Autor Thema: Operation: Entfernung 2/3 des Temporallappens re.  (Gelesen 4273 mal)

serina

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Re: Operation: Entfernung 2/3 des Temporallappens re.
« Antwort #15 am: 07. Januar 2019, 20:37:44 »
Hallo Steve,

hast Du das denn Deinen Ärzten schon mal geschildert?

Ich selber hatte das auch ziemlich lange, aber mittlerweile nach 5 Jahren merke ich es kaum noch.

Versuche ein bisschen Geduld mit Dir zu haben, immerhin ist das bei Dir noch nicht so lange her. Und ich würde es vorsichtshalber einfach dem Arzt mitteilen, nicht dass es mit irgendetwas anderem zusammenhängt.

Alles Gute!

Serina
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Steve90

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Re: Operation: Entfernung 2/3 des Temporallappens re.
« Antwort #16 am: 08. Januar 2019, 17:16:00 »

Hallo Danke für deine Antwort.
Es ist jetzt 5 Jahre her. Meine Ärzte wissen es.
Aber Sie wissen nicht was dagegen tun oder wie lange es geht.
Auch wenn mein Sohn mich umarmt, ist es ein komisches befremdetes Gefühl.
Mache im Moment alles kognitive (lachen, Freude usw.)
Kannst Du mir Tipps geben wie es besser wird?

Ich wünsche Dir einen schönen Abend und Danke

LG Steve

Steve90

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Re: Operation: Entfernung 2/3 des Temporallappens re.
« Antwort #17 am: 08. Januar 2019, 17:27:54 »
Hallo Joy

Ja ich wurde operiert. Eine Amygdala ist ganz weg und ein Teil
des Hypokampus. Ja, das habe ich leider auch. Hatte auch 3 Jahren nach der Op einen Status der
17 Stunde dauerte. Zwar ohne Krämpfen aber ich war nicht ansprechbar und irgend wo in den Wolken.
Lief herum und redete ganz komisch und lief herum.

Danke für Deine Anwort und einen schönen Abend

LG Steve

serina

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Re: Operation: Entfernung 2/3 des Temporallappens re.
« Antwort #18 am: 11. Januar 2019, 13:32:23 »
Hallo Steve,

Tipps wie es besser wird, kann ich Dir leider nicht wirklich geben.
Bei mir hat sich das mit der Zeit selber immer mehr wieder gegeben.

Trotzdem wünsche ich Dir, dass es sich wieder gibt!

Lg Serina
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Joy

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Re: Operation: Entfernung 2/3 des Temporallappens re.
« Antwort #19 am: 11. Januar 2019, 20:04:26 »
Hey Steve,

ich glaub, das kommt auch drauf an, wieviel wegoperiert wurde. Je mehr oder von eben auch der Amygdala, desto länger bleibt es? Und dann heilt ja jeder Körper auch noch unterschiedlich schnell und gut.

Im März sind es ganze 20 Jahre her, als ich operiert wurde. Mir wurde (rechts) der ganze Hyppocampus, Teile des Hypothalamus wie eben auch Teile der Amygdala entfernt. Gestern erst wurde ich als eiskalt bezeichnet...

Ich kann mich gut fühlen und schlecht, aber meistens denke ich, da ist überhaupt nichts.

Für die Gesellschaft natürlich sch..., weil die immer erwartet, man müsste doch was fühlen, sich freuen, mitleiden etc. und wenn man nicht nach deren Regeln spielt, wird man aussortiert.  Aber so ist das halt jetzt, damit muss man klar kommen.

Aber was schon ging, nach der OP konnte ich keine Emotionen mehr von Gesichtern ablesen, das geht jetzt nicht so ganz perfekt, aber es funktioniert wieder. Also irgendwo kann sich das Gehirn schon noch etwas regenerieren.

