Autor Thema: Liebe Dendrit  (Gelesen 33023 mal)

Niemand

  • Gast
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #30 am: 28. September 2008, 13:46:28 »
Das sind doch mal gute Nachrichten  :dance: und freut mich das es gut gelaufen ist und das du so schnell wiedee raus kannst, Dendrit.  ;)

Gruß & erhol dich weiter gut

TablettenJunky  8)

hannah

  • ... gehört hier zum lebenden Inventar.
  • ****
  • Beiträge: 415
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #31 am: 28. September 2008, 20:13:21 »

liebe manuela,

bin erschrocken und fassungslos von deiner op - die du bereits gut überstanden hast - zu lesen!
gib gas und schau das sie dich am dienstag wirklich rauslassen können und werd' schnell gesund!

alles, alles liebe! viel geduld! du bist sehr stark - mach' weiter! wir brauchen dich!

hannah
nimm' die menschen, wie sie sind.
es gibt keine anderen!

Andi

  • Gast
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #32 am: 28. September 2008, 20:23:25 »
Hallo dendrit,

auch dir alles Liebe und einen dicken Schmatzer :-*

Cornelia-etc.

  • Moderator
  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 2.051
    • http://www.autismus-etcetera.de
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #33 am: 28. September 2008, 23:07:46 »
Liebe Dendrit,

wie schön, dass alles gut gegangen ist!   :-* :dance:
Und dass Du schon am Dienstag wieder raus kommst! Erhole Dich gut von der OP und genieße die Ruhe!  :D

Viele liebe Grüße
Cornelia
http://www.autismus-etcetera.de

Ich bin identisch mit Cornelia-Admin.

Zora

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 3.056
  • Ich liebe dieses Forum!
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #34 am: 29. September 2008, 00:16:54 »
Hallo Dendrit,

man freue ich mich das du die OP gut überstanden hast, und war sehr erfreut das du trotz der miesen Abzocke ein paar kleine liebe Zeilen an uns richten konntest.  :tröst:

Ein Einzelzimmer nix schöneres als das im Krankenhaus! ;D

Meckert keiner, Schnarcht keiner und man hat seine Ruhe nach der OP. ;)

Ich wünsche dir eine sehr gute Besserung!  :tröst:

Ganz liebevolle Grüssle

Zora

Leopoldine

  • ... gehört hier zum lebenden Inventar.
  • ****
  • Beiträge: 766
  • Ich liebe dieses Forum!
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #35 am: 29. September 2008, 10:40:09 »
Liebe Dendrit,

ich freue mich für dich, das du die schwierige OP überstanden hast. :tröst:

Nach jeder schwierigen Zeit, kommen auch wieder gute Tage, und die wünsche ich dir hiermit.

Sieh zu, das du dich noch schonst, und  dann meldest du dich  ::).

Ganz liebe Grüsse von Leopoldine

Chame

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 1.820
  • Freunde erwirbt man nicht, man erkennt sie
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #36 am: 30. September 2008, 18:18:47 »
 ;D Hallo Dendrit,

bist Du etwa wieder da, wenn ja herzliche Grüße Du Liebe Frau im Hintergrund  ;), ich hoffe es geht Dir soweit gut und Du hast alles prima überstanden?

LG Chame
Die Gegenwart ist die einzige Zeit, die uns wirklich
gehört.
(Blaise Pascal)

D.e.n.d.r.i.t

  • Moderator
  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 4.983
    • SUDEP
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #37 am: 30. September 2008, 22:28:29 »
Hallo Chame und alle anderen,

Zitat
Frau im Hintergrund

Vermutlich ja. PC war fast den ganzen Nachmittag an, ich aber nicht wirklich im Netz.  ::) Ich wurde vormittags/mittags entlassen. Und bevor ich alles nun zu mach, schau ich nochmal alles durch.

