Autor Thema: Im Krankenhaus  (Gelesen 1062 mal)

shadowline

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Im Krankenhaus
« am: 15. November 2017, 18:52:50 »
auf die Aussage "Wie geht es UNS heute" fällt mir sofort ein Text ein den ich/wir  in Pädagogik/Patientenbetreuung/Psychologie mehrfach im Unterricht  diskutiert/erörtert  habe(n)

Im Krankenhaus

Schwester: So, jetzt nehmen wir unsere Tabletten - und dann werden wir schön schlafen!

Patient: Warum nehmen denn WIR die Tabletten?

Schwester: Das sagte ich doch eben - damit wir schön schlafen!

Patient: Ja, ist denn das erlaubt?

Schwester: Was soll den daran nicht erlaubt sein?

Patient: Na, dass Sie jetzt ins Bett gehen!

Schwester: Ich gehe doch jetzt nicht ins Bett! Ich habe Nachtdienst!

Patient: Um Gottes Willen, dann können Sie doch keine Tablette nehmen.

Schwester: Wie kommen Sie denn darauf, daß ich eine Tablette nehmen will?

Patient: Nein, nicht eine Ganze, aber Sie wollten doch die Hälfte von meiner, und dann wollten wir schön schlafen.

Schwester: Sagen Sie, ist Ihnen nicht gut? Haben Sie Fieber?

Patient: Mir ist gut! Aber Sie sind doch hier reingekommen und haben gesagt, daß wir jetzt unsere Tablette nehmen wollen. Ich hätte Ihnen ja auch die Hälfte der Tablette abgegeben. Aber Sie haben ja Nachtdienst.

Schwester: Das haben Sie vollkommen falsch verstanden.

Patient: Haben Sie denn keinen Nachtdienst?

Schwester: Natürlich habe ich Nachtdienst. Deshalb bringe ich ja die Tablette.

Patient: Bringen Sie das nicht ein bisschen durcheinander?

Schwester: Ich bringe überhaupt nichts durcheinander. Wir nehmen jetzt die Tablette und dann machen wir das Licht aus.

Patient: Nein, bitte nicht, Schwester, erstens haben Sie Nachtdienst und zweitens kann jemand reinkommen.

Schwester: Ich glaube, wir müssen doch mal das Fieber messen.

Patient: Ja, Sie zuerst.

Schwester: Wieso ich?

Patient: Ja, also zuerst messen Sie Fieber und dann ich.

Schwester: Warum denn ich?

Patient: Weil ich weiß, dass ich keins habe.

Schwester: Dann wollen wir mal den Puls fühlen.

Patient: Gegenseitig?

Schwester: Wenn Sie nicht vernünftig werden, müssen wir den Professor rufen.

Patient: Ich rufe nicht mit.

Schwester: Nehmen Sie jetzt die Tablette oder nicht?

Patient: Wollen Sie denn nichts mehr abhaben?

Schwester: Ich will, dass Sie jetzt die Tablette nehmen, dass Sie nichts mehr fragen, dass Sie sich schön ausstrecken, sich gut zudecken und dann lange und tief schlafen. So, und nun wünsche ich Ihnen eine recht Gute Nacht.

Patient: Danke, Schwester, das ist wirklich sehr lieb von Ihnen.

Schwester: Ist doch selbstverständlich - wo wir doch morgen operiert werden.


Genieße Dein Leben so wie es ist.

Blume35

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Re: Im Krankenhaus
« Antwort #1 am: 15. November 2017, 19:17:32 »
Hallo shadowline,

der Text ist super!!!! Hab davon einen Lachkrampf bekommen und mein Schnupfen löst sich vom Lachen auch, lach :-)

Darf ich mir den Text kopieren und ausdrucken? Wo hast du den Text her?

Grüße
Sonnenschein31

shadowline

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Re: Im Krankenhaus
« Antwort #2 am: 15. November 2017, 22:12:03 »
Hallöchen Sonnenschein,
der Text zieht sich durch mein Leben.....oder besser: Er verfolgt mich - ein Déjà-vu  ;-)
erstmalig zu Schulzeiten  in Pädagogik
dann in der Ausbildung zur Arzthelferin in Patientenbetreuung - in der Weiterbildung zur SAPV- Fachkraft in Psychologie
in der Schulung zur ehrenamtlichen Hospizhelferin

natürlich kannst Du /Ihr alle den so oft kopieren wie Du/Ihr mögt- ist "nur" schulungsmaterial   *augenroll* *augenroll*
Genieße Dein Leben so wie es ist.

Tiffy

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Re: Im Krankenhaus
« Antwort #3 am: 24. Januar 2018, 12:41:17 »
Was ist der Unterschied zwischen Chirurgen, Internisten, Neurologen und Pathologen?

Chirurgen wissen nix, können aber alles.
Internisten wissen alles, können aber nix.
Neurologen wissen nix und können nix.
Pathologen wissen und können alles - nur ist es zu spät.
Medikation:
Lamotrigin biomo: morgens 250 mg und abends 250 mg
Briviact : morgens 100 mg und abends 100 mg