Autor Thema: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!  (Gelesen 39474 mal)

Schali

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #30 am: 10. September 2012, 10:31:54 »
@ Lora nein das war nicht belehrend.

Du hattest nur geschrieben das du nur die letzten Beiträge gelesen hattest und die bezogen sich auch mit auf die Frage zum EBike sprich dem Versicherungsschutz.
Weil viele dürfen zwar nicht Autofahren aber Rad und die Ebikes gehören da teilweise mit drunter. Deshalb ja auch die Frage.

Ich darf Rad fahren, mit Helm und mit Begleitung.

Klar das Oberthema ist das Autofahren hier aber ich dachte das du ab oben (Seite 2) das gelesen hattest.

Doch als Epi darf man am Straßenverkehr teilnehmen, weil es ja verschiedene Arten der Anfälle gibt.
Ich als eine die GM bekommt darf das nicht aber andere schon. Kenne selber welche persönlich.

LG Anke

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #31 am: 10. September 2012, 10:45:25 »
Guten Morgen,

bitte jetzt nicht hier der nächste Streit ...   :o

Lora, Schali hat das sicher nicht als Belehrung Dir gegenüber gemeint, sondern als allgemeine Feststellung bzw. als Erklärung, warum sie die Frage nach der Versicherung als legitim empfindet. Wie sonst sollte sie das erklären als so?  ???

Es gibt eine ganze Reihe von Situationen, in denen man als Epilepsie-Erkrankter mit dem Auto fahren darf, nicht nur bei einer Aufwach-Api, sondern auch z.B. bei rein fokalen Anfällen, bei denen keine Bewusstseinsstörungen auftreten und die nicht zur Generalisierung neigen - vorausgesetzt natürlich auch z.B., Arm oder Bein zucken dabei nicht so, dass man Lenkrad oder Bremspedal nicht mehr sicher benutzen kann, aber solche Details wird ein Arzt natürlich bei der Abwägung, ob er das Fahren erlaubt, berücksichtigen.

Die Begutachtungs-Leitlinien dazu findet Du hier:
http://www.fahrerlaubnisrecht.de/Begutachtungsleitlinien/BGLL%203.9.6.htm

Einen knapp zusammenfassenden Überblick in Tabellenform hier:
http://www.neurologienetz.de/front_content.php?idart=637.

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass in Bezug auf die Teilnahme am Straßenverkehr diese Leitlinien auch auf das Fahrradfahren zu übertragen sind, analog dazu, dass man auch betrunken nicht Fahrradfahren darf und einem der KFZ-Führerschein entzogen werden kann, wenn die Polizei einen betrunken auf dem Fahrrad aufgreift.


@ Alle, die nach der Gesetzesgrundlage eines solchen Verbotes fragten: Die steht im Startbeitrag dieses Threads.  ::)

Ich zitiere hierzu (noch) einmal § 315c des Strafgesetzbuches:

"Gefährdung des Straßenverkehrs

(1) Wer im Straßenverkehr  

 1. ein Fahrzeug führt, obwohl er

 
a)  infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel oder
b)  infolge geistiger oder körperlicher Mängel  
  
    nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, oder
 
 2.  grob verkehrswidrig und rücksichtslos
      
a)  die Vorfahrt nicht beachtet,
b)  falsch überholt oder sonst bei Überholvorgängen falsch fährt,
c)  an Fußgängerüberwegen falsch fährt,
d)  an unübersichtlichen Stellen, an Straßenkreuzungen, Straßeneinmündungen oder Bahnübergängen zu schnell fährt,
e)  an unübersichtlichen Stellen nicht die rechte Seite der Fahrbahn einhält,
f)  auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen wendet, rückwärts oder entgegen der Fahrtrichtung fährt oder dies versucht oder
g)  haltende oder liegengebliebene Fahrzeuge nicht auf ausreichende Entfernung kenntlich macht, obwohl das zur Sicherung des Verkehrs erforderlich ist,

und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 ist der Versuch strafbar.