Kann noch nicht so viel schreiben, werd aber schon noch berichten. :)

Bis bald

Dendrit
Juvenile Myoklonische Epilepsie

Levetiracetam UCB / Keppra 4x 1.000 mg
Lamictal (Lamotrigin) 200-100-200 mg
Frisium (Clobazam) 0-0-0-5 mg

Citalopram 20-10-0 mg
Valdoxan 0-0-0-12,5 mg

Bisherige: AZA, BBX, CBZ, ETH, LCM, LZP, MSM, PB, PHT, PRM, TPM, VPA

https://epilepsie.jimdo.com/sudep

Chame

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 1.820
  • Freunde erwirbt man nicht, man erkennt sie
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #38 am: 30. September 2008, 22:34:56 »
Hey Dendrit,

lass Dir Zeit, es ist das wichtigste, dass Du wieder aus der Klinik bist und alles gut überstanden hast  :dance: ... gönn Dir noch ein bisschen Ruhe  :-* Du hast es Dir verdient *knuddel*

Bis bald Chame  :)
Die Gegenwart ist die einzige Zeit, die uns wirklich
gehört.
(Blaise Pascal)

Cornelia-etc.

  • Moderator
  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 2.051
    • http://www.autismus-etcetera.de
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #39 am: 01. Oktober 2008, 00:36:22 »
Genau, immer schön mit der Ruhe.
Mache es Dir im Bettchen oder auf dem Sofa gemütlich, Dendrit, und lass' es langsam angehen!  :D
Möchtest Du eine Tasse Tee haben?  8)

Gute Nacht
Cornelia
http://www.autismus-etcetera.de

Ich bin identisch mit Cornelia-Admin.

D.e.n.d.r.i.t

  • Moderator
  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 4.983
    • SUDEP
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #40 am: 02. Oktober 2008, 23:29:22 »
Dankeschön.

Also, ich hab mich daran gewagt, es zusammen zu schreiben.

05.45 h - Aufstehen, Medikamente nehmen;
06.15 h - losfahren
06.50 h - Ankunft und Aufnahme im Klinikum LL
07.00 h - Stationäre Aufnahme, kurzes Gespräch mit meiner Ärztin, Aufklärungsgespräch mit einer jungen Ärztin, nochmaliger US vom OP-Doc (auch der OA), ins Zimmer, Koffer ausgeräumt und OP-Outfit angezogen, pinke Beruhigungskapsel ;D
10.00 h - Fahrt in den OP-Vorbereitungsraum
15.00 h - "Rückfahrt" ins Zimmer
 
Das die Kurzfassung. Und lang:
 
Ich sollte nochmal zum US. Der OA (OP-Doc) war diesmal nicht so ruppig wie freitags, sah sich alles an. Ich fragte ihn, ob er aus dem US-Bild sehen kann, wie er schneiden müsse. Nein, das geht trotzdem alles mit Abtasten. Aber er sieht schon mal, wo eine Furche oder Beule wäre. Er druckte entsprechende Bilder aus und ich konnte wieder zurück.
 
Dann brachte mich eine quirlige Kr.Sr. in mein Zimmer - es war leer und konnte mir das Bett aussuchen - natürlich das am Fenster. Erst mal Koffer auspacken, dann umziehen. Mich fror es, das tat es letztes Mal schon in der dünnen Kluft. Da ich übermüdet war, ruhte ich. Die Sr. brachte mir die "rosarote Glückspille" - ich würde davon müde werden. Ich meinte, das bin ich eigentlich schon. - Dann wenigstens innerlich ruhiger. Sie brachte mir noch ein warmes Kirschkern-Kissen, das war herrlich angenehm!! 
 
