Autor Thema: Keppra & Nebenwirkungen  (Gelesen 61889 mal)

cherrychocolate

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Keppra & Nebenwirkungen
« am: 09. Juni 2009, 05:36:05 »
Ich habe mal ganz schnell eine frage :)

Ich nehme Keppra,
schon seit fast 2 Jahren (denk ich  :) ) ,
könnte eine nebenwirkung von keppra sein  das ich leicht reizbar bin
und auch schnell mein temperament verliere ?
Und ich bin dauernd gestresst  oder fühle mich gestresst und kann nie richtig entspannen .. :/
Denn ich habe das gefühl , dass früher, bevor Keppra  ,
mein temperament nicht so schlecht war und ich nicht "ausgerastet bin ", wie ich es jetzt tue..
Vielleicht kommt es mir einfach so vor,
und ich hab mich einfach verändert,
aber wollte nur mal wissen ob keppra dazu vielleicht beitragen könnte =)


Danke schonmal im Voraus !! =)

Niemand

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Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #1 am: 09. Juni 2009, 08:27:56 »
Hallo cherrychocolate,

von fast nahe zu allen Antikonvulsiva hat man die Nebenwirkung erfahren das sie Aggressiv machen. Das ist sehr bekannt bei diesen Medikamenten. Ich nehm KEPPRA schon ewig mich macht es ehr sehr müde und schlapp, Konzentration läßt  evtl. auch nach einer nach. Dies sind aber gewöhnliche NW wie bei vielen anderen.

Zonegran zum bleistift davon wurde ich extrem aggressiv. Nahm ich auch nicht lange ca. 3 Monate.

Also ein normale NW bei vielen MEDIS und sollte sie zu heftig werden solltest du was gegen tun wie das MEDI rausnehmen. bzw. mit deinem Arzt drüber sprechen vorher.

Gruß

TablettenJunky  ;)

Robin

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Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #2 am: 09. Juni 2009, 09:02:52 »
Huhu Cherrychocolade

ich nem Keppra schon fast 9 jahre ich muß sagen das gleiche sagen wie junky die meisten Antiepileptika haben nebenwirkungen auch in der Hinsicht auf Emotionen kommt immer drauf an wie der Körper drauf reagiert aber deine schilderung kann durchaus möglich sein
Gruß
Robin

Matsche

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Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #3 am: 09. Juni 2009, 09:03:29 »
Hallo!
Aus genau den Gründen, die du genannt hast, setze ich Keppra wieder ab. Manchmal bin ich auch von null auf hundert hoch und wunder mich, dass ich so überreagiere. Ich bin jetzt von 1250/1250 Keppra inzwischen bei 500/500 angekommen, habe trotzdem noch "Ausraster" und hoffe sehr, dass es besser wird, wenn das Keppra ganz draussen ist.
Schlapp und müde bin ich davon allerdings nicht.
Sprich mit deinem Arzt drüber, ja?
Viele Grüsse!

Aquila

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Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #4 am: 09. Juni 2009, 13:19:43 »
Hallo Cherrychocolade,
ich nehme Keppra seit 8 Jahren und bin auf 4000. Keppra gehört für mich zu den weingen Tabletten mit geringen Nebenwirkungen.
Allerdings bin ich nicht anfallsfrei.

albi

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Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #5 am: 09. Juni 2009, 17:47:24 »
Ich habe jetzt 10 Jahre lang Keppra genommen und konnte keine Aggresivität bei mir feststellen. Jedoch wurde mir vermehrt aus der Kinderstation berichtet dass Kinder extrem mit Aggressionen auf Keppra reagieren.
Viele Grüße aus Berlin

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten

Niemand

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Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #6 am: 09. Juni 2009, 18:40:47 »
Hallo Cherrychocolade,
ich nehme Keppra seit 8 Jahren und bin auf 4000. Keppra gehört für mich zu den weingen Tabletten mit geringen Nebenwirkungen.
Allerdings bin ich nicht anfallsfrei.

wenige hab ich auch nur und nehme auch 4000 aber ich nehme nicht nur Keppra deshalb kann man nie genau sagen woher kommt es. Keppra nehm ich aber am längsten von allen.

Annakind

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Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #7 am: 09. Juni 2009, 20:21:03 »
Also sobald ich mit dem Lamotrigin ordentlich drin bin (und ihr wisst ja, das kann dauern  ::) ) werde ich meinen Arzt nötigen, dass er (bzw. sie  ;D ) das Keppra (4000mg am Tag) raus nimmt. Die Reizbarkeit hat zwar nach den ersten 2 Monaten stark abgenommen, aber insgesamt fühle ich mich immer noch recht "neben der Spur", und noch dazu hilft es mit meinen Anfällen nicht so richtig.

