Autor Thema: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??  (Gelesen 4582 mal)

jacky01

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Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« am: 27. September 2017, 23:23:01 »
hallihallo,

mein Sohn hat seit 2009 gelgentliche Anfälle...ca 3 - 8 im Jahr.
Daher habe ich ihn nie medikamentös behandeln lassen.
Nun haben die Anfälle aber leider dieses Jahr stetig zugenommen, so dass ich ihn evtl einstellen lassen möchte...bin da noch am überlegen.
Es sind z.Zt. ca 10 im Monat, die alle im Schlaf auftreten, und nach ca 2 min vorbei sind.
Eine Freundin hat vor einiger Zeit etwas über Hanf gegen Epilepsie im Fernsehen geschaut, und ich bin seit Montag dabei, im Internet zu lesen.  Es scheint ja doch etwas dran zu sein !
Jetzt wollte ich gerne mal wissen, ob hier jemand im Forum ist, der schon eigene Erfahrungen damit gemacht hat....ich würde schon sehr gerne das Hanföl ausprobieren und eure Erfahrungen kennenlernen.

Danke und gute Nacht !    :)

smuggi83

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Re: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« Antwort #1 am: 28. September 2017, 10:07:17 »
Hey Du,

Also ich habe mich da kürzlich auch informiert, wegen einer Freundin die an Epilepsie leidet und sie probiert es gerade aus. Es ist zwar noch zu früh um zu sagen, dass es erfolgreich ist, aber es sieht  bisher ganz gut aus.
"Es gibt inzwischen Bestrebungen, Cannabidiol als offizielles Medikament zur Behandlung von Epilepsie auf den Pharmamarkt zu bringen. Diese Diskussion war angestoßen worden, nachdem amerikanische Eltern ihrem an Epilepsie schwer erkrankten Mädchen Öl unter die Zunge spritzten, welches sie zuvor aus Marihuana gewonnen hatten. Dadurch wurde der Gesundheitszustand offenbar massiv verbessert" (Quelle: https://www.cbd-cannabidiol.de/)

Darüber hinaus gab es eine CNN Studie zu diesem Thema die du hier findest: http://edition.cnn.com/2017/05/24/health/cannabidiol-epilepsy-study/index.html

Ich sag es mal so... schaden kann es nicht - es ist ein natürliches Produkt, was man immer einer stärkeren Medikation vorziehen sollte.

spike

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Re: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« Antwort #2 am: 29. September 2017, 10:11:05 »
Entschuldigung,

Aber bei einem Kind Hanföl " auszuprobieren" ..... Da stellt es mir alle Haare auf.
Auch andere illegale Drogen sind natürlichen Ursprungs und deswegen nicht ungefährlich.
Cannabis greift entscheidend in die Hirnentwicklung ein, führt zu Reifungsstörungen.
Ich möchte hier keine Drogen - Hanföl - Diskussion entfachen.  Hanföl hat sicherlich seine Berechtigkeit, wenn man mit der Medizin nicht mehr weiterkommt.
Aber so eine Substanz bei einem Kind auszuprobieren, im nächsten Beitrag unterstützt mit der Begründung des natürlichen Ursprungs, das kann ich nicht unwidersprochen stehen lassen.
Ich arbeite mit Suchtkranken, darunter auch Menschen, die im Alter von 6-7 Jahren mit Cannabis begonnen haben. Dieses Leid, diese ruinierte Zukunft ist unglaublich anzusehen.

Ich hoffe es geht der Entscheidung eine gründliche, fundierte Information und reife Meinungsbildung voraus.

LG, Spike

Tiffy

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Re: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« Antwort #3 am: 29. September 2017, 11:22:33 »
Ich selbst habe auch schon mal CBD -Öl eingenommen.
Die Meinung, dass pflanzliches ja nicht so schlimm ist kann ich nicht vertreten.
Bei hat es Nebenwirkungen ausgelöst bzw. die Wirkung meiner Schilddrüsen-Medikamente/Hormone gestört.
Ich würde da auch vorsichtig sein, da es ja offensichtlich Einfluss auf den Hormonspiegel hat und ein ausgeglichener Hormonspiegel ist meines Wissens sehr wichtig, gerade was es die Entwicklung und den Wachstum eines Kindes angeht.
Ich habe es sofort wieder weggelassen.

