Autor Thema: Kinderwunsch mit Lamictal  (Gelesen 5755 mal)

Jacqueline

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Re:Kinderwunsch mit Lamictal
« Antwort #15 am: 31. Juli 2007, 14:23:14 »
Hallo !
Ich bin therapieresistent und nahm ich vor meiner Schwangerschaft hochdosiert Valproat, Carbamazepin und Neurontin.
Auf Grund unseres Kinderwunschen, wurden wir von meinem Epileptologen sehr gut beraten und wir nahmen zusätzlich zu einer Ärztin hier in Hamburg, die "Epileptologin für Schwangeschaft und Hormone" ist auf. Sie empfahl mir sofort zu wechseln auf Lamictal. Und Carbamazepin (wohl auch nicht so der Renner) sollte auch raus. Es dauerte alles insgesamt 1 Jahr bis es mit Lamictal und Keppra so einigermaßen lief. Ich wurde dann unter diesen Medikamenten schwanger und unser Sohni Pasquale ist jetzt fast 2 Jahre und kern gesund. Ich nahm Folsäure mit dazu, bekam aber wärend der Schwangeschaft auch einige GM, vorrangig in den ersten 6 Monaten, da ich viel erbrach. Wir haben in diesem Zeitraum Diazepam in geringer Dosis dazu genommen, aber wie gesagt immer in ganz enger Kooperation mit der Epileptologin. Nach der Entbindung, ich denke auch durch den Hormonwechsel wurden meine Anfälle wieder schlimmer, aber es ist jetzt eine VNS-Implantation geplant.
Im übrigen bin ich ja auch neu hier und habe mal so gesurft, zwecks VNS und bin auch auf eine interessante Seite gestossen, wo das Thema Schwangerschaft gut dokumentiert ist, auch was Valproat in der Schwangerschaft betrifft.

Epilepsie und Schwangerschaft und Vererbung !

In einer Datei steht sogar drin, von der Eurap, das Valproat in Mono bis max. 1000 mg genommen werden kann, (wenn Lamictal nicht vertragen wird) jedoch würde ich persönlich lieber ein paar Anfälle in Kauf nehmen, um nicht ein Behindertes Kind zu haben.

Liebe Grüße Jacqueline.
" Was immer Du tust, tue es klug und bedenke das Ende ! "

Christa

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Re:Kinderwunsch mit Lamictal
« Antwort #16 am: 03. August 2007, 21:44:23 »
Hallo Jacqueline,

herzl. Glückwunsch zu Eurem kleinen Sohn. Viel Freude und Spass mit ihm.

LG Christa

shirin

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Re:Kinderwunsch mit Lamictal
« Antwort #17 am: 19. August 2007, 13:10:06 »
Hallo Preciosa,

du hattest geschrieben, dass du durch ergenyl chrono lange anfallsfrei warst und jetzt unter einnahme von lamotrigin kleine anfälle hast.

Darf ich fragen wie viele jahre du anfallsfrei warst?

Wie sind die jetzige anfälle?

Ich werde auch bald mit der umstellung beginnen und ich bin seit langer zeit unter ergenyl anfallsfre, genau seit 22 jahre!!

Dennoch plagen mich viele ängste, dass ich durch diese umstellung wieder rückfällig werde.  :(

Ich würde mich auf eine antwort freuen.