So um 10.00 h gings los, sie fuhr mich zum OP. Auf dem Weg dorthin wechselte sie ein paar Worte mit einer Kollegin. Freundlich nickte ich "Guten Morgen". Die meinte, ich sähe so glücklich aus. Erstaunt zuckte ich mit den Achseln und sagte zu "meiner" Kr.Sr., dass das wohl die "Glückspille" sei.    Im Vorbereitungsraum stellte sich ein OP-Pfleger (oder was immer er war) vor. Ich sollte ich auf den Tisch. Ein "Kissen" - ähnlich wie ein Schaumstoffwürfel, in dem genügend Platz für den Kopf war, aber man sich trotzdem nicht richtig bewegen kann. Ich sollte mir die gemütlichste bzw. angenehmste Position einnehmen. Dann bekam ich 2 warme OP-Decken und eine "Nacken"-Rolle unter die Knie. Mein Port wurde angestochen, Infusion und eine Spritze voll von irgendeinem Mittel. Sauerstoffmaske und tief ein- und ausatmen und einschlafen. Ich bekam nicht mehr mit, wie sie den Tubus einführten - und dann wurde ich künstlich beatmet.
 
Der Tumor war etwas größer als der Chefarzt bemessen hatte, anscheinend 1 oder 2 mm. Dass das so gravierend ist, hätt ich nicht gedacht, so wie sich der OA freitags äußerte. Ca. 1 cm um den Tumor wird geschnitten und in die Pathologie gebracht. Der Schnelltest ergab, dass das Gewebe drumrum nicht bösartig ist, er hat also alles raus geschnitten.  Das Karzinom war aber so dicht unter der Haut, dass auch etwas Haut weggeschnitten wurde. Wenn der Schnitt gerade gewesen wäre, hätte man das gesehen. Der OP-Doc entschloss sich zu einem bogenförmigen: dadurch konnte alles so zusammengenäht werden, dass man es nicht sieht.
 
Die Ärztin sagte mir später, dass der "Tumor" nur noch ein verschrumpeltes Etwas war. Wenn bis zum Kern oder Mittelpunkt auch nicht mehr eine Bösartigkeit gefunden wird, dann brauch ich keine Bestrahlung. Dann hat also die Chemo ganze Arbeit getan. 
 
Wenn ich mich recht erinnere, hat man als Erwachsener ca. 30 Lymphen in einer Achsel, wovon sie 10-15 rausnehmen wollten. Tatsächlich haben sie nur 4 oder 5 große geholt und auch das Ergebnis war super: keines (obwohl es die großen waren) war bösartig. 
 
Als ich wieder zu mir kam, tat es natürlich weh. Obwohl ich nichts sagte, war eine Sr. da und fragte, ob sie mir Globuli geben kann, die helfen, dass es nicht so anschwillt. Klar. Meine Augen waren so verklebt, dass ich sie nicht öffnen konnte. Blöde Chemo-NW.    Schließlich bekam ich ein Schmerzmittel (Infusion) nach der anderen. Ich weiß nicht mehr, ob ich mich im Zimmer umsah, jedenfalls kann ich mich nur noch an die Uhr erinnern. Als ich sprechen wollte, war mein Hals rauh und trocken - vom Tubus. Irgendwie passte dann alles - also wach, Kreislauf, schmerzlos und ich wurde ins Zimmer gefahren. Da war es 15.00 h. Mir wurde vorher schon gesagt, dass so ne OP 1 bis 1,5 h dauert.
 
Im Zimmer bemerkte ich 2 Drainagen: ein Schlauch ging aus der "Höhle", wo der Tumor war und endete in einem Behälter, der 200 ml fassen kann. Dort war es so eingestellt, dass die Nachblutung einfach so ablaufen kann. Der andere Schlauch kam dort raus, wo sie die Lymphen entnahmen. Dort war der Behälter (axill) mit Vakuum eingestellt, dass alles rausgesogen wird, was kam. Deswegen, weil dort alles ausgespült wurde und damit auch das Wasser aus dem Körper kommt. Am nächsten Tag war im axill-Behältnis kaum Blut und die Ärzte freuten sich. Mit so wenig konnte man denen also Freude bereiten. Der OP-Doc kam später auch noch und sah nach, ob der Verband "dicht" war/blieb.
 
