Autor Thema: Lamotrigin  (Gelesen 771 mal)

pavlos

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Lamotrigin
« am: 12. September 2018, 20:24:24 »
Hallo,

ich bin seit 2009 Epileptiker...bis jetzt bekam ich 100mg Lamotrigin morgens und 100mg abends verabreicht.

Seit ende juli wurde bei mir erstmals aufdosiert und zwar nur abends von 100 auf 200mg.

zwei Wochen später bekam ich einen Hautausschlag auf der rechten Hand. Er juckte nicht

sondern tat weh sofern ich darauf drückte. Zudem habe ich starke nächtliche Schweißausbrüche.

Frage: könnte das ein hinweis auf Unverträglichkeit sein
oder einfach nur eine Reaktion auf die dosierung? Lamotrigin ist ja bekannt auf hautauschläge.


2 frage: wenn man eine Überdosis Lamotrigin schluckt bekommt man auch einen Hautausschlag?


bitte helft mir ich werde sonst verrückt
« Letzte Änderung: 12. September 2018, 20:45:46 von pavlos »
Aikidō gilt als friedfertige Kampfkunst. Der Aikidōka versucht in der Regel, den Angreifer nicht zu verletzen, sondern ihn in eine Situation zu führen, in der sich dieser beruhigen kann. Somit soll dem Angreifer die Chance gegeben werden, Einsicht zu erlangen und von einem weiteren Angriff abzusehen

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Re: Lamotrigin
« Antwort #1 am: 13. September 2018, 19:01:34 »
Hallo,

ich habe von 2015 September bis August 2018 Lamo genommen. Ich hatte keine Ausschläge bekommen, aber ich habe das Gefühl gehabt, das Lamotrigin gewisse "Auren" produziert hat. Auch habe ich schneller und öfter Kopfschmerzen bekommen als vorher.

Der Punkt ist nur, dass Lamo sehr sehr langsam aufdosiert werden soll, weil es eben Ausschläge verursachen kann. Deshalb wurde bei mir alle zwei Wochen die Tagesdosis um 25mg erhöht.

Ich würde aufjedenfall mit dem Neurologen darüber sprechen, weil das ist nicht normal. Vielleicht verträgst du es nicht.

LG

pavlos

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Re: Lamotrigin
« Antwort #2 am: 13. September 2018, 23:43:05 »
Dankeschön
Aikidō gilt als friedfertige Kampfkunst. Der Aikidōka versucht in der Regel, den Angreifer nicht zu verletzen, sondern ihn in eine Situation zu führen, in der sich dieser beruhigen kann. Somit soll dem Angreifer die Chance gegeben werden, Einsicht zu erlangen und von einem weiteren Angriff abzusehen

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Re: Lamotrigin
« Antwort #3 am: 14. September 2018, 20:12:28 »
Hallo

Obwohl ich mir eine recht hohe Dosis Lamotrigin gewohnt bin, hat mein Doc nach einer Reduktion bei der Wiederaufdosierung lediglich Schritte von 50 mg gemacht.
Ich kann das bei Dir erst recht nicht verstehen, dass Du Knall auf Fall gleich 50% mehr nehmen musst und nicht wenigstens 50 mg über 2 oder gar 4 Wochen erhöhen. Das am Rande und als Rüge / Kritik an Deinem Neuro. - Dein Doc kann behaupten, mein Neuro sei nicht erfahren. Meiner ist schon seit über 10 Jahren Leiter einer Epi-Ambulanz. (Mit Prof.-Titel).
Ebenfalls empfehlen die versch. Hersteller vom Lamotrigin Aufdosierungsschritte von 50 bis 100 mg. Dein Doc hat die obere Grenze genommen. Ich persönlich finde es zu hoch.

Ich würde ganz persönlich sagen:
Was Du beschrieben hast, könnte von der Erhöhung sein. Aber weil es zu viel aufs mal war. Es hätte in abgeschwächter Form erscheinen können. Vielleicht musst Du da durch. - Wie steht es mit der Anfallssituation? Hilft Dir das Lamotrigin? Verträgst Du es ansonsten gut?
Ich ganz persönlich würde mich an Deiner Stelle beim Neuro melden und darum bitten, das Medi über 2, 3 oder 4 Wochen nur mal um 50 mg erhöhen. (Tabletten aber nicht teilen.) Den Juckreich und die Schweissausbrüche aber auf jeden Fall auch melden. Unbedingt.

