Autor Thema: Ängste. Mein Sohn  (Gelesen 660 mal)

Ellena

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Ängste. Mein Sohn
« am: 06. April 2017, 23:09:47 »
Hallo liebe Leute,
mein Sohn (23) hat im letzten Monat 3 Anfälle bekommen. Ich war kein einziges mal dabei, aber zum Glück seine Freunde. Er ist seit eine Woche raus aus dem Krankenhaus. Bei ihm waren alle drei mal Schlafmangel, Alkohol und Cannabis die Auslöser.  Diagnose: "Häufung generalisierter epileptischen Anfälle durch Alkohol und Cannabikonsum sowie Schlafmangel". Mein Sohn hatte bis jetzt nur als Säugling Fieberkrämfe bis zum 3 Lebensjahr, sonst nichts. Jetzt muss er drei Monate lang erstmal Lavetiracetam nehmen. Die Ärzte sagten zwar, dass es normalerweise nicht mehr die Anfälle kommen sollten, wenn er genügend schläft und gar kein Alkohol oder Cannabis konsumiert, aber ich habe solche Ängste.... Ich dreh durch. Dazu kommt es, dass er vor drei Monaten ausgezogen ist und in einem WG mit seinem Kumpel zusammen wohnt. Ich hab es geschafft, ihn zu überzeugen, ein paar Wochen bei mir zu bleiben. Er will aber zurück bald in seiner Wohnung. Ich werde es nicht schaffen einfach.... ich möchte ganze Zeit wissen, wie es ihm geht. Habe Angst, dass ich wieder was verpassen kann. Was ist wenn er wieder so was bekommt und sich dabei schlimm verletzt und  sein Kumpel ist auch nicht da????? Anderseits möchte ich ihn nicht noch zusätzlich stressen, denn er ist auch schon meinetwegen sehr besorgt. Ich konnte die Woche nicht arbeiten. Was soll ich machen? Und hat vielleicht jemand auch schon solche Erfahrung. Kann er noch komplett geheilt werden durch diese Medikamente, wenn er auch nicht mehr Cannabis und Alkohol konsumiert?  Also bis jetzt nach 10 Tage Medikamente kein Anfall.
Ich danke euch ganz herzlich!

aggi61

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Re: Ängste. Mein Sohn
« Antwort #1 am: 07. April 2017, 07:35:59 »
Moin Ellena

Verständlich, dass du dir Sorgen um deinen Sohn machst - welche Mutter würde sich nicht Sorgen um eines ihrer Kinder machen (ich hab vier davon ... kann ein Lied davon singen ... )

Aber: Dein Sohn ist 23!

Er ist erwachsen ...
Wenn er über die Ursache seiner Anfälle aufgeklärt ist - dann wirst du ihn nicht auf Dauer zwingen können, sich "Epi-konform" zu verhalten.

Zeig ihm, dass du Vertrauen in ihn hast und nimm ihm den Druck von deiner Seite weg. Lass ihn - zumindest ein Stück weit - los  :)
Er muss seine eigenen Erfahrungen machen und du wirst es eh nicht verhindern können ...

Anfänger haben die Arche gebaut - Profis die Titanic ;)

Schlaf - ist das nicht dieser halbherzige Coffeinersatz???

GuydeLusignan

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Re: Ängste. Mein Sohn
« Antwort #2 am: 07. April 2017, 14:05:08 »
Da dein SOhn sicherlich von dem behandelnden Arzt aufgeklärt wurde....
nun, er ist volljährig, somit angeblich mündig... also lass ihn machen, was er will. mit Moralpredigten etc. erreichst du ncihts.
Wenn er meint, sich Drogen(legal und illegal) in die Birne hauen zu müssen, dann lass ihn. Er wird schon sehen, was er davon hat.
Aus Schaden, wird man bekanntlich klug.
und rund um die Uhr bewachen, kannst du ihn eh nicht.

Natürlich könnte man seinen Freunden mal erklären, das Alkohol und sonstige Substanzen, im Falle deines Sohnes, eine verdammt dumme Idee sind und diese doch evtl. im Interesse ihres freundes/Mitbewohners, ein wenig auf ihn achten sollten.
Morgens, 7 Uhr in Deutschland:
Epi: Guten Morgen GdL
GdL: Guten Morgen  Epi, gut geschlafen?
Epi: Hmh ja, gehen wir jetzt spielen?
GdL: Nö, bleib du mal liegen, ich hab keine Zeit für dich.