Ist vielleicht auch Luxus dass ich sagen kann "rein mit dem einen und dann raus mit dem anderen", weil ich ja zuerst vermehrt fokale Anfälle bekomme, die für mich nicht so traumatisch sind. GM Anfälle hatte ich bisher nur wenige und nur im Schlaf, sonst würde ich bestimmt anders darüber denken...

LG,

Ann
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cherrychocolate

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Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #8 am: 10. Juni 2009, 02:54:55 »
Danke für eure Antworten!! =)

@Matsche :

Genau so ist das bei mir auch, müde oder schlapp bin ich dadurch gar nicht..
Hab halt nur das Gefühl das ich leicht reizbar bin, seitdem ich Keppra nehmen ! =)

CrazyGrisu

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Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #9 am: 21. Juni 2009, 20:57:37 »
Schoenen guten Abend zusammen,

neben meinem Keppra und Lamictal bin ich seit Anbeginn der neuen Epilepsie (06.08.2006 16:00) bin ich sehr vergesslich geworden. Langzeiterinnerungen (Kindheit, Urlaub, Filme etc.) sind kein Problem ... sondern ich denk an was ... moechte es machen , gehe in den anderen Raum wo ich es machen wollte und weiss nicht mehr was es war.

Das ist nicht mehr das schlimmste, viel schlimmer ist dass ich heute offenbar nach der Mittagsdosis (200 mg Lamictal) wohl meine Tablettendose in der Kirche liegen gelassen hatte.

In der Dose waren noch:

- 1.500 mg Keppra
- 1,5 Tavor 1 mg das Stück

Das Tavor ist nicht das schlimmste, es macht (bei mir) eigentlich nur müde bei einer Schlafphase von minimum 2 Stunden.

Aber wie wäre es wenn ein normal gesunder Mensch, ein Kind, diese 1.500 mg Keppra einnimmt, weil es nicht besser wusste was es in der vielleicht gefundenen Dose war als nur ein Bonbon ?

Bitte gebt mir ein rasche Antwort, damit ich mir keine sooo grossen Sorgen um den jenigen machen muss, der dieses Zeugs evtl. eingenommen hat. :(

Ich bete besonders darum dass es kein Kind war!

Liebe Gruesse

Euer verruecktes Drachenviech
Meine aktuellen Epi-Medis seit 21.01.2013
Morgens: 750mg UCB Levetiracetam + 125mg GSK Lamictal
Mittags: 125mg GSK Lamictal
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CrazyGrisu

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Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #10 am: 21. Juni 2009, 23:45:31 »
 :insel:Huhu Allerseits, bei der zweiten Durchsicht unseres Autos konnten wir die Dose endlich wieder finden :escape:.

Die war leer, von gestern, dann hatte ich meine heutige schon in die Küche gelegt, wo meine Frau die 7 Stueck jeden Sonntag neu auffüllt.

 :tröst:Was bin ich froh, dass nix schlimmeres passiert ist ...

... ich hatte erst unser Krankenhaus angerufen, aber die waren da einfach zu kompliziert ...

"Ich koennte ja mal unseren Diensthabenden Arzt fragen..." welch geistreiche Hilfe, von einer Krankenschwester, der Medizinischen Versorgung für Arzneimittelfragen. Note: 6 minus.

Danach rief ich den bzw. die Giftnotrufzentrale an, die glaub ich mit (0551) als Vorwahl in Göttingen sitzt.
Die zarte Stimme da am Telefon gab perfekt Auskunft zu den Medis (Tavor und Keppra) und deren Nebenwirkungen,

wen man sowas einnimmt und nicht dafür vorgesehen ist. Bedauerlicherweise gelten deren Daten in Sachen Nebenwirkungen nur für "Erwachsene".

Aber ausser den bekannten körperlichen Nebenwirkungen: Durchfall, zittern in den Händen ...

würde bei einem Kind Erbrechen und Schläfrigkeit hin zu kommen. Die junge Dame von der Giftnotrufzentrale war ruhig und nett. Nicht solche Nachtschattengewächse wie in Neumünster im FEK (Friedrich-Ebert-Krankenhaus).

Nun denn

liebe Grüsse

Euer Michael
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Mirjam

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Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #11 am: 21. Juni 2009, 23:55:12 »
Hallo Michael!

Freut mich für dich, dass das doch noch ein glückliches Ende genommen hat!!   :tröst:

Hab da ja auch keine Erfharung damit was passiert wenn das ein Kind findet. Denke es käme wohl auch auf das Alter des Kindes an. Andererseits könnte vllt. eine "einmalige Dosis" Keppra nicht ganz so schlimm sein...   ???
Aber Tavor  ???