(3) Wer in den Fällen des Absatzes 1
 
1.  die Gefahr fahrlässig verursacht oder
2.  fahrlässig handelt und die Gefahr fahrlässig verursacht,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
"

Ich finde nach wie vor, das ist deutlich und klar definiert genug.
Es ist im Gesetzestext nicht die Rede speziell von einem Kraftfahrzeug, sondern von einem Fahrzeug allgemein.

An denselben Kriterien wird sich auch die Versicherung orientieren, insofern ist die Frage nach einem Versicherungsschutz auf einem Fahrrad in dem Moment müßig, in dem man darauf fährt, obwohl man nicht wirklich fahrtüchtig ist.
Wenn die individuelle Situation ein Fahren trotz Epilepsie erlaubt (siehe die Leitlinien dazu), ist die Frage nach der Versicherung ebenfalls müßig, denn dann darf man es ja.

Und darauf zielte wohl Loras Frage ab, die ich folglich also durchaus berechtigt finde - nicht an die Antwortenden, sondenr an diejenigen gerichtet, die eine solche Frage überhaupt erst stellten.

Denn natürlich liegt die Vermutung nahe, dass sie sie vielleicht deshalb stellten, weil sie im Straßenverkehr Rad fahren wollen obwohl sie wissen, dass sie es nicht sicher führen können. Dass diese naheliegende Vermutung  bei den Fragenden zutrifft, möchte ich damit aber natürlich noch nicht unterstellen, dass mir hier keine neuen Missverständnisse aufkommen.  :tröst:
Ich habe nicht nachgelesen, wie die Anfallssituation bei Euch momentan aussieht.
Denn, @ Lora, es kann natürlich auch sein, dass jemand nur unsicher ist, ob die Versicherung wirklich zuverlässig bei einem Unfall zahlt, wenn man fahren darf, obwohl man eine Epilepsie hat und dann dennoch ein Unfall geschieht.

Denn ein gewisses Grundrisiko, dass ein Unfall geschieht, ist natürlich immer bei jedem gegeben, auch bei gesunden Menschen.

Dass Du umgefahren wurdest, Lora, tut mir leid.  :tröst:
Dass Dir das "in den Knochen sitzt", ist verständlich.
Ich würde es aber nicht allein am Alter festmachen. Es gibt auch 82-Jährige, die "fit wie ein Turnschuh sind" und dann natürlich auch fahren können.
Wenn man es aber nicht mehr ist, dann sollte man auch nicht mehr fahren, da stimme ich Dir zu und Deinen Worten entnehme ich, dass das auf die Frau, die Dich umfuhr, so zutraf.
Das gilt aber unabhängig vom Alter, auch junge Menschen sollten nicht fahren, wenn sie nicht fit genug dafür sind.
Womit wir wieder beim Thema das Threads wären. ;)  :)

Liebe grüße
Cornelia

P.S.: ich sehe gerade, dass Schali inzwischen auch schon geantwortet hat.  :)
« Letzte Änderung: 10. September 2012, 10:48:40 von Cornelia-Admin »
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Lora

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #32 am: 10. September 2012, 10:50:21 »
Hallo Cornelia!

Ich wollte keinen neuen Streit anfangen. Hatte Schali ja auch gefragt, ob ich sie vielleicht mißverstanden habe.
Sie hat geantwortet und somit ist das für mich auch klar. 
Habe sie also mißverstanden.

LG, Lora

Schali

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #33 am: 10. September 2012, 11:08:16 »
Huhu ihr beiden,
nein nein hier gibts keinen Streit den gab es ja bei dem Thema schon oft genug.

Ich hatte das ganze auf das E-Bike bezogen. Aber auch nur aus dem Grund weil ich damals den Bericht sah und mich selber wunderte das man bei E-Bikes z.B. so ein Schild (Versicherung) braucht wie bei Moppetts.
Aber wo man kein Versicherungsschild braucht die Dinger heißen anders, die fahren auch nicht mehr als 25 km/h (glaub ich) weil der Motor nur unterstützend wirkt. Was ich so toll finde für mich als unsportliche Person  ;D

Hatte auch dazu geschrieben das es ja mit der Frage nichts zu tun hatte und  ich auch nicht groß mit meiner antwort helfen kann.