Ich wollte wohin, aber der Pfleger erlaubte es nicht. Wg. Narkose und Schwindel. Na gut. Da zwischendurch der OP-Doc sich vergewisserte und ihn um einen Schluck Wasser bat und er mir das Glas auch gab, bat ich ebenso den Pfleger darum. - Nein. - Wieso? Vom OP-Doc bekam ich es doch auch? - Der kommt ja auch nicht, wenn ich mich übergebe und putze das weg. - OK, ist ein Argument, aber mir war ja nicht schlecht.
 
Nach einiger Zeit kam er mit einem Kamillentee. Nachdem ich den Trinken konnte, ging es mir tatsächlich nicht gut bzw. es war alles zu trocken. Weil ich die paar Schluck offenbar gut behielt, sollte ich aufstehen - zur Toi. Ich fragte ihn aber schon, ob ich da drin allein sein darf. Klar, er warte vor der (geschlossenen) Tür, wenn was ist, dass er gleich da ist. OK, ich stand auf, er ging vor mir her, dass er mich notfalls sofort auffangen konnte. Ich war zwar benommen, aber mir war nicht schwindlig. Da meinte er, ob ich heimlich geübt habe. Ich bejahte (wo ich doch ohne seine Hilfe gar nicht aufstehen konnte).  - Er meinte, ich wäre frech. Kaum richtig wach und schon frech. 
 
Gut das vertragen. Ich bekam Essen: Erbsensuppe, Vanillesoße/-Pudding (irgendwas so dazwischen) und Apfelkompott. Erst freute ich mich auf die Vanille. Als ich saß, fiel mir meine Lactoseunverträglichkeit ein und ließ es. Da ich Erbsensuppe nicht mag, aß ich das Kompott.
 
Da ich allein im Zimmer war, kam er öfters und quatschten, denn er brauchte auf keinen anderen Rücksicht nehmen. Aufeinmal wurde mir komisch. Ich sagte ihm, ich müsse mich hinlegen, weil mir schlecht ist. Entweder Reizüberflutung, Anstrengung oder doch Narkose. Mit jedem Atemzug merkte ich, dass mir komischer im Kopf wurde. Ich erinnerte mich, wo im Bett die Brechschale ist, holte sie, drehte mich um und schon war alles draußen.   Ich wollte die Schale wegbringen. So, nur wie?    Ich müsste mit beiden Händen die Drainagen holen und mit beiden Händen den Tropf von dem Ständer und so auf die Toi gehen. Doch wo tu ich zwischenzeitlich die Schale hin? Mir war das peinlich, aber mir blieb nichts anderes übrig, als sie dem Pfleger zu geben.
 
Dann haben wir uns immer wieder unterhalten. Ich dachte schon daran, dass einige berichteten, dass sie beim Aufwachen von der Narkose Unsinn erzählten bzw. redseelig waren.    Da ich ja im Bewusstsein war, würde mir das nicht passieren. Aber ich musste doch mehr erzählt haben, als ich eigentlich würde und mich erinnere. Er hat an den nächsten Tagen Sachen nachgefragt, die nur auf ein bestimmtes Wissen gestellt werden konnten.
 
So. In den nächsten Tagen war immer die Überprüfung von Pflaster vom Personal und den Ärzten und die Verwunderung, dass ich so wenig blute. Offensichtlich vermuteten sie, dass die Naht nicht dicht war und rausbluten würde. Es ging mir dann schon besser und da fing die Denkerei an. Manche Anstöße gab unbewusst der Pfleger. Am dritten Tag kam eine rein, die vormittags einen Abgang hatte. Sie musste zur Überwachung über Nacht bleiben.
 