Übrigens, es gibt hier schön viele Beiträge zu diesem Thema.
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Lamotrigin biomo: morgens 250 mg und abends 250 mg
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aggi61

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Re: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« Antwort #4 am: 30. September 2017, 08:25:42 »
Es gibt wohl eine Studie - ist wohl noch am laufen, nach der Epidiolex bei Dravet und Lennox-Gastaut - Syndrom ausgetestet wird.

Allerdings würde ich auch nicht meinem Kind frei Hand CBD geben, wenn (anscheinend) dafür keine entsprechende Diagnose vorhanden ist.

https://arznei-news.de/epidiolex/
Anfänger haben die Arche gebaut - Profis die Titanic ;)

Schlaf - ist das nicht dieser halbherzige Coffeinersatz???

Joy

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Re: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« Antwort #5 am: 01. Oktober 2017, 10:34:17 »
Einem Kind CBD-Öl statt normale Tabletten zu geben finde ich etwas hart und sorry, aber auch unversntwortlich. Grade im Kindesalter sollte man nicht so viel herumexperemintieren. Kriegt sowas irgendwie die Schule mit, ist das Kind durch das Jugendamt vielleicht auch weg.

Und es gibt auch genügend andere Pflanzen, die Menschen umbringen, wegen weil es ist ja nur pflanzlich...

lg Joy

Jan7

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Re: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« Antwort #6 am: 01. Oktober 2017, 14:15:49 »
CBD (Cannabidiol) ist ein Cannabinoid, das nicht psychoaktiv ist!  Es soll etwas angstlösend und entkrampfend wirken. CBD ist jedoch sehr sehr teuer! Die ganzen Benzodiazepine halte ich für weitaus gefährlicher als Cannabis. Aber man kann alles gebrauchen oder missbrauchen. Da darf man Cannabis schon nicht unterschätzen. Aber "nur" CBD -Öl würde ich jetzt nicht als gefährlich betrachten. Ein "high" oder "stoned" kann man dadurch nicht auslösen, dafür ist hauptsächlich das THC verantwortlich.
Ich habe auch mal CBD-Öl ausprobiert, konnte allerdings keine Verbesserung der Anfallssituation feststellen. In meinem Fall ist das THC sehr wichtig- klingt blöd, ist aber wirklich so.
Wie alt ist das Kind denn?
Ich würde das aber mit dem Arzt besprechen und keinen Billigschrott aus dem Internet ausprobieren.
LG

fruehling2

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Re: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« Antwort #7 am: 30. Oktober 2017, 12:24:03 »
Ich selbst habe auch schon mal CBD -Öl eingenommen.
Die Meinung, dass pflanzliches ja nicht so schlimm ist kann ich nicht vertreten.
Bei hat es Nebenwirkungen ausgelöst bzw. die Wirkung meiner Schilddrüsen-Medikamente/Hormone gestört.
Ich würde da auch vorsichtig sein, da es ja offensichtlich Einfluss auf den Hormonspiegel hat und ein ausgeglichener Hormonspiegel ist meines Wissens sehr wichtig, gerade was es die Entwicklung und den Wachstum eines Kindes angeht.
Ich habe es sofort wieder weggelassen.

