Autor Thema: Frage zur Medikamentation  (Gelesen 1931 mal)

micha 32

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Frage zur Medikamentation
« am: 06. September 2006, 07:23:57 »
Hallo. Ich heiße Micha, bin 32 Jahre alt und komme aus Sachsen. Ich hatte meinen ersten Anfall mit 20. Wurde dann auf Tegretal 400 eingestellt, welches ich aber nach ungefähr 2 Jahren wieder absetzte. Letztes Jahr bekam ich wieder einen großen Anfall (das volle Programm). Ich war daraufhin auch in der Klinik. Jetzt wurde ich auf Ergenyl eingestellt. Grund meines Anfalls wurde zum Einen als ideopathisch, was wahrscheinlich sehr vielen so geht und zum Zweiten als Auswirkung meines geringen Valproinsäurespiegels diagnostiziert. Ich nehme jetzt 4 Ergenyltabletten am Tag, habe aber ein Problem damit, da diese Tabletten laut Beipack viele Nebenwirkungen haben können. Gibt es Alternativen dazu und wem erging es ähnlich wie mir. Ich habe auch oft mit der Angst zu kämpfen, einen neuen Anfall zu bekommen. Bitte meldet Euch. Danke. Gruss Micha. ???
« Letzte Änderung: 06. September 2006, 07:25:48 von micha 32 »

Rhodos1983

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Re: Frage zur Medikamentation
« Antwort #1 am: 06. September 2006, 07:39:30 »
Hallo Micha,

die beiden Medikamente Ergenyl sowie Tegretal gehören zu den älteren Medikamenten, sind aber Medikamente der ersten Wahl.
Mein Sohn (20) nimmt Ergenyl 500 (1000 mg pro Tag) so wie Carbamazepin 400 retard (600 mg pro Tag).(Original Tegretal).
Er kommt damit bestens zurecht und nimmt diese Dosierung bereits seit Februar 2003. Lass Dich über die Nebenwirkungen nicht verunsichern, da diese bei jedem Menschen anders sein können. Hinzu kommt auch noch wie hoch Du mit den Medikamenten dosiert bist. Mein Sohn nimmt ja von beiden Medikamenten nicht die vorgegebene Dosierung eines Erwachsenen. Beobachte auf jeden Fall, ob Du irgentwelche Nebenwirkungen hast. Nebenwirkungen können auch auftreten während der Eindosierung oder auch zu schneller Eindosierung. Diese NW können auch nach einiger Zeit wieder verschwinden. Falls Du jedoch unangenehme Nebenwirkungen hast, solltest Du mit Deinem Neurologen reden.

Viele Grüße
Brigitte

nicole73

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Re: Frage zur Medikamentation
« Antwort #2 am: 06. September 2006, 09:11:41 »
Hallo Micha,

lass dich von den Nebenwirkungen, die im Beipackzettel stehen nicht verunsichern. Die meisten Medikamente haben eine irre lange Liste von Nebenwirkungen. Da steht halt alles drinne was irgendwann mal bei einem Patienten aufgetreten ist. Das heisst ja nicht, das du die auch bekommen musst.

Ich weiss wenn man die liest ist man erstmal schockiert . Ich persönlich lese nur wie ich das Medi einnehmen muss und erst wenn ich irgendwas feststelle, was sonst nicht so war, dann schaue ich unter nebenwirkungen nach.

LG Nicole

Horst

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Re: Frage zur Medikamentation
« Antwort #3 am: 06. September 2006, 10:21:20 »
Hallo Micha,
welche Ergenyl-Stärke nimmst du?
Ich muss deine Befürchtungen sehr wohl bestätigen, Nebenwirkungen hängen natürlich von der Dosis ab, sind aber das grosse Problem bei den AE´s  und das Forum ist voll mit Beiträgen darüber.  Wenn jemand keine Nebenwirkungen hat, so ist dies fast eine glückliche Ausnahme, die es besimmt auch gibt.

Ich fand einen Ausweg durch Magnesium und  habe hier im Forum schon öfter darüber geschrieben . Früher nahm ich gegen meine Schlaf-Grand-Mals jahrelang Tegretal 200 , in der Dosierung 4/0/4, also 1600mg.
Um von den schlimmen Nebenwirkungen der AEs wegzukommen, die mich auch in meinem Beruf als Physiker schwer behindert haben, machte ich diverse Eigenversuche und fand für mich vor ca. 5 Jahren das Magnesium als geeignetes Mittel.
Mg wirkt als Calziumantagonist, es hemmt die Calziumströme und die Transmitter in den Nervenzellen, hat also im Prinzip eine ähnliche Wirkung wie die Antiepi-Medikamente, nur ohne Nebenwirkung . Eine gute Zusammenstellung über Mg findest du:
http://www.magnesiumhilfe.de/faq.php?q_lang=de#WhyMg

Ich will jedem, der an Mg interessiert ist, gerne mit meiner Erfahrung weiterhelfen, sendet einfach eine e-mail an mich.
BG Horst
« Letzte Änderung: 06. September 2006, 10:22:17 von Horst »

micha 32

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Re: Frage zur Medikamentation
« Antwort #4 am: 06. September 2006, 13:33:46 »
Hallo Horst. Ich nehme 4 Tabletten am Tag. Sind glaube ich 1600 g. Wie steht es bei dir mit der Angst vor wiederkehrenden Anfällen. Ich habe selbst noch kein probates Mittel dagegen gefunden.Gruss Micha Hätte noch ne Frage. Gibt es im Raum Sachsen eine Selbsthilfegruppe?
« Letzte Änderung: 06. September 2006, 13:50:49 von micha 32 »

heinerle

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Re: Frage zur Medikamentation
« Antwort #5 am: 06. September 2006, 14:43:26 »
Hallo Horst,

ich finde deine Anregung zum Magnesium sehr interessant.
Ich habe in letzter Zeit öfter von Epileptikern gehört, die zusätzlich Magnesium einnehmen, es war mir nur nicht klar, warum.
Durch die Seite, die du empfohlen hast, ist mir manches klar geworden.
Vielen Dank. Ich werd es ausprobieren!

Gruß
heinerle  ;D