Hallo ihr alle!
Ich bin ganz neu hier, ich bin auf diesen Thread gestoßen, weil ich das Problem habe wie ihr alle (wobei es vielleicht gar nicht so problematisch ist...). Meine (Vor)Geschichte:
Ich hatte als Kind Absencen, wurde mit Ergenyl dagegen therapiert und habe mit ca. 15 angefangen, die PIlle zu nehmen (Yasmin), mit 17 hab ich das Ergenyl dann absetzen dürfen, weil nie wieder etwas passiert war. (Schwanger wurde ich übrigens nicht in der Zwischenzeit!

). Dann ging jahrelang alles gut, bis ich 2009 mit 22 Jahren nach Alkohol und wenig Schlaf einen richtigen Krampfanfall hatte. 9 Tage Krankenhaus, durchgecheckt von oben bis unten, nichts gefunden, erstmal auf Lamotrigin eingestellt 50-0-50. Da mir die Ärzte im Krankenhaus sagten, dass sich das mit der PIlle nicht verträgt, hab ich sie abgesetzt und ich muss sagen, ich war totunglücklich damit. Denn ich bekam Akne (das auch noch!!!), Stimmungsschwankungen...usw.. UNd nur mit Kondom war mir irgendwie etwas unheimlich. Also hab ich mir die Packungsbeilagen genommen und gelesen. Ja, Lamo wird dadurch herabgesetzt, das haben wir inzwischen verstanden. Aber wie sehr, kommt dabei auf die Zusammensetzung der Pille an.... Meine Frauenärztin meinte zum Thema Empfängnisverhütung, (hatte ihr die Packungsbeilage mitgebracht), dass bei meiner geringen Dosis keine Sorge bestünde, dass das Lamo die Pille in ihrer Wirkung reduziert, zumindest unmerklich. Und darum fing ich wieder an, die Pille (Yasmin) zu nehmen. Das ging auch prima (und ich muss zugeben, ich habe ein sehr reges Sexualleben), bis ich Neujahr 2011 (ja, also vor kurzem) einen weiteren Anfall hatte - nach Silvester...Alkohol und wenig Schlaf also. Mein Neurologe meinte, wir müssten die Dosis nicht erhöhen, da ja sonst alles gut gegangen ist und es diesmal ja provoziert war. Mein Hausarzt (ein guter Bekannter der Familie) meint allerdings, der Spiegel sei ziemlich niedrig (1,3) und ich sollte doch erhöhen. Und jetzt fang ich an zu grübeln, ob ich nicht vielleicht doch umsteige, weil das ständige Auf und Ab von Pillenpause und so sicher nicht gut ist bei AE, schließlich müssen die langsam hochdosiert oder ausgeführt werden...andererseits: Never change a running system... Ich werde mal abwarten, wie hochmein Hausarzt mich setzen will und was meine Frauenärztin dazu sagt. Und ich glaube, die Idee mit dem Langzeitzyklus ist ganz plausibel...dann schwankt der Spiegel nur alle 3 Monate mal....
Ich denke, prinzipiell wird es "die" Antwort auf die Frage "wie kann ich sicher verhüten und mich vor anfällen schützen"? nicht geben...ein bisschen Risiko ist immer dabei...leider

Und noch etwas zum Thema Alkohol: Ich habe zwischen 2009 und 2011 oft Alkohol getrunken, auch oft etwas mehr, damals ist nie etwas passiert (das es nicht gut ist, ist uns allen klar, denke ich....Alkohol ist und bleibt Gift, auch für nicht-Epis!). Nachdem ich aber nun wieder einen ANfall hatte, der (u.a.) durch Alk ausgelöst zu sein scheint, hab ich FÜR MICH entschieden, nur noch "das nötigste" zu trinken. Mal ein Glas Wein zum Fisch oder nen Sekt zum Anstoßen, aber eben nicht mehr dieses vorsätzliche Betrinken. Nicht, dass ich ein Fan vom Saufen wäre, aber es gab schon lustige Abende mit meinen Mädels, wo von vornherein klar war, wie der Abend endet, wenn ihr wisst, was ich meine...Ich versuch es positiv zu sehen: Wer keinen Alkohol trinkt, wird nicht so schnell fett, die Haut altert nicht so schnell, und man hat ein geringeres Demenz-Risiko!

Falls sich was bei mir ändert, in welche Richtung auch immer, werd ich es euch wissen lassen. Ansonsten hoffe ich, dass ich vielleicht irgendwem irgendwie weitergeholfen habe (und wenn es nur eine "bei der klappts ja auch"-Beruhigung ist).
Alles Gute und gute Nacht (Schlaf ist ja bekanntlich wichtig!

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