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fruehling2

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Re: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« Antwort #8 am: 30. Oktober 2017, 12:35:10 »
Ich habe keinerlei Erfahrung mit Cannabis. Obwohl diese Wunderdroge schon seit dem Mittelalter bei Epilepsie angezeigt ist. Aber ich habe in jungen Jahren sehr erfolgreich die kedogene Diät gemacht und war ein Jahr anfallsfrei, allerdings nahm ich die Medikamente schon seit 8 Jahren. Auch das EEG war damals ganz normal und der Arzt versuchte die Medikamente auszuschleichen. Dann kam es leider zu einem Status epilepticus und ich hatte Glück, man brachte mich von der Bio-Klinik sofort in die Uni-Klinik und ich wurde wieder eingestellt mit Medikamenten. Warum wurden Medikamente überhaupt entwickelt, wenn Hanf und Cannabis die Wunderdroge ist, die bei Epilepsie so erfolgreich ist und das schon seit dem Mittelalter?

Marecca

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Re: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« Antwort #9 am: 16. März 2018, 19:02:42 »
Habe mich schon einmal ein bisschen intensiver mit diesem Thema beschäftigt und muss ehrlich zugeben, dass es bei mir schon eine durchwegs positive Wirkung gezeigt hat, sprich die Anzahl der Anfälle ging deutlich zurück.

Aber vielleicht magst du dir ja mal folgenden informativen Artikel durchlesen: http://cbd360.de/gegen-epilepsie/.

Der gibt meiner Meinung nach schon gut Aufschluss darüber, was die Wirkung von Hanf-Öl auf Epilepsie betrifft.

Tiffy

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Re: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« Antwort #10 am: 19. März 2018, 08:05:42 »
Ich selbst, habe es auch schon mal mit CBD-Öl probiert und konnte keine Besserung feststellen. Nebenwirkung waren allerdings Verdauungsstörungen.
Grund dafür, dass Cannabis im Mittelalter als Wunderdroge erfolgreich bei Epilepsie angewandt wurde, ist für mich zweifelsfrei das im CBD-Öl nicht enthaltene THC.
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Tiffy

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Re: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« Antwort #11 am: 19. März 2018, 08:26:37 »
CBD-Öl bei/gegen Epilepsie einzunehmen ist genauso wirkungslos, wie eine Aspirin ohne Acetylsalicylsäure gegen Kopfschmerzen einzunehmen.
Für mich völlig unverständlich,  dass Cannabis bzw THC nicht als Medikament zugelassen wird.
Es ist so hilfreich bei vielen Erkrankungen.
Man kann in Coffeeshops in Holland auf MS kranke Omas mit Rollatoren treffen, die bei Schüben Cannabis konsumieren um diese zu ertragen.
Grund dafür, dass es nicht freigegeben wird ist wohl die Pharmaindustrie, der eine Menge Kohle durch die Lappen ginge, wenn Cannabis freigegeben würde. Sie könnten die wie wir alle Wissen die zum Teil sehr teuren Medikamente nicht mehr loswerden.
Cannabis und Legalisierung ist in Deutschland ein Thema........ einfach lächerlich!  :weirdo:
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Tiffy

