Autor Thema: Alles mögliche miteinander  (Gelesen 2221 mal)

Alexandra76

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Alles mögliche miteinander
« am: 26. Januar 2004, 23:56:41 »
Hallo, bin das Erste Mal hier und hoffe, daß ich mit der wahrscheinlich 100sten gleichen Frage nicht langweile.  ;)
Habe Epi seit Jahren und möchte nu eigentlich wissen, ob wir nun als chronisch krank gelten oder nicht???
 Schon allein die Frage ob oder ob nicht ist für mich beleidigend!  >:( Für mich sind alle Chroniker, die regelmäßig Medikamente nehmen müssen. Ich finde es eine riesen Sauerei, was da veranstaltet wird und ich hoffe, daß das Volk endlich aufwacht und auf die Barrikaden geht. Ich schätze ohne Gewalt gegen die Politik gehts in diesem Land nicht mehr.  :(
Jetzt zu einem anderen Problem, und zwar kann ich Anfälle auslösen, wenn ich daran denke, daß unbedingt jetzt kein Anfall kommen darf, aber ich bin sehr enttäuscht über die Ärzteschaft, denn die interessieren sich einen ***dreck für die Belange Einzelner !!! Dabei spielt ja gerade die psychische Verfassung eine wichtige Rolle bei der Epi. Weder hab ich auf'ner Reha - nach Gehirn-OP - damit gelernt umzugehen, noch hab ich auf I-Net-Seiten was dazu lesen können. Wißt Ihr Abhilfe? Selbsthilfegruppen kommen für mich leider nicht infrage, da es nur 1 in unserem Caff' gibt und diese gleichzeitig am ADW liegt.  >:(
Gleichzeitig mache ich jetzt mal allen Unmut über die Ärzteschaft Luft. Ich vertraue bald Keinem mehr von denen. Lediglich den Gehirnchirurgen fand ich wirklich klasse, aber die anderen...... Da kommen im Krankenhaus irgendwelche Studenten daher gelatscht und fragen lediglich nach der Anzahl der Anfälle und meinen dann - ohne andere Faktoren zu berücksichtigen - ich solle einfach mit den Medis nach oben gehen. Seit dem sind die im Krankenhaus bei mir untendurch. Eine Riesensauerei!!!!!!! Und die Epileptologen klären uns noch auf, daß die Neurologen sich erstmal nach dem derzeitigen Befinden zwecks Streß usw. erkundigen sollen. Wenn ich daran denke, wer das bei mir in den 16 Jahren getan hat,  kann mich nicht erinnern, daß da überhaupt mal Jemand gefragt hätte. Da wundert es mich nicht, daß die Krankenkassen bluten und es viele Tablettensüchtige gibt bzw. es wird mir schlecht bei dem Gedanken wie viele Menschen vielleicht nur 1 einzigen Anfall hatten und trotzdem wie bei Epilepsie Tabletten schlucken - weils der Arzt verordnet hat.  Ich möchts gar nicht wissen. Dieses Verhalten was hier derzeit in Deutschland abgeht....es kotzt mich regelrecht an!!!  >:( Die beste Idee wäre wohl, das beschissene Geld abzuschaffen, solange es für Ansehen und Macht mißbraucht wird.

Da lobe ich mir doch den lieben Albert Einstein, der einmal sagte:
"Es gibt zwei Dinge die sind unendlich. Das eine ist das Universum und das andere die Dummheit der Menschen, wobei ich mir beim Universum noch nicht ganz so sicher bin!"

So, das solls erstmal gewesen sein. Hoffe, ich krieg ein paar Antworten auf meine Fragen. *Gähn*
N8  :)
Alexandra76

Michaela

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Re:Alles mögliche miteinander
« Antwort #1 am: 13. März 2004, 05:18:26 »
Hallo, Alexandra;
Auf Deine Frage kann ich Dir Antworten in hinsicht von den Auskünften meines Arztes und auch von den selber gelesenen über die Krankheit, was aber nicht die Sache bei der krankenkasse umbedingt klärt.
Es gibt 40 arten Epilepsien und noch verschiedene gemischte Formen.  Als kronisch Kranker wird die Person bezeichnet, die von einer oder mehr Arzneien abhängig ist und die nicht 1J. oder mehr Anfalllsfrei ist.  Dazu zählt noch sehr ob der Betroffenne Arbeitsfähig ist oder nicht, ob Er/Sie noch andere krankheiten haben und, für die Krankenkasse, das Einkommen und die gesamten Ausgaben mit Mitteln/Behandlung.
Es gibt aber auch Ärzte die aufgrund der weckselnden Möglichkeiten des krankenbildes Heute der Meinung sind, das Epilepsie nicht umbedingt eine Kronische Erkrankung ist.
Was ich für die Krankenkasse gelesen habe das Erfolgreich bei manchen Leuten wahr, ist alle Arznei Rechnungen zu Sammeln und wenn es eine erhebliche Summe gibt, zusammen mit Ärztlicher Bescheinigung, das zu der Krankenkasse bringen.  Es ist natürlich auch móglich zu fragen was für ein Betrag da bewiesen werden muss um frei von der Bezahlung zu sein.  
Was Deine Meinung über die Ärzte betrifft habe ich auch schon sehr schlechte, aber auch gute Erfahrungen mit den Spezialisten gemacht.  Wie in jeden Beruf, gibt es gute aber leider auch schlechte und nicht so gründliche Ärzte.  Der Stress ist sehr wichtig als Anfalls Auslöser, aber neurologen wollen oft nur die Untersuchungen sehen, die nicht immer das wirkliche Krankenbild spiegeln...
Ich wünsche Dir bessere erfahrungen in der Branche und das Du mehr Verständnis findest, und auch noch ein schönen Tag;
Michaela.

wurzel

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Re:Alles mögliche miteinander
« Antwort #2 am: 15. März 2004, 16:37:44 »
Hy Alexandra,

leider ist es so :

Ein Patienten gilt nun als schwerwiegend chronisch krank, wenn er wenigstens ein Jahr lang, mindestens einmal pro Quartal ärztlich behandelt wurde (Dauerbehandlung) und EINES der folgenden Merkmale vorhanden ist:

a) Es liegt eine Pflegebedürftigkeit der Pflegestufe 2 oder 3 nach dem zweiten Kapitel des SGB IX vor.

b) Es liegt ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 60 % nach § 30 BVG vor oder eine Erwerbsminderung von mindestens 60%.

c) Es ist eine kontinuierliche medizinische Versorgung (ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, Arzneimitteltherapie, Behandlungspflege, Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln) erforderlich, ohne die nach ärztlicher Einschätzung eine lebensbedrohliche Verschlimmerung, eine Verminderung der Lebenserwartung oder eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität aufgrund der ständig behandlungsbedürftigen Gesundheitsstörung zu erwarten ist.

wenn Du das nicht erfüllst bist du nicht "schwerwiegend" chronisch Krank. Der Trick liegt im Wort "schwerwiegend". Das ist zwar ernsthaft Blöd..aber leider so.


Gehe doch mal auf den Link:
http://www.epilepsie.sh/epilepsie-aspekte/09.shtml  

wird dich bestimmt interesieren.

Gruß
Wurzel