Viel Erfolg.
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pavlos

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Re: Lamotrigin
« Antwort #4 am: 14. September 2018, 20:28:42 »
Hallo. Ich war bis letztes Jahr anfallsfrei. Dann aufeinmal bekam ich einen heftigen schub am rechten kompletten bein, allerdings
habe ich es gerade noch geschafft nicht zu stürzen. Echt schade wenn man bedenkt wie lange ich anfallsfrei war. Ansonsten vertrage ich das Medikament gut...bis jetzt.
Ich muss mit ihm darüber sprechen, aber bestimmt sagt er das es sowas nicht passieren sollte. Ich habe mein Auto verkauft und möchte nicht mehr fahren. Ein Hautausschlag kann natürlich 1000 gründe haben, aber ganz am anfang der Therapie habe ich ein Hämatom und ein ausschlag bekommen, deswegen ist es mir rätselhaft warum grad jetzt eins bekommen habe.
Ich werde die Situation weiterhin beobachten.

Übrigens die ersten 2 jahre konnte ich mich nicht damit abfinden das ich zum Epileptiker geworden bin. Aber es gibt Millionen
Kinder die an Epilepsie leiden, insofern bin ich froh das ich es mit 29 bekommen habe. Ich weiss dieses Beispiel ist unmenschlich verzeiht mir bitte
Aikidō gilt als friedfertige Kampfkunst. Der Aikidōka versucht in der Regel, den Angreifer nicht zu verletzen, sondern ihn in eine Situation zu führen, in der sich dieser beruhigen kann. Somit soll dem Angreifer die Chance gegeben werden, Einsicht zu erlangen und von einem weiteren Angriff abzusehen

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Re: Lamotrigin
« Antwort #5 am: 15. September 2018, 01:08:22 »
Hallo Pavlos,

echt heftig die Aufdosierung!!  :O :O :O Ich würde bei dem Hautausschlag auch sofort auf Lamotrigin tippen. Wenn er meint, sowas kann nicht passieren ... dann hat er seine Ausbildung verfehlt. Mann, einer der beiden Hautausschläge kann tödlich enden, da müssen bei im die Alarmglocken schrillen und gleich nach dem Aussehen fragen.

Auch wenn Du die offenbar nicht die tödlich verlaufende Form hast: ruf am besten gestern Deinen Doc an, schildere das ihm. Erkläre ihm den Ausschlag genau!! Und verlange ruhig, dass es langsamer aufdosiert wird. Wenn er sich nicht drauf einlässt: Notfallhandlung in einer Akutklinik wäre je nach Hautausschlag schnelle Ausdosierung oder sofortiger Abbruch. Das bedeutet zwar dann Entzugsanfälle, aber dagegen bekommt man erst mal ein Benzo.

Nimm das absolut nicht hin - so wie es Deine Krankheit ist, ist es Dein Leben: Du musst damit klarkommen, nicht der Doc!

Menno, tut mir echt leid.  :tröst:

Übrigens die ersten 2 jahre konnte ich mich nicht damit abfinden das ich zum Epileptiker geworden bin. Aber es gibt Millionen Kinder die an Epilepsie leiden, insofern bin ich froh das ich es mit 29 bekommen habe. Ich weiss dieses Beispiel ist unmenschlich verzeiht mir bitte
Finde ich absolut nicht unmenschlich. Jeder ist um jedes Alter froh, nicht an einer chronischen Krankheit zu leiden. Es ist ganz normal und natürlich. Dass man Zeit braucht, bis man sich damit arrangiert oder abgefunden hat, dauert bei jedem verschiedentlich. Manche kommen nie damit klar.  :-)

Alles Gute!

Dendrit
Juvenile Myoklonische Epilepsie

Levetiracetam UCB / Keppra 4x 1.000 mg
Lamictal (Lamotrigin) 200-100-200 mg
Frisium (Clobazam) 0-0-0-5 mg

Citalopram 20-10-0 mg
Valdoxan 0-0-0-12,5 mg

Bisherige: AZA, BBX, CBZ, ETH, LCM, LZP, MSM, PB, PHT, PRM, TPM, VPA

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