Natürlich zog es mich da runter. Mir kam so in den Sinn: eine Bekannte - 6 Fehlgeburten - das 7. blieb am Leben; zur gleichen Zeit: ein 5jähriges Mädchen - Gliom - gestorben und nun ich - BK - überlebt - Suizidversuch - Stat. 4b - 3 Stat. über mir. Nachmittags war ich am Rande des "Wahnsinns"     - ich wollte weglaufen. Mit Anhang in OP-Kluft? Zur Ablenkung wollte ich was anhören, aber es half auch nicht. Irgendwann schlief ich mal wieder ein    und es ging besser. Die Spätschicht hatte an diesem Tag wieder der Pfleger und bei seinem Rundgang fragte er mich, wie's mir ginge. Soweit mit den Schmerzen gings. - Und? - Musste er jede Stimmveränderung merken? Ich konnte ihm ja schlecht sagen, dass es mich wg. meiner Bettnachbarin total runter zog. Ich versuchte ausweichend zu antworten, dass ich das nicht so genau sagen konnte. Er meinte dann, ob ich einen Durchhänger hätte, was ich bejahte. Und dann bot er an, wenn ich mitternachts immer noch nicht schlafen könne, soll ich vorkommen, dann würden wir ein wenig reden. 
 
Noch vor Mitternacht ging ich vor. Ich merkte, es würde mir gut tun, wenn ich darüber rede. Nachdem ich das so schilderte, stellte er einige rhetorische Fragen. Und so kamen wir von einem Gedanken auf den anderen. Ein Baby schrie schon eine zeitlang,   dann ging ein "Alarm" und er musste hin, sagte aber, ich solle warten. Nach einer Zeit kam er mit Baby wieder. Sie war zwar nicht der Schreihals, der mittlerweile ruhig war, aber sah trotz der gelben Augen süß aus. Ich weiß zwar nicht mehr, ob alle Neugeborenen schielen, aber bei der Kleinen war das schon sehr extrem. Als beide Augen nach innen schielten, streckte sie die Zunge raus. Köstlich. Er sagte, es gibt einen Notfall, die Mutter muss auf die chirurgische Abteilung (wo ich war) verlegt werden. Und gab zu bedenken, wie vielen es nun auf der Station gehen würde, wenn sie hören, dass da ein Baby schreit. Offensichtlich waren da mehrere, die Totgeburten hatten. Ich ging dann wieder ins Bett.
 
Sobald meine Bettnachbarin entlassen wurde und ich wieder allein war, kamen viele Sachen ins Bewusstsein. Was so die Psychiater in den letzten Jahren sagten - also seit 2002 - angefangen. Welche Umstände zu was führten. Was sinnvoll wäre zu ändern. Was ich auf jeden Fall ändern muss, damit ich dies und jenes auf die Reihe bekomme.
 
Montags ist Chefvisite, der sah sich das auch alles an und war auch begeistert.    Ach ja, es ist ein Faden der sich auflöst. Vor kurzem kam im Kult-Krimi "Columbo" sowas mit selbstauflösenden Faden. Ich wollte dazu schon eine Bemerkung loslassen, aber es waren mir dann doch zu viel Leute anwesen.

Nachmittags kam eine Krankengymnastin und gab mir Anleitung und ein Blatt für Übungen. Eine von der Sozialstelle kam auch, weil ich was wg. Reha wissen wollte. Also die macht man normalerweise nach dem Abschluss der Therapie. Bei mir endet sie erst mit der letzten Infusion der Antikörper, also in einem halben Jahr. Ich fragte sie auch gleich wg. SBA. Ich brauch die OP nicht melden, denn die Diagnose bleibt weiterhin. Zudem ist er ja befristet und es reicht, wenn ich da den Termin wahrnimm.
 
Wg. der Reha fragte ich schon vorher auch den Pfleger. Er meinte, ich solle sie wenigstens anfangen, aufhören und gehen kann ich ja jederzeit. So könne ich immerhin mir sagen, ich habe es versucht. Stimmt. Und wer weiß, was in einem halben Jahr ist. Vllt. brauch ich tatsächlich irgendeine Auszeit.
 