Ich kann auch nie eine Antwort so recht wegen Autofahren geben.
Das ist ein Thema wo ich mich nie so richtig damit befasst habe. Mir wurde, als die Epi mit 17 bei mir auftrat, gesagt das ich nicht Auto fahren darf und somit war das Thema bis jetzt (ich bin jetzt 37) für mich nie ein Thema.
Wird es sicher auch nie werden.
Ich merkte meine Anfälle bis 2004 nie, also einfach umgefallen. Seit damals habe ich vorher extreme Sprachschwierigkeiten und weiß das sie kommen.


Ganz ganz liebe Grüße Anke




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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #34 am: 10. September 2012, 11:12:14 »
Hallo Lora,

ich wollte auch nicht andeuten, dass Du bewusst "neuen Streit anfangen" wolltest, sondern nur, dass ich die Gefahr sah, dass sich ein neuer aus dem Thread entwickeln könnte.  :tröst:
Dass Du zurückgefragt hast, habe ich gelesen, das war vorbildlich, merci!  :)

Lieben Gruß
Cornelia
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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #35 am: 10. September 2012, 11:31:30 »
Hallo Anke,

danke für die Erläuterungen. :)

Zitat
Seit damals habe ich vorher extreme Sprachschwierigkeiten und weiß das sie kommen.


Damit ist dann ja auch klar, warum Dir erlaubt wurde, Fahrrad zu fahren (vorbildlich mit Helm, wie es eigentlich jeder tun sollte ;) ).
denn wenn Du die Anfälle rechtzeitig kommen spürst, kannst Du natürlich auch jederzeit rechtzeitig absteigen (während das Anhalten eines Autos je nach Fahrsituation natürlich trotzdem nicht immer so prompt möglich wäre).

Die E-Bikes, die ein Kennzeichen brauchen, entwickeln wahrscheinlich ähnlich viel Schubkraft wie ein Moped, so dass von ihnen ja auch eine größere Gefahr ausgeht, wenn sie unkontrolliert weiter angetrieben werden, weil der Fahrer nicht mehr adäquat reagieren kann.
Ich weiß nicht, wie das bei den anderen Fahrrädern ist, die elektrisch unterstützt werden, ob da der Antrieb sofort wegfällt, wenn der Fahrer nicht mehr in die Pedale tritt?

Ja, bequem sind die sicherlich, vor allem in Gegenden, die nicht flach sind wie z.B. an der Waterkant, sondern wo man, egal wo man hin will, keine Chance hat, das Bergauffahrenmüssen zu vermeiden.  :laugh:

Liene Grüße
Cornelia
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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #36 am: 10. September 2012, 11:40:47 »
Hallo,
ja natürlich mit Helm.
Einen ganz schicken - silber blau passend zum Rad. Auch nicht nur einer für 7 Euro aus dem Discounter, da hab ich mich richtig beraten lassen im Fachgeschäft
und naja auch fast 100 Euro hingelegt.
Naja so Berglein haben wir hier genug da wär so ein E-Bike nicht schlecht aber für das wenige was ich fahr lohnt sich die Ausgabe für ein ordentliches für so
ab 1300 Euro und aufwärts nicht.

Wenn wir beide Radfahren ist es hier auch meist nur wenn wir im Dorf / in der Gegend mal zu einer Feier eingeladen sind. Ansonsten nutze ich lieber den Bus.

Wie das bei den unterstützenden Rädern ist weiß ich gar nicht aber ich glaub da muss man in die Pedale treten das der Motor anspringt also würde auch bedeuten sobald man aufhört läßt auch die Motorkraft nach. Denk ich jedenfalls
« Letzte Änderung: 10. September 2012, 11:42:20 von Schali »

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #37 am: 04. November 2012, 15:13:27 »
Hallo zusammen,

ein Punkt wird immer wieder hier bei diesen Diskussionen übersehen, ich möchte dies darum einmal ausdrücklich klarstellen, da immer wieder mal jemand behauptet, Epileptiker seien übermäßig benachteiligt und als Argument anführt, andere Kranke oder Behinderte dürften Auto fahren, egal wie es ihnen geht.
Das stimmt so nicht!

Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
Auch ohne ausdrückliches Fahrverbot durch den Arzt!

Wer krank ist, Medikamente einnimmt oder müde ist und aufgrund dieser oder anderer Ursachen (auch Aufregung, Erregung wegen eines Streites oder nach einem erschreckenden Ereignis) in seiner Fahrtüchtigkeit, Reaktionsfähigkeit, Sehtüchtigkeit oder sonstwie zu sehr eingeschränkt ist, um ein Fahrzeug sicher führen zu können, darf sich nicht hinters Steuer setzen!
Das hat jeder Autofahrer vor jedem Fahrtantritt zu bedenken und zu überprüfen! Auch wenn er keine Epilepsie hat.


Das lernt eigentlich jeder beim Erwerb des Führerscheins, aber viele scheinen es gleich danach wieder zu vergessen.


Ich zitiere hierzu einmal § 315c des Strafgesetzbuches:

"Gefährdung des Straßenverkehrs

(1) Wer im Straßenverkehr
 
 1. ein Fahrzeug führt, obwohl er
 
  • a)  infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel oder
  • b)  infolge geistiger oder körperlicher Mängel
   
    nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, oder
 
 2.  grob verkehrswidrig und rücksichtslos
     
  • a)  die Vorfahrt nicht beachtet,
  • b)  falsch überholt oder sonst bei Überholvorgängen falsch fährt,
  • c)  an Fußgängerüberwegen falsch fährt,
  • d)  an unübersichtlichen Stellen, an Straßenkreuzungen, Straßeneinmündungen oder Bahnübergängen zu schnell fährt,
  • e)  an unübersichtlichen Stellen nicht die rechte Seite der Fahrbahn einhält,
  • f)  auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen wendet, rückwärts oder entgegen der Fahrtrichtung fährt oder dies versucht oder
  • g)  haltende oder liegengebliebene Fahrzeuge nicht auf ausreichende Entfernung kenntlich macht, obwohl das zur Sicherung des Verkehrs erforderlich ist,

und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 ist der Versuch strafbar.

(3) Wer in den Fällen des Absatzes 1
 
  • 1.  die Gefahr fahrlässig verursacht oder
  • 2.  fahrlässig handelt und die Gefahr fahrlässig verursacht,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

Ich meine, das ist eindeutig. Und es gilt für jeden Verkehrsteilnehmer.
Ein Fahrverbot des Arztes soll dem Betroffenen die nicht gegebene Fahrtüchtigkeit unmissverständlich klarmachen, zumal viele sich ja zwischen den Anfällen wohlfühlen und die Versuchung dann bei einigen groß sein kann.
Aber auch ohne ein ausdrückliches Fahrverbot trägt jeder die Verantwortung für sein Handeln und ist verpflichtet, im Zweifel nicht zu fahren. Und zwar auch dann nicht, wenn seine Fahrtüchtigkeit aus anderen Gründen eingeschränkt ist, nicht nur bei epileptischen Anfällen.

Und, da auch das manchmal unklar ist: Die Rede ist von Fahrzeugen im Straßenverkehr ganz allgemein, nicht nur von Kraftfahrzeugen.

Lieben Gruß
Cornelia

Zitat
Liebe Cornelia, der § 315c StGB hat nichts mit der Fahrtüchtigkeit nach den Grundsätzen der fahrerlaubnisverordnung zu tun, denn hier gehst Du grundsätzlich und fälschlicherweise von einer Straftat aus; was nicht der Fall ist. jemand mit Herzrhytmusstörungen ist gemäß Anlage 4 FEV nur bedingt fahrtüchtig, darf aber unter bestimmten Umständen fahren. Das ganze wäre auch keine Straftat, weil der Vorsatz nicht beweisbar wäre - besonders wenn diese Gründe tatsächlich erst aufgetreten sind. Deinen Ausführen nach würden sogar Menschen mit einer Erkältung eine Straftat begehen, was natürlich nicht der Fall ist. Du hast hier mit dem § 315c lediglich die sogenannten "7 Todsünden" aufgezählt/quote] ;D

SimsalaNaseweis

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #38 am: 04. November 2012, 15:15:41 »
@ Lora nein das war nicht belehrend.