Aber so ist die Lösung viel besser!! Und ausprobieren muss das ja nun wirlich niemand!

Da dann schlaf gut - und länger als 2 Std.!
Das mit der Vergesslichkeit geht wohl mehreren so - nicht nur wegen der Medis...

LG Mirjam
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TobiMami

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Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #12 am: 24. Juni 2009, 17:46:47 »
Hallo miteinander,
ich bin neu im Forum und habe auch eine Frage bzgl. Nebenwirkungen von Keppra.
Unser Sohn (19) hatte am 03.01. und am 14.02.09 jeweils einen Anfall. Seither nimmt er Keppra 500 und zwar seit ca. 4 Wochen 2000 mg/tgl.
Seit geraumer Zeit bemerkt er, dass er weniger (mittlerweiler gar nicht mehr) Gerüche wahr nimmt und seit ca. 1 Woche schmeckt er auch nichts mehr.
Cola schmeckt wie Wasser.... Das Essen ist geschmackloser "Brei". Weder Süß noch Sauer, scharf, bitter.... absolut nichts.
Hat jemand von euch auch derartiges von euch festgestellt. Im "Waschzettel" von Keppra sind zwar Sinnesstörungen aufgeführt, aber nicht näher beschrieben.
Würde sich bei einer geringerer Dosis dies wieder geben?

Danke für eure Antworten       Daniela ::)

Annakind

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Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #13 am: 24. Juni 2009, 20:28:14 »
Hallo Daniela!

Ja, so etwa 4 Wochen in die Therapie mit Keppra hinein mochte ich auch nicht mehr Essen... ich kann Dir nicht sagen ob alles wie "geschmackloser Brei" geschmeckt hat. Aber alles was Substanz hatte empfand ich einfach als widerlich in meinem Mund. Trinken war ok, aber selbst bei großem Hunger hab ich abends stundenlang gebraucht um z.B. einen Becher Joghurt runter zu würgen.

Soweit ich mich erinnere war es eine Woche lang richtig schlimm und dann wurde es besser. Nach 8 Wochen oder so hatte ich das Problem dann gar nicht mehr.

Ich würde vielleicht abwarten, ob es nicht in den nächsten paar Tagen deutlich besser wird. Sonst einfach mal den Neurologen anrufen. Und auch wenn es doof schmeckt, mit 19 sieht Dein Sohn den Sinn des Essens ja ein (zumindest ein Minimum) und da muss dann eben der Wille stärker sein, damit man sich nicht zusätzlich unnötig schwächt.

LG,

Anna
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Annakind

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Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #14 am: 24. Juni 2009, 20:37:35 »
Hm... also ich hab mir das nochmal durchgelesen... also wenn er wirklich gar keine oder fast keine Gerüche mehr wahrnimmt... vielleicht solltet ihr doch mal besser direkt den Neurologen fragen? Klingt ja schon komisch, oder? Gibt ja noch andere Sachen als Keppra, die auch nicht unbedingt schlechter sind - und von den Nebenwirkungen her verträglicher, sowas scheint individuell ganz unterschiedlich zu sein.

Aber mit dem Riechen kann ich das auch nicht so ganz von meinen Allergien abgrenzen. Ich leide von April bis Juli unter Heuschnupfen (Roggen+Gräser) und rieche daher weniger gut, aber starke Gerüche nehme ich durchaus noch deutlich wahr.

Ich kann mich an einen Laborkurs Anfang Mai erinnern... ich hatte absolut keine Anzeichen von verstopfter Nase an dem Tag (die läuft halt oft nur, und meine Augen jucken wie blöde von den Allergien) und auch davor hatte ich keine kürzlich abgelaufene Erkältung oder so - deshalb war es für mich erstaunlich, dass ich in diesem Laborkurs die Wasserproben nicht nach ihrem Chlorgeruch beurteilen konnte. Alle anderen haben das zumindest in etwa hinbekommen, auch meine Mit-Allergiker-Kollegen  ;) , aber ich hab überhaupt gar kein (!!) Chlor gerochen. Nichts! Auch beim zehnten Anlauf gar nichts, nichtmal in der stärksten Probe und mit der Nase schon fast im Erlenmeyer-Kolben  :escape:

Also vielleicht kann das schon sein, dass ich schlechter riechen kann (wollte schon schreiben "dass ich schlechter rieche"  ;D ich hoffe nicht, dass ich schlechter rieche, aber das würde mir ja dann wiederum nicht auffallen)

So, sorry, bin heute abend irgendwie verwirrt (ah ja, Keppra  ::) ), aber ich glaub ihr solltet doch mal den Arzt fragen.
Liebe Grüße,
Anna
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