Autor Thema: Cannabis zu medizinischen Zwecken - und Diskussionen darüber  (Gelesen 7171 mal)

aldente111

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Re: Cannabis zu medizinischen Zwecken - und Diskussionen darüber
« Antwort #15 am: 03. September 2018, 16:56:39 »
Ähm .... Sorry, aber Devadder: THC ist nicht das richtige bei Epilepsy

CBD ist der entsprechende Wirkstoff.

https://www.youtube.com/watch?v=YJ1yxEbx1Bg

Hier auch von der Epi-gesellschaft die Stellungnahme aus 2017

http://www.dgfe.org/home/index,aid,6523.html
« Letzte Änderung: 03. September 2018, 17:04:44 von aldente111 »

devadder1967

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Re: Cannabis zu medizinischen Zwecken - und Diskussionen darüber
« Antwort #16 am: 12. September 2018, 11:00:25 »
Hallole,
unsere Grundidee war ja einfach nur Cannabis. Nach Suche kam Freiburg als forschende Uni heraus. Dort wurde ja dann erstmal Antrag fürs Dronabinol gestellt (iss ja billiger) und der Versuch lief an. Die sollten das, was du gefunden hast ja am besten wissen!?
Wir bleiben dran!
Gruß Jörg

Dominik79

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Erfahrungen mit Cannabis
« Antwort #17 am: 09. Oktober 2018, 15:10:38 »
Hallo zusammen,

ich lass gerne mal einige meiner Erfahrungen hier:

Ich bin mit Lamotrigin ganz gut eingestellt. Zumindest hab ich keiner körperlichen Anfälle mehr, sondern "nur" noch Auren in höchst unregelmäßigen Abständen. Mal 6 Wochen lang gar keine und dann 2-3 innerhalb von drei Tagen. Gegen die Nachwirkungen einer Aura hatte ich Tavor (Benzodiazepin). Warum das Mist ist, muss ich hier nicht weiter erklären. Wer es nicht weiß, einfach mal nach "Benzos" Googeln.

Nachdem Cannabis verschrieben werden durfte, hab ich das gleich mal ausprobiert. Beides: einmal mit hohem THC- und einmal mit hohem CBD-Gehalt.

CBD hilft gegen körperliche Symptome wie Krämpfe und innerliches Spannungsgefühl. Wenn es allerding um die psychischen Nachwirkungen einer Aura geht, hilft bei mir THC. Machmal ist es sogar so, als würde das THC die Aura aufheben. Ich fühle mich nach der Einname (Verdampfen) von THC-haltigem Cannabis weder bekifft, noch fühle ich die Aura. Meist ist es wirklich so, dass ich nach dem Cannabis wieder weiter machen/arbeiten kann, wie wenn nichts gewesen wäre.

Aber Vorsicht!!! Ich bediene keine Maschinen und ich fahren dann auch nicht mehr Auto!

Mir hilft Cannabis also sehr. Allerdings mehr das mit dem hohen THC-Gehalt.

Aoife

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Re: Cannabis zu medizinischen Zwecken - und Diskussionen darüber
« Antwort #18 am: 09. Oktober 2018, 15:51:07 »
Das klingt spannend! Darf ich fragen wie du das CBD verschrieben bekommen hast? So wie ich das mitbekomme, ist es bisher ja eher bei schweren, therapieresistenten Formen indiziert. jedenfalls hätte ich nicht gedacht, dass ich meinen Neuro überhaupt danach fragen könnte.
Wenn man diese Auren loswerden/überbrücken könnte, wäre ich sehr, sehr glücklich.  ;-) Und nach dem Benzo kann ich ja auch keine Maschinen bedienen oder andere gefährliche Dinge machen - das wöre keine große Einschränkung.  8)

TablettenJunky :)

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Re: Cannabis zu medizinischen Zwecken - und Diskussionen darüber
« Antwort #19 am: 10. Oktober 2018, 06:44:53 »
Verschrieben bekommen wirst du es über ein normales Rezept. Allerdings musst du einen Antrag der Kostenübernahme bei der KK stellen. Dafür wird dir der Arzt ein Attest anstellen.
Wie du schon schriebst, es wird nur für die ausgestellt die mittlerweile Pharmakoresistent sind. Dann wird bestätigt das die Schulmedizin nicht weiter kommt.
DAs Öl kostet allerdings auch eine Menge Geld. Ich habe hier ein Flasche die etwa 2500 - 3000 € wert ist. Dazu brauch man dann noch eine Apotheke die es herstellt und ich rate dir vorher nach zu hacken wienlange die das Öl schon herstellen. Also Welche Erfahrung die Apotheke hat. Mir wurde Adressen von Bonn mit gegeben die geprüft wurden.

Dominik79

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Re: Cannabis zu medizinischen Zwecken - und Diskussionen darüber
« Antwort #20 am: 10. Oktober 2018, 11:23:24 »
Also ich bin einfach zu meiner Hausärztin gegangen und sie verschreibt mir, was ihr sinnvoll erscheint. Nachdem jetzt jeder Hausarzt Cannabis verschreiben darf, musst du keine Resistenzen oder andere Unverträglichkeiten medizinisch beweisen, wie es vorher mit den Sondergenehmigungen war. Entscheidend ist, dass dein Hausarzt es für sinnvoll hält, dir Cannabis zu verschreiben.
Es ist richtig, dass du eine Übernahme deiner KK haben musst, um die Kosten zurück zu bekommen. Die werden aber langsam auch immer tolleranter. Ansonsten bleibst du auf den Kosten sitzen. Das Gramm kostet ca. 15,- - 17,- Euro.

Für meine Ärztin war das Thema auch recht neu und so haben wir zusammen geschaut, was welchen Effekt haben müsste und dann haben wir einfach verschiedene Sorten probiert. Also ich  ;)

Aber unbedingt vorher mit deiner Apotheke sprechen, welche Präparate sie beziehen können!
Es herrscht nämlich großer Lieferverzug. "Penelope" zum Beispiel hat ein ausgewogenes Verhältnis von CBD und THC... ich warte aber auch gerade seit 5 Wochen darauf...
"Bedrocan" ist wohl besser zu beziehen. Meine Apotheke hat es mittlerweile sogar vorrätig. Aber vorsicht!!!! Bedrocan hat einen sehr hohen THC Anteil und 0 CBD. Mir hilft es dabei die Nachwirkungen einer Aura zu verdauen (Benommenheit und Depri).