Autor Thema: Berufswahl Lehrer bei Epilepsie  (Gelesen 2167 mal)

dahooky

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Berufswahl Lehrer bei Epilepsie
« am: 03. April 2007, 12:35:04 »
Vielleicht gibt es ja Lehrer, die auch betroffen sind. Bitte meldet euch mal und gebt uns Informationen, wie man damit umgeht.

Wer sollte es wissen?

Wer muss es wissen?

Was hat die Krankheit für Folgen für den Beruf?

Dendrit

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Re:Berufswahl Lehrer bei Epilepsie
« Antwort #1 am: 03. April 2007, 18:18:26 »
Hallo dahooky,

falls sich niemand meldet, kann sicher der e.b.e. Epilepsie Bundes-Elternverband weiter helfen. Sie haben sich zwar u.a. darauf spezialisiert, wie mit epilepsiekranken Kindern umgegangen/integriert wird, aber sicherlich kennen sie das Umfeld "Lehrer".

LG, Dendrit

dahooky

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Re:Berufswahl Lehrer bei Epilepsie
« Antwort #2 am: 04. April 2007, 08:00:04 »
Danke, ich habe sie mal angeschrieben. Bisher habe ich nur folgende Informationen:

Besuch des Amtsarztes ist notwendig. Dieser schätzt ein, ob die Tätigkeit gefährdet ist. Jedoch ist der Beruf bei entsprechendem Krankheitsverlauf und guter Medikamenteneinstellung wohl nicht ausgeschlossen. Auch nicht eine Verbeamtung!

Weiss einer mehr?

negteit

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Re:Berufswahl Lehrer bei Epilepsie
« Antwort #3 am: 08. April 2007, 17:36:54 »
Danke, ich habe sie mal angeschrieben. Bisher habe ich nur folgende Informationen:

Besuch des Amtsarztes ist notwendig. Dieser schätzt ein, ob die Tätigkeit gefährdet ist. Jedoch ist der Beruf bei entsprechendem Krankheitsverlauf und guter Medikamenteneinstellung wohl nicht ausgeschlossen. Auch nicht eine Verbeamtung!

Weiss einer mehr?

Umschulung zum Berufsschullehrer geht nicht. Jedenfalls nicht bei mir.
 >:(
Nur weil wir jetzt nichts gesehen haben, heißt das nicht, das es nicht da ist.

familienmanagerin

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Re:Berufswahl Lehrer bei Epilepsie
« Antwort #4 am: 13. September 2007, 20:21:31 »
Hallo Dahooky,

Ist ja schon eine Weile her, dass Du nachgefragt hast, aber ich bin noch nicht so lange im Forum.
Tatsache ist, ich bin Lehrerin. Bin auch beim Amtsarzt problemlos durch den Check gekommen. Allerdings hat da bestimmt eine Rolle gespielt, dass ich meine Anfälle ausschliesslich Nachts im Schlaf habe. Unterrichten ist bei mir in der Beziehung kein Problem.
An der Schule habe ich es nur der Schulleiterin erzählt und auch das rein freiwillig. Von Rechts wegen geht es keinen was an. Könnte dann natürlich schwierig werden, wenn man unvermutet einen Anfall hat.

Und eins muss ich Dir auf jeden Fall sagen: wenn in der Schule einmal raus ist, dass Du Epi bist, dann hast Du ein Problem.
Lass Dir das aus der Erfahrung einer Lehrerin sagen: Schüler sind absolut gnadenlos und nutzen jede Deiner Schwächen, wenn sie beschlossen haben, sie mögen Dich nicht. Und dazu reicht schon eine zu schlechte Note oder ein Rüffel an der falschen Stelle.
Bei manchen Schülern braucht es nicht mal einen Anlass, damit sie sich auf jemanden einschiessen. Da reicht es, dass sie eine "Schwäche" wittern.
Wenn Du das nicht glaubst, schau mal auf die aktuelle Diskussion in der Presse und auf Spickmich.de oder wie das heisst... das sind zwar die Extremfälle aber auch die durchschnittlichen Probleme können heftig sein.

Ähnlich problematisch können die Eltern sein. Denn die wollen ja nur das Beste für ihre Sprösslinge und bei den vielen Eltern mit denen man zu tun hat findet sich immer einer der Ärger macht :-(

Du solltest Dir auf jeden Fall gut überlegen, ob Lehrer wirklich der Beruf ist, den Du machen willst. Denn es kann einiges auf Dich zu kommen. Du brauchst auf jeden Fall ein gutes Selbstbewustsein und ein stabiles Nervenkostüm --nicht das gesunde Kollegen das nicht bräuchten ;->

Trotzdem ist MEIN persönliches Fazit: ich liebe meinen Beruf. Ich nehme die Probleme in Kauf, denn Unterrichten kann auch unheimlich Freude machen.
« Letzte Änderung: 13. September 2007, 20:25:03 von familienmanagerin »