Autor Thema: wie kann ich ihm helfen?  (Gelesen 1773 mal)

angie890123

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wie kann ich ihm helfen?
« am: 10. Juni 2007, 19:59:43 »
Heute habe ich mitbekommen dass mein Freund an Epilepsie leidet.

Es kam ziemlich überraschend da ich nichts davon wusste und er in meiner gegenwart einen anfall hatte.
Mich würde interessieren wie ich ihm das nächste mal helfen kann..
ausserdem hatte er ausser schaum vor dem mund auch nasenbluten, davon hab ich auf allen internet seiten nichts gefunden.
Kann mir jemand helfen? :-\

Mirjam

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Re:wie kann ich ihm helfen?
« Antwort #1 am: 10. Juni 2007, 20:38:18 »
Hallo Angie!

Erstmal herzlich willkommen im Forum, wenn es auch einen nicht so schönen Grund dafür gibt!

Einen Anfall als Außenstehender mitzuerleben, besonders das erste Mal ist immer sehr schlimm und geht einem sehr nahe. Es ist meist für den Außenstehenden schlimmer als für den Betroffenen selbst, denn er kriegt in der Regel davon nichts mit und spürt dann "nur" die Nachwirkungen.

Tun kannst du nicht viel während dem Anfall. Das wichtigste ist, ihn von irgendwelchen Gegenständen fern zu halten, damit er sich nicht verletzen kann. Außerdem ist es ratsam auf die Uhr zu sehen, wie lange der Anfall dauert. Das ist dann später für den Arzt hilfreich.

Außerdem wäre es gut, wenn ihr euch einen guten Neurologen sucht, der mit Epilepsie Erfahrung hat. Aber vllt ist den Freund ja schon bei einem. Zudem würde ich sagen, sprecht euch ganz offen darüber aus. Er kann dir am besten sagen, was er von dir erwartet.

Ich selbst hatte noch keine großen Anfälle, aber ich bin sicher, dass noch einige hier, die aus Erfahrung sprechen können, dir noch weitere Tipps geben können.

Kopf hoch!
LG Mirjam
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

Christa

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Re:wie kann ich ihm helfen?
« Antwort #2 am: 12. Juni 2007, 09:11:58 »
Hallo Angie,

was Miriam schrieb, ist alles richtig.
Ich kann nur sagen, als ich meinen Mann kennnen lernte, hab ich es ihm direkt gesagt, weil ich ja auch schon Medis nahm. Er konnte sich das überhaupt nicht vorstellen. Als ich dann 1984 einen Anfall bekam und er es miterleben musste, war er wirklich total geschockt. Das war zum Glück auch der einzigste den er miterleben musste. Seit dem bin ich anfallsfrei. Aber drüber reden ist sehr wichtig. Fährt Dein Freund Auto? Wenn ja, ist Vorsicht geboten. Aber das würde ich alles mit dem Neurol. besprechen.

LG Christa