Autor Thema: Entzug und Epilepsie  (Gelesen 1160 mal)

klonk

  • ... ist hier noch neu oder schreibt eher selten.
  • *
  • Beiträge: 4
Entzug und Epilepsie
« am: 03. Oktober 2018, 17:56:45 »
Hallo zusammen,

an vielen Stellen ist zu lesen, dass z.B. Alkoholentzug epileptische Anfälle auslösen kann.

Meine Frage: Wie sieht es mit dem Entzug von anderen Suchtstoffen bzw. generell mit drastischen Eingriffen in eingetretene Pfade des Neurotransmitter- Haushalts aus?

Schon vor mehreren Jahren fasste ich den Entschluss, spätestens mit 40 Nichtraucher sein zu wollen, idealerweise ein ganzes Stück früher (bin nun 36).
Nachdem ich in diesem Sommer die ersten zwei epileptischen Anfälle seit über 15 Jahren hatte, habe ich Zweifel, ob nun ein geeigneter Zeitpunkt wäre: Könnte der Entzug weitere Anfälle begünstigen? Schließlich wird das Gehirn auch beim Nikotinentzug zur großen Baustelle und macht allerlei Wandlungen durch!
--- Berechtigte Sorge? Oder versucht da nur der Suchtbolzen in mir, sich eine Entschuldigung fürs Weiterrauchen zurecht zu legen? Oder irgendwas dazwischen?

Bei meinen bisherigen Recherchen stieß ich nur auf Diskussionen darüber, welchen Einfluss Rauchen selbst auf Epilepsie ausübt, zum Aufhören fand ich nichts.

Würde mich über Erfahrungen, Überlegungen oder noch besser Teilen von handfestem Wissen freuen :)

TablettenJunky :)

  • ... hat sich hier gut eingelebt.
  • **
  • Beiträge: 36
Re: Entzug und Epilepsie
« Antwort #1 am: 03. Oktober 2018, 18:19:28 »
Ich bin kein Arzt und weiß auch nicht ob es darauf ankommt was entzogen wird. Alkohol Nikotin etc.
Aber ich denke das ein Entzug generell Stress für den Körper auch das Gehirn sein wird. Ob das Anfälle auslöst weiß ich nicht aber förderlich ist es bestimmt, meiner Ansicht nach.

Diese Frage würde ich aber einem Arzt stellen, ggfs. ist es ja nicht verkehrt auch den Entzug (egal ob Nikotin oder andere Stoffe, was man selbst entziehen kann) in medizinischer Begleitung zu machen. Denn das alles wird der Arzt ja beobachten mit dir zusammen.

Ein Entzug wird nie verkehrt sein wenn ein Mediziner dabei ist.

aggi61

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 1.070
Re: Entzug und Epilepsie
« Antwort #2 am: 04. Oktober 2018, 07:27:37 »
Ich habe zeitweise sehr stark geraucht und 2x damit aufgehört - und das in einer Zeit, in der ich trotz Epi keinerlei Medikamente genommen habe.

Ich habe damals keine Anfälle bekommen.

Aktuell gewöhne ich mir das Nikotin ab durch dampfen. Wir mischen die Liquids selbst an und können steuern, wie viel Nikotin wir zugeben. Es wird mit jedem Mal weniger werden - bis wir mal gar keines mehr drin haben.
Wird etwas länger dauern, aber ... wir haben Zeit  ;-)
Anfänger haben die Arche gebaut - Profis die Titanic ;)

Schlaf - ist das nicht dieser halbherzige Coffeinersatz???

Meditester

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 2.443
Re: Entzug und Epilepsie
« Antwort #3 am: 04. Oktober 2018, 10:33:33 »

Meine Epi war ja damals schon.
Mit dem Rauchen habe ich von einem auf den anderen Tag aufgehört.
Wie sehr es Auswirkung auf die Anfälle hatte kann ich nicht sagen.
Mein Medi wirkte ja nicht so recht.
Da waren mit und auch ohne rauchen Anfälle.

Aber zum großen Teil ist das Aufhören wohl auch eine Willenssache.
Stets irgendeine Ausrede suchen, um nicht ganz aufzuhören,
ist wie "Selbstbetrug" gegenüber dem Ich.

Sprich die Sache mal mit dem Arzt durch!
Vielleicht kann er von Erfahrungen Anderer berichten.
Und frage ob er bei Problemen für eine sofortige Konsultation bereit wäre !
(Schreibe die Wirkung des Entzugs nieder,
sodass du es verfolgen kannst Was der Körper für Signale sendet!)

Bei "härteren Mitteln" würde ich die stationäre Behandlung anstreben.
Meditester
Fantasie ist ein Schatz, den dir Keiner nimmt
Auch an eiskalten Tagen trage Wärme im Herzen

Herzblatt

  • ... findet sich im Forum zurecht wie in der eigenen Westentasche.
  • ***
  • Beiträge: 176
Re: Entzug und Epilepsie
« Antwort #4 am: 04. Oktober 2018, 11:45:57 »
Hallo,

auch mein Mann hat keine Anfälle während der Raucherentwöhnung.

Lieben Gruß
Herzblatt
Wer will schon einfach?
Hm, ich, manchmal, ein kleines bisschen...

Amazönchen

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 11.878
    • Total-Normal
Re: Entzug und Epilepsie
« Antwort #5 am: 09. Oktober 2018, 17:55:55 »
Ich bin kein Arzt, das vorab.
Anfälle bei Alkoholentzug, das sind dann Extremfälle. Und wohl auch Ausnahmefälle.
Ich denke, Aufhören mit Rauchen ist für einen Raucher Stress. Stress ist nicht zwingend anfallshemmend. Bei verschiedenen Leuten anfallsfördernd.

Es wäre eine absolut billige Ausrede, wegen möglichen Anfällen, nicht mit dem Rauchen aufzuhören. Wie wärs mit Unterstützung von Pflastern. Dann gäbe es da auch autogenes Training, Sport, Malen der Wände Deiner Wohnung.... Etc. Du solltest schon was Motivierendes tun.
Du kannst auch beim Doc um Unterstützung bitten. Der sollte das auch verstehen. Die wissen (von der Theorie, sofern sie Nichtraucher sind), dass es sehr schwer ist. (Mein HA ist Raucher... )

Wie wärs mal, wenn der Arzttermin erst in 4 Wochen ist, pro Tag ein halbes Pack weniger zu Rauchen?
Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen lediglich der Belustigung der Foren-Teilnehmer