Danke

Shirin

Sandra78

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Re:Kinderwunsch mit Lamictal
« Antwort #18 am: 01. Oktober 2007, 13:00:51 »
Hallo zusammen!
Habe bereits vor ein paar Wochen einen Eintrag gemacht bzgl. Schwangerschaft und Valproat. Leider habe ich keine Antwort erhalten. War jetzt heute beim Frauenarzt. Der hat mir - genauso wie auch mein neuer Neurologe - auf jeden Fall von Valproat in der Schwangerschaft abgeraten!! Bin zur Zeit in der Umstellungsphase auf Lamotrigin. Hab aber trotzdem echt Angst, falls ich mal schwanger werden sollte, habe schließlich bislang nur einen Anfall gehabt und frage mich ob es nicht auch in der Schwangerschaftszeit ganz ohne Medikamente gehen könnte. Lt. Neurologe ist mein EEG aber nicht in Ordnung und er meint auch wenn ich nur einen Anfall hatte, kann - auch aufgrund des EEGs - nicht ausgeschlossen werden, dass ein neuer Anfall kommt. Aber das kann ja sowieso nie ganz ausgeschlossen werden so wie ich das verstanden hab. Außerdem kann ein Anfall während der Schwangerschaft das Risiko einer Fehlgeburt erheblich erhöhen oder? Ach ja, es ist alles nicht so einfach. Manchmal glaub ich mach ich mir viel zu viele Gedanken. Bin jedenfalls froh, dass ich die Probleme nicht alleine habe! Mein Frauenarzt hat mir heute noch gesagt, er hat etliche Epileptikerinnen in Behandlung und bislang ist IMMER alles gut gegangen, sowohl bei den Müttern als auch bei den Kindern! Das sind doch mal gute Nachrichten!
Viele Grüße und alles Gute, Sandra

Zora

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Re:Kinderwunsch mit Lamictal
« Antwort #19 am: 02. Oktober 2007, 20:45:16 »
Hallo zusammen,

ich bin auch Epileptikerin, und eine glückliche Mutter zweier erwachsender Kinder (20 und fast 22 Jahre alt).

Damals als ich Schwanger wurde (Pille wirkte nicht) war ich erst 18 Jahre alt, und nahm Phenytoin und Tegretal (Carbamazepin) ein. Dies in sehr hoher Dosis, da ich vier Monate damals vor der ersten Schwangerschaft sogar wegen der hohen Anfallszahl in stationärer Behandlung war.

Mir rieten damals vier Ärzte davon ab, das Kind auszutragen. Ich entschied mich dagegen. Es hieß immer, das Kind könnte ja Behindert sein, soll ich euch was sagen, es kam nicht behindert auf die Welt. Mein Sohn hatte nur einen Leistenbruch, war aber völlig gesund.

Ich durfte bei beiden Schwangerschaften die Dosis nicht herunter setzen, da ich einfach zuviele Anfälle hatte. Doch während den Schwangerschaften, hatte ich keinen einzigen Anfall. Diese kamen erst nach den Kaiserschnitten, und mit voller Wucht zurück.

Meinte Tochter kam mit einer Hüftdysplasie auf die Welt, aber sie ist heute so quitsch fidelio und fit, als hätte sie dies nie gehabt.

Ich weiß man steht ungeheime Ängste aus, ob Schwangerschaft oder eher nicht. Doch ich muß gestehen, ich habe diesen Schritt den ich damals mit meiner Sturheit (nenn es mal so salopp) gemacht habe, nie bereut.  :)

Ganz liebe Grüße zusammen

Zora  ;)

Papaver

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Re: Kinderwunsch mit Lamictal
« Antwort #20 am: 18. Februar 2018, 11:26:32 »
Hallo zusammen, ich will eigentlich nur Erfahrungswerte weitergeben.Meine Kinder sind 31jahre und 16jahre. Bei der großen habe ich zentropil und primidon hochdosiert genommen. Bei der kleinen habe ich lamictal genommen und nachdem ich ab dem 5 Monat Anfälle bekam, wurde mir Diazepam dazu verordnet. Ich hatte dann in der Schwangerschaft keine Anfälle mehr. Danach wurde ich wieder auf lamictal umgestellt. Jetzt bin ich seit 16 Jahren anfallsfrei, habe keine Nebenwirkungen und ein Blutbild wie ein junges Mädchen. Unter allen anderen Medikamenten hatte ich massive Nebenwirkung ( zugenommen, Haarausfall, Blutbildstörungen )
Aber jeder Körper ist anders.