Du hattest nur geschrieben das du nur die letzten Beiträge gelesen hattest und die bezogen sich auch mit auf die Frage zum EBike sprich dem Versicherungsschutz.
Weil viele dürfen zwar nicht Autofahren aber Rad und die Ebikes gehören da teilweise mit drunter. Deshalb ja auch die Frage.
Zitat
Du unterliegst hier einem kleinem, aber entscheidenden Irrtum, denn ein Fahrverbot gilt für Kraftfahrzeuge - unter Kraftfahrzeuge fallen alle , die entweder einen Verbrennungs- oder Elektromotor haben.

Ich darf Rad fahren, mit Helm und mit Begleitung.

Klar das Oberthema ist das Autofahren hier aber ich dachte das du ab oben (Seite 2) das gelesen hattest.

Doch als Epi darf man am Straßenverkehr teilnehmen, weil es ja verschiedene Arten der Anfälle gibt.
Ich als eine die GM bekommt darf das nicht aber andere schon. Kenne selber welche persönlich.

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Einfalslos

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #39 am: 11. November 2013, 21:09:40 »
Hallo zusammen,

ich hätte mal eine Frage bei der mir bisher noch niemand weiterhelfen konnte.

Vor ca. 2,5 Monaten hatte ich einen Autounfall bei dem ich einen Sekundenschlaf hatte, weil ich übermüdet und überarbeitet war.
Nachdem ich bei meiner Allgemeinärtzin war, hat Sie die Vermutung einer Epilepsie aufgestellt und mich in eine Spezialklinik geschickt.
Hier wurden Tests, wie EEG, Langzeit-EEG (24h EEG) Kipp-Tisch-Test, etc gemacht. Alle Test waren negativ und man konnte mir keine Epilepsie nachweisen. Trotzdem wurden von den Ärzten eine Fahrunfähigkeit ausgestellt mit der Begründung, dass sie mir keine Epilepsie nachweisen können, aber ich trotzdem eine Gefahr für den Straßenverkehr bin.

Für mich steht hier einiges auf dem Spiel. Mit einer Fahrunfähigkeit kann ich nicht mehr meinem Job (Vertrieb) nachkommen. Somit würde ich meinen Job für den ich nicht nur 1,5 Jahre hart gearbeitet habe (Mittagspausen mit Extraaufgaben, Überstunden, etc), sondern auch zusätzlich ein südhaftteures und zeitaufweniges Nebenstudium (Anwendungstechnik im Bereich Physik) absolviert habe.

Dürfen die Ärzte mir wirklich eine Fahrunfähigkeit ausstellen, auch wenn keine Epilepsie nachgewisen werden konnte und bei mir noch nie ein Anfall war?

Danke für eure Hilfe. Ich bin wirklich verzweifelt.

Grüße
Einfalslos

ragazzi77

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #40 am: 11. November 2013, 21:59:11 »
Hallo Einfalslos

Lies dir mal bitte ganz "bewusst das Thema dieses Treads" durch und dann diesen Satz von dir ...

Zitat
"Vor ca. 2,5 Monaten hatte ich einen Autounfall bei dem ich einen Sekundenschlaf hatte, weil ich übermüdet und überarbeitet war."

Hast du vor dein Verhalten zu ändern? Kürzer zu treten, so das du "nicht" mehr Überarbeitet und dadurch vielleicht ständig übermüdet bist?

Du kannst nicht nachvollziehen das man dich nach diesem Vorfall als eine Gefahr im Straßenverkehr eingestuft hat?

Denke mal in Ruhe "darüber" nach und suche dir einen guten Anwalt für Verkehrsrecht, da ich keine Ahnung habe wie in dem Fall die individuelle Rechtsgrundlage aussieht.