Wünsche dir, dass es sich bei dir alles noch bessert.

lg Joy


Josephin

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Re: Operation: Entfernung 2/3 des Temporallappens re.
« Antwort #20 am: 12. Januar 2019, 22:03:00 »
Hallo lieber Sven,
Ich hatte 2003 eine Amygdalahippocampektomie rechts ( bin Linkshänder) damals  16 habe ich nicht wirklich etwas gemerkt, habe noch sehr lange Antiepileptika genommen, erst als ich diese absetzte wurde das mit der konsentration und dem Gedächniss besser. Ich hatte anfangs auch das Gefühl Emotionen gegenüber neutral zu sein bsw. Als meine Mutter ein Jahr später starb. Das hat auxh aber mit der Zeit gebessert. WÜNSCHE Dir alles gute weiterhin liebe Grüße Josephin
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Steve90

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Re: Operation: Entfernung 2/3 des Temporallappens re.
« Antwort #21 am: 14. Januar 2019, 07:48:39 »
Hallo Serina

Danke vielmals
Ich wünsch Dir einen guten Wochenstart:)
LG Steve

Steve90

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Re: Operation: Entfernung 2/3 des Temporallappens re.
« Antwort #22 am: 14. Januar 2019, 07:54:03 »
Hey Joy

Danke für Deine Antwort. Das stimmt, jeder Körper heilt anders.
Das grösste Problem ist sicher auch die Geduld

Wünsch Dir eine gute Woche


LG Steve

CrazyGrisu

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Re: Operation: Entfernung 2/3 des Temporallappens re.
« Antwort #23 am: 21. Januar 2019, 15:05:06 »
Moin Steve,

das klingt alles beunruhigend! Ist aber nicht schlimm, nach meiner ersten SPECT-OP war ich oft aus dem nichts heraus depri.

Ich schaute aus dem Fenster (in der Anschlussheilbehandlung Januar 2010) und erfreute mich der Aussicht - plötzlich Stille in mir - danach totale Trauer; am schlimmsten war das für mich wenn ich alleine im Raum war.

Nun war ich fast ein Jahr (wegen meiner Rente und dem Mobbing auf der Arbeit) bei einem Psychiater in Behandlung.

Der Hauptteil der Therapie bestand aus laaangem Warten (45 Minuten bis 7 Stunden) im Wartezimmer; anderen Leuten in die Gesichter zu schauen wurde zu einer Abwechslung.

Die meisten sassen da auch nur stumm rum. Ein Gespraech anfangen war fuer viele schon ein Riesen Schritt nach vorne - leider auch manchmal heftig zurück. *konnte ich ja nicht wissen*

Wenn ich endlich dran war musste ich wieder warten  :jojo: (10-40 Minuten) bis der Doc endlich Zeit hatte für mich!

Jetzt wo ich in Rente bin werde ich ihn vermissen!  :'(

Er ist auch nicht mehr der Jüngste Spund - sein Team sagt er tritt schon kürzer!!

Ich hoffe er hat noch viel Zeit (für sich).

Heutzutage macht es mich traurig, dass ich nicht mehr arbeiten kann ...
Ich schlafe die Trauer weg!

Wenn ich wieder wach bin schaue ich nach draussen.
Es ist anders geworden, die gleiche Aussicht (wie immer) .

Der Psychiater hatte in mir ein Rückzugsverhalten zur Vermeidung mir schädlichen Faktoren erkannt. Mir war das nie so bewusst. Aber es war toll, dass ein Arzt (der mich auch nur von seinem Arztzimmer kennt) so Vertrauen aufbauen konnte/kann.

Ich wünsche Dir Alles Gute

Gruss Michael

 :insel:


P.S.: Ich fahre gerne zu einem Berg (Boxberg im Naturerlebnispark Aukrug) wo ich mich hoch power (Asthma, Beine kaputt) ... der Lohn erwartet mich ... die schöne Aussicht ... ein Panorama in alle Himmelsrichtungen.



Wenn die Sonne untergeht muss ich in den finsteren Wald zurück; seit meiner Kindheit habe ich Angst vor der Dunkelheit in der Wildnis.



Meine aktuellen Epi-Medis seit 21.01.2013
Morgens: 750mg UCB Levetiracetam + 125mg GSK Lamictal
Mittags: 125mg GSK Lamictal
Abends: 750mg UCB Levetiracetam

Gewicht: 78,0 kg seit 01.05.2018 18:00 Uhr

Steve90

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Re: Operation: Entfernung 2/3 des Temporallappens re.
« Antwort #24 am: 21. Januar 2019, 18:56:42 »
Hey Michael

Ich probiere auch immer än schöne Orte zu gelangen. Die Situation ist halt traurig und schwer.
Natürlich hoffe ich auf Besserung. Das mit der Dunkelheit hatte ich früher auch.
Kein gutes Gefühl. Ich wünsche Dir auch eine gute Zeit und viel Energie und Kraft