Am Dienstagmorgen kam eine Lernschwester und maß den Blutdruck. Sie bemerkte, dass ich ja schon alles gepackt habe und nur noch die Schokolade unterbringen muss. Ich sagte ihr leise, dass ich die für das Personal als kleinen Dank besorgt hab, aber psssst.   - Ja, psssst. - Später, beim Verabschieden, fragte der Pfleger irgendwas nach, was er eigentlich auch nicht wissen könnte und so fragte ich, was ich ihm eigentlich alles an dem Mittwoch Nachmittag (nach der OP) erzählte. Er grinste und meinte, da erzählen die Leute so viel ...

Ausgiebig genug?  ;)

LG, Dendrit
Juvenile Myoklonische Epilepsie

Levetiracetam UCB / Keppra 4x 1.000 mg
Lamictal (Lamotrigin) 200-100-200 mg
Frisium (Clobazam) 0-0-0-5 mg

Citalopram 20-10-0 mg
Valdoxan 0-0-0-12,5 mg

Bisherige: AZA, BBX, CBZ, ETH, LCM, LZP, MSM, PB, PHT, PRM, TPM, VPA

https://epilepsie.jimdo.com/sudep

Chame

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 1.820
  • Freunde erwirbt man nicht, man erkennt sie
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #41 am: 02. Oktober 2008, 23:59:31 »
Hallo Dendrit,

sehr ausführlich  :-*  ;) also ich muss das zweimal lesen ... Du hast das super gemacht  :tröst: man was bin ich froh, wann bekommst Du das Ergebnis von dem Knoten? Oder hast Du das schon und ich habs überlesen?

Ich knuddel Dich mal ganz lieb und freu mich, dass es Dir besser geht...  :dance:

LG Chame
Die Gegenwart ist die einzige Zeit, die uns wirklich
gehört.
(Blaise Pascal)

D.e.n.d.r.i.t

  • Moderator
  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 4.983
    • SUDEP
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #42 am: 03. Oktober 2008, 00:37:24 »
Hallo Chame,

nein, hast nicht überlesen, hab kein Ergebnis. Das erfahr ich dann in 2 w.

LG, Dendrit
Juvenile Myoklonische Epilepsie

Levetiracetam UCB / Keppra 4x 1.000 mg
Lamictal (Lamotrigin) 200-100-200 mg
Frisium (Clobazam) 0-0-0-5 mg

Citalopram 20-10-0 mg
Valdoxan 0-0-0-12,5 mg

Bisherige: AZA, BBX, CBZ, ETH, LCM, LZP, MSM, PB, PHT, PRM, TPM, VPA

https://epilepsie.jimdo.com/sudep

tuete

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 5.797
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #43 am: 03. Oktober 2008, 07:18:49 »
Hallo Dendrit,
ich freue mich sehr dass du die OP gut überstanden hast und wünsch dir eine gut gearbeitet habende Chemo. Ich hoffe es geht weiterhin so bergauf :) ,wünsch dir Kraft und Optimismus für die kommende Zeit  und weiterhin gute Besserung.

                                   Liebe Grüße Tuete
 
Ein Original passt in keine Schablone!

sprungfan

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 2.255
  • Ich liebe dieses Forum!
Re: Liebe Dendrit
« Antwort #44 am: 03. Oktober 2008, 10:31:16 »
Hallo Dendrit, :-*

das war ja ein langer Bericht, den ich mit größtem Interesse gelesen habe.
Ich freue mich sehr, daß du die OP gut überstanden hast und die Chemo so gewirkt hat, wie es im Moment scheint. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, daß das Ergebnis gut ausfällt und du keine Bestrahlung brauchst.

Nun erhole dich gut und komm wieder zu Kräften. Du hast es nötig.

Ganz liebe Grüße und viele liebe Gedanken

Sprungfan
Wer den Himmel auf Erden sucht, hat im Geographieunterricht geschlafen.