Autor Thema: Krankengeldtage Kind über 12 Jahre  (Gelesen 1066 mal)

Tiffy0405

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Krankengeldtage Kind über 12 Jahre
« am: 23. Januar 2018, 10:05:24 »
Vielleicht kann mir jemand weiter helfen:
Es kam nun der Schwerbehindertenausweis für meine 16 Jährige Tochter aufgrund der Epilepsie mit 60 GdB (berücksichtigt wurde noch die leichte Parese an ihrer linken Hand). Mein Hauptanliegen bei der ganzen Sache war, das ich gehört hatte, bei einem behinderten Kind entfällt die Altersgrenze für die Krankengeldtage. Also, das ich Zuhause bleiben kann, wenn sie krank ist (zum Beispiel hohes Fieber, was eher mal einen Anfall auslöst) oder wenn ich sie nach einem Anfall von der Schule abholen muss und ggf. noch einen Tag zu Hause betreue, da sie dann immer ziemlich "durch den Wind" ist.
Nun meinte die Krankenkasse -BEK- es müsse da "H" im Ausweis eingetragen sein, um die Hilfebedürftigkeit zu attestieren?! Kennt sich da jemand aus? Macht es Sinn vom Arzt etwas schreiben zu lassen und an die Kasse zu schicken? Wo kann ich mich noch schlau machen außer bei der Krankenkasse? (Habe immer den Eindruck, die wollen halt  nicht zahlen).
Für mich wäre es eine große Hilfe, da ich sonst immer mit Urlaub und Überstunden versuchen muss hinzukommen und ich eh schon Sorge habe, das mein Arbeitgeber langsam sauer wird...
Lieben Dank euch :)

panda

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Re: Krankengeldtage Kind über 12 Jahre
« Antwort #1 am: 25. Januar 2018, 22:21:26 »

Bei verschiedenen Bestimmungen muss die Behinderung schon vorab bestehen. Das heisst z.B. die Behinderung muss schon vor dem 12. Lebensjahr bestehen, um die Leistung zu bekommen.
Bei der Familienversicherung bei der Krankenkasse ist es jedenfalls so. Die ist nur länger möglich, wenn die Behinderung schon vorher eingetreten ist, ehe die Frist geendet hat.

flemmi2k

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Re: Krankengeldtage Kind über 12 Jahre
« Antwort #2 am: 26. Februar 2018, 20:00:55 »
Die Kasse bezieht sich auf
§ 45 SGB V Krankengeld bei Erkrankung des Kindes
(1) Versicherte haben Anspruch auf Krankengeld, wenn es nach ärztlichem Zeugnis erforderlich ist, daß sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und versicherten Kindes der Arbeit fernbleiben, eine andere in ihrem Haushalt lebende Person das Kind nicht beaufsichtigen, betreuen oder pflegen kann und das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist. § 10 Abs. 4 und § 44 Absatz 2 gelten.

Ob das jetzt zwangsläufig Merkzeichen "H" bedeutet weiss ich auch nicht. Die gesetzlichen Krankenkassen sind eigentlich zu einer ehrlichen Auskunft verpflichtet. Es gibt auch noch das Bürgertelefon im Bundesgesundheitsministerium:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/buergertelefon.html