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Re: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« Antwort #12 am: 19. März 2018, 10:03:30 »
So, schon wieder ich, weil mich dieses Thema immer wieder beschäftigt und auch für mich präsent ist.
Ist mir auch so was von SCH....-egal, wenn ich dadurch mal Pobleme bekommen sollte, weil ich hier so meine Meinung preis gebe!!!
Definitiv ist es nicht so risiko behaftet einen "Keks" zu mümmeln  :eatfish: als sich regelmäßig eine Tavor einzuwerfen.
Ich habe mir auch schon mal Cookies gebacken. Negative Wirkungen konnte ich nicht feststellen. Entspannung, angstlösend und noch ein positiver Nebeneffekt, den ich bei mir feststellen konnte, war der, dass es nicht wie bei anderen Beruhigungsmittel eine "Unlust" mit sich bringt, sondern eher das Gegenteil.
Würde ich jemals ein Problem wegen Cannabiskonsum aufgrund meiner Erkrankung bekommen (ich konsumiere natürlich keines ....) würde ich damit wohl bis vor den Bundesgerichtshof gehen!
Genauso widersinnig ist es, dass z.B. ein Holländer der in seinem Herkunftsland am Wochenende "einen" geraucht hat und hier ein paar Tage später in eine Verkehrskontrolle kommt und vielleicht "abpillern" muss bei dem dann THC nachgewiesen wird keine Strafe droht! Wenn jedoch ein Deutscher, der in seinem Kurzurlaub in Holland einen geraucht hat und eine Woche später "abpillern" muss, der Führerschein für mindestens ein Jahr entzogen wird, sich einer MPU unterziehen muss und auch als Verkehrsteilnehmer mit einer MOFA als gefährlich eingestuft wird einfach verballert!!!
Dieses Thema Legalisierung ist einfach nicht zu präsent hier in Deutschland, oder wird unter den Tisch gekehrt!
Eher sollte der Verkauf von Alkohol an Autobahnraststätten verboten werden!
Die Holländer schätzen die Gefahr von Alkohol offensichtlich realistischer ein. Das trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit ist dort strengstens verboten. Von besoffenen geht eine große Gefahr aus. Ein Mensch der sich auf dem Markt auf einer Parkbank einen raucht, pöbelt keine Leute, wird nicht aggressiv und verprügelt niemanden.
Immer wieder erheiternd ist allerdings wie Cannabiskonsum in deutschen Fernsehserien insofern thematisiert wird. Auf die Art und Weise zum Beispiel, dass der Vater von Kommissar Thiel im Münster Tatort seine eigene Plantage hat und sich am Taxistand einen raucht. Oder er macht sich mit der Staatsanwältin Klemm einen netten Abend und sie schmöcken Einen. Und das ist nur ein Beispiel. Mittlerweile wird es in vielen Serien oder Filmen auf diese Art und Weise thematisiert. Sicher ein Fortschritt für Deutschland.


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Re: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« Antwort #13 am: 20. März 2018, 07:34:36 »
Epilepsie und Diabetes:neueste Forschungsergebnisse
Zusammenhang zwischen Epilepsie und Diabetes
Sie werden überrascht sein, es zu hören, aber laut neueren Forschungen haben Epilepsie und Diabetes mehr gemeinsam, als bisher angenommen. Die wichtigste Gemeinsamkeit ist der schwankende Blutzucker. Menschen mit Hyperglykämie - beim Nichtdiabiker - neigen dazu, fokale oder lokale Anfälle zu bekommen. Und diejenigen, die hypoglykämisch sind, neigen eher zu tonisch-klonischen Anfällen.
Obwohl einige Patienten und sogar Ärzte anderer Meinung sind, gibt es wirklich keinen großen Unterschied zwischen einem diabtischen Anfall und anderen Formen von Anfällen, wie z.B. Epilepsie verursacht. Während die Symptome in der Regel die gleichen sind, gibt es einen signifikanten Unterschied - die Blutzuckerunregelmäßigkeiten, die dazu führen können, dass ein diabetischer Anfall auftreten kann, bis hin zum Koma. Wenn die Anfälle durch Blutzuckerschwankungen verursacht werden, spricht die Behandlung mit Anti-Anfall-Medikamenten - die elektrische Impulse im Gehirn ansprechen - die falschen Probleme an. Interessanterweise zeigen erste Tests, dass ein Diabtikermedikament , das bei Diabetikern weit verbreitet ist, auch als wirksame und sichere Methode zur Behandlung von Epilepsie anerkannt werden könnte."Metformin" könnte laut Berichten besonders nützlich sein, wenn es um die Behandlung von Patienten mit Epilepsie geht, die resistent gegen Medikamente sind. (Findet man unter Epilepsie- u. Anfallsinformationen im Internet).

Muschelschubser

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Re: Cannabis - Öl...CBD...hat jemand da Erfahrung ??
« Antwort #14 am: 21. März 2018, 21:05:45 »
Hallo, ein Arzt der Uniklinik Münster hat meines Wissens viel Erfahrung in der Behandlung von Kindern mit Epilepsie durch CBD, Prof. Gerd Kurlemann. Viel Erfolg!
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!