LG ragazzi

smileypieps

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #41 am: 12. November 2013, 07:31:28 »
nicht ganz falsch, sekundenschlaf: nettes bu´ßgeld die folgen, 3-6 monate fahrentzug. (mein bekannter musste sogar nen ***entest machen)
aber von ärztlicher seite hatten die gar nix zu sagen oder irgend ein fahrverbot zu erteilen.
lass dir das doch noch mal bei nem anderen arzt erörtern.
wenn wirklich keine epi vorliegt, ist nix mit fahrverbot, von ärztlicher seite.

Zitat
Trotzdem wurden von den Ärzten eine Fahrunfähigkeit ausgestellt mit der Begründung, dass sie mir keine Epilepsie nachweisen können, aber ich trotzdem eine Gefahr für den Straßenverkehr bin.
der satz ist doch völlig unlogisch und schwachsinnig.

aber um ein fahrverbot kommst du nicht drumherum!!!


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Silvio

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #42 am: 12. November 2013, 10:39:39 »
hallo,
eine fahruntauglichkeit dürfen die ärzte austellen, aber das muss dann schon begründet sein. also da noch einmal genau nachfragen. sekundenschlaf ist ein ganz heißes thema! da kann man schon einmal eine gute strafe bekommen. bloß nichts falsches sagen.


Frank2909

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #43 am: 03. Dezember 2013, 00:08:37 »
Hallo Zusammen,
ich hatte in der Nacht vom 16.05.12 auf 17.05.12 einen hirntumordurchbruch mit epileptischen anfällen, die ich bis heute noch 2 mal die woche habe, trotz keppra, Levetiracetam (1500mg morgends und 1500mg abends. der amtsarzt vom versorgungsamt erteilte mir daraufhin einen schwerbehindertenausweis mit 80%GdB und ein G und B. jetzt wurde ich von der krankenkasse ausgesteuert und solange ich vom rententräger nichts höre, soll nun das arbeitsamt "nahtlosübergangsgeld" zahlen. der amtsarzt vom arbeitsamt liess sich die unterlagen vom versorgungsamt schicken und meinte "80% mit G und B sagen doch nichts aus, der soll wieder lkw fahren.
mein neurologe hat mir aber strikt verboten zu fahren (nicht mal fahrrad). jetzt will das arbeitsamt die leistungen einstellen weil ich mich weigerte, wieder zu fahren, aber jetzt wird das geld knapp, dass mir nichts anderes übrig bleibt als wieder zu fahren. ich werde dann wieder im fernverkehr sein mit gefahrgut.
wer kommt für den schaden auf, wenn ich nun einen unfall habe? der amtsarzt vom arbeitsamt?  ich habe es schriftlich vom arbeitsamt, dass ich wieder fahren darf.

bitte gebt mir ratschläge was ich machen soll.
meine kollegen und bekannten sagen alle "wenn du wieder fährst, rufen wir die polizei an"


gruss

frank
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2013, 00:23:02 von Frank2909 »

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #44 am: 03. Dezember 2013, 01:36:09 »
hallo frank,
du darfst von ärztlicher seite aus kein fahrzeug führen. Daran solltest du dich halten. An aller erster stelle steht die fremdgefährdung. Wenn du es trotzdem machst und etwas passiert, bist du der schuldige! Wenn ein fahrverbot bekannt ist, kann auch die Versicherung die leistungen einstellen und der führerschein eingezogen werden. Das du ihn einfach so wieder bekommst, ist auch mehr als fraglich.
Da du diesen beruf, so schnell nicht wieder ausüben darfst, bleibt dir eigentlich nichts anderes übrig als eine interne versetzung im unternehmen (falls möglich) oder beruflich neu orientieren.
Hat das der amtsarzt schriftlich bestätigt, oder nur ein sachbearbeiter des arbeitsamtes, dass du fahren darfst?
Die bedingungen zum führen eines autos oder lkw findest du hier im forum oder bei google.
Gruß silvio