war vor 3 Wochen viel besser als vor einem Jahr.
Nun habe ich aber seit 2 Wochen wieder viel mehr Anfälle, einfach fokale. Seit heute Nachmittag mit Generalisierungstendenz.

Habt ihr unter der Medikation auch so Hochs und Tiefs betr. Anfälle?

Im Moment hab ich einfach nur die Nase voll, und frag mich was die Medis bringen, ausser Nebenwirkungen. War am Anfang echt begeistert, da ich wirklich viel weniger Anfälle hatte. Kann das sein, dass sich der Körper an die Medis gewöhnt und man dann immer mehr nehmen muss?
Ich weiss gar nicht ob wieder zum Neurologen muss, oder ob dies einfach dazu gehört.
Bin so froh, wenn ich von euch einen Rat bekomme.
Seni

nicole73

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Re:Stecke in einem Tief
« Antwort #1 am: 30. März 2006, 17:46:18 »
Hallo Seni,

ich kann dir leider bei deinem Problem mit dem Medikament nicht helfen, da ich noch am Aufdosieren bin - ich soll auf 400 mg gehen  und bin momentan bei 275 mg. Ich habe noch kleine Anfälle. Bei mir ist es so das ich mich über kleine Fortschritte freue... aber ich habe auch meine Tiefs wo ich denke warum, wie solls weiter gehen und so. Das sind dann so Tage wo ich dann mehr kleine Anfälle habe.

Ich denke aber schon das sie der Körper grundsätzlich an Medikamente die wir über längere Zeit nehmen gewöhnen kann und das betrifft nicht nur Antiepileptika.

Kopf hoch, da kommst du durch, durch dieses Tief.

LG Nicole

hannah

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Re:Stecke in einem Tief
« Antwort #2 am: 30. März 2006, 19:58:47 »
also, seni, ab zum neurologen mit dir!!!
vielleicht solltest du dir über einen arztwechsel nachdenken -
einfach etwas neues ausprobieren. ich habe den eindruck,
dass ein neurologenwechsel ab und zu gut ist. mir hat es
geholfen. der arzt wird mit der zeit irgendwie "betreibsblind".

wenn du dich mit dem medikament nicht wohl fühlst, ist das selbstverständlich deine subjektive meinung. aber die beste und wichtigste meinung - es wird sich ein passendes mittel finden - hab' geduld.

-hannah-
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sonnenaufgang

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Re:Stecke in einem Tief
« Antwort #3 am: 31. März 2006, 09:36:53 »
Danke für eure aufmunternden Wort.
Also gestern hab ich noch meinem Neurologen telefoniert, weil es mir so bechi... ging. Ich saget der Arzthelferin, dass ich wirklich in einem Tief stecke und ob es möglich wäre kurz mit dem Arzt zu reden.
Sie sagte nur, der Arzt sei so gut wie schon weg und die ganze nächste Woche auch nicht da.
Ich schilderte ihr das Problem, da merkte sie wohl, dass es für mich dringen wäre einen Rat zu bekommen.
Nach einem Moment kam sie dann ans Telefon zurück und sagt nur, der Arzt habe gesagt ich solle jetzt noch 5 Tage mit dieser Dosis weiterfahren, wenn es dann nicht besser wird um 50mg erhöhen. Ich kam mir sehr abgewimmelt vor und werde mich in nächster Zeit gut überlegen, wann ich den  Neurologen anrufe.
Nächste Woche kann ich wenigstens zumeinem Hausarzt. Habe da schon lange einen Termin für die obligate Blutkontrolle.
Ich werde es überstehen, aber manchmal habe ich eine richtige Wut auf ich die Aerzte.
Seni

Rhodos1983

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Re:Stecke in einem Tief
« Antwort #4 am: 31. März 2006, 11:10:47 »
Hallo Seni,
ich kann gut verstehen, dass Du Wut auf die Ärzte hast. Ich bin mit meinem Sohn in drei Jahren auch schon beim dritten Neurologen. Einer hat noch nicht mal mit einem am Telefon gesprochen. Als ich mal anrief, sagte die Arzthelferin, der Doc gibt am Telefon keine Auskünfte. So etwas habe ich noch nie erlebt und habe wirklich schon mit vielen Ärzten zu tun gehabt.

Die Kinderärztin meines Sohnes konnte ich sogar privat anrufen, wenn  es Probleme gab oder ich Fragen hatte.
Halt die Ohren steif und lass Dich nicht unterkriegen. Mein Sohn ist auch manchmal deprimiert, weil er wegen seiner Medikamente keinen Alkohol trinken darf. Er hat zumindest seinen besten Freunden gesagt, warum er keinen Alkohol trinkt, und hat keine Probleme damit gehabt. Wenn er deprimiert ist, muss ich ihn auch immer wieder aufbauen.

hannah

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Re:Stecke in einem Tief
« Antwort #5 am: 31. März 2006, 18:00:41 »
das tut mir leid zu hören, seni!

eine ferndiagnose am telefon vom neurologen!
hat er in der nächsten woche eine vertretung,
mit der du sprechen könntest?
ich denke, dass es sehr wichtig ist, mit jemand
über dein tief zu sprechen oder vielleicht kannst
du mit deinem hausarzt sprechen?

lg
hannah
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