Epilepsie-Forum - das Forum von Epilepsie-Netz
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Autor Thema: Wie habt ihr euren Kindern die Krankheit erklärt?  (Gelesen 1110 mal)
Hummelchen
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Beiträge: 6



« Antworten #15 am: 27. April 2010, 10:29:36 »

Hallo aggi,

Du schreibst, dass Deine Kinder so selbstverständlich damit aufgewachsen sind. Sie scheinen gut damit umgehen zu können. Sicher hast Du ihnen das auch irgendwann mal erklärt, oder? Darf ich fragen, wie alt sie da waren und wie Du das gemacht hast?

Und Deine Anfälle, darf ich fragen, wie die verlaufen? Ich kenne mich da mit Fachbegriffen nicht aus, weiß nur inzwischen, dass es da wohl immense Unterschiede gibt. Würd mich einfach mal interessieren.

LG Hummelchen
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aggi61
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« Antworten #16 am: 27. April 2010, 16:41:37 »

Hi Hummelchen

Meine beiden "Großen" waren 3 und 2 Jahre alt als ich meinen letzten großen Anfall hatte. Ich glaube nicht, dass sie sich daran noch erinnern können und da war mein Mann zu Hause.

Sie wussten, dass sie nicht das Spiel spielen dürfen "ganz schnell Licht an und ausschalten" und auch nicht den Fernseher anmachen wenn Mama an der Schrankwand vorne ist oder den Fernseher abstaubt (meine Anfälle werden durch Flimmerreize ausgelöst - sogenannte Fotosensibilität).

Später, als sie alt genug waren habe ich ihnen sicher die Zusammenhänge erklärt und auch, dass dabei nichts Schlimmes passieren kann (außer, ich würde dabei eine Treppe runterfallen). Ich erklärte ihnen auf was sie achten müssen und wie sie reagieren und wie nicht.

Und ich erklärte ihnen wann und unter welchen Umständen sie Hilfe holen müssen.

Aber - wie gesagt - zu dieser Zeit hatte ich schon längst gelernt die Situationen zu meiden die bei mir Anfälle auslösen können.

LG aggi

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Gestern stand ich am Abgrund - heute bin ich einen Schritt weiter!

Schlaf - ist das nicht dieser halbherzige Coffeinersatz???

Hummelchen
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« Antworten #17 am: 28. April 2010, 22:45:18 »

Hallo aggi,

ok, schön jedenfalls, dass sie auch so gut damit klarkommen.

Ich habe auch im Laufe der Zeit einige Berichte hier im Forum gelesen von Leuten, die die unterschiedlichsten Anfälle haben und wie sie sich fühlen. Das hat mich schon betroffen gemacht, es ist sicher oft für beide Seiten nicht leicht. Umso besser, dass hier die Möglichkeit besteht, sich darüber auszutauschen.

LG
Hummelchen
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Tanja2001
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« Antworten #18 am: 28. Mai 2010, 11:19:41 »

Hallo,

ich habe einen Freund, der auch unter dieser Krankheit leidet. Am Samstag abend habe ich ihn bewusstlos im Bad gefunden. Alles voller Blut. Er hat sich ne große Platzwunde zugezogen... in den Momenten, bin ich auch echt fertig mit der Welt  Cry
Ich weiss auch nicht woher diese Anfälle kommen.
« Letzte Änderung: 28. Mai 2010, 11:27:56 von Tanja2001 » Gespeichert
kaffeetante80
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« Antworten #19 am: 28. Mai 2010, 12:04:33 »

meine kinder sind 5 und 7 und wissen über meine krankheiten bescheid. ich hab ihnen vor allem erklärt, dass das einfach so passiert und dass sie sich keine sorgen machen müssen. wenn mir was runterfällt oder so, dann schiebe ich es meistens drauf dass ich "schusselig" bin, nciht nur bei meinen kindern, sondern auch bei allen anderen leuten. mir sind die anfälle extrem unangenehm und iwie peinlich.
als ich mal die treppe runter gefallen bin, hat yannik (damals gerade 4) die polizei angerufen, er hat vor lauter schreck die nummern verwechselt. ich hab aber schnell genug reagiert und nochmal angerufen, so dass die nicht extra herfahren mussten.
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dal
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Vogel mit Spaß


« Antworten #20 am: 19. Juni 2010, 07:52:44 »

Ich habe es meiner Kleinen nach meinen letzten GrandMal Anfall im April danach im Krankenhaus erklärt das in mein Kopf da eben ein Gewitter ist und ich dann einfach umfalle ,ok sie wird jetzt 7 und hat es sehr gut verstanden trägt mir auch immer mein Buch nach das ich immer vergesse  Roll Eyes,auch wen ich mein zucken wieder habe und nicht gleich schreibe kommt von hinten wieder "Papa du sollst doch aufschreiben wen du nen Anfall hast" (Ja ich bin ziemlich schusselich Roll Eyes also sie nimmt es recht gut auf.Ok sie hat bis jetzt zum Glück noch keinen GrandMal mit erlebt was ich auch hoffe das es nie soweit kommt .
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Panettone
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« Antworten #21 am: 28. Juli 2010, 01:48:57 »

Hallo miteinander

Ich bin zwar hier neu, aber eine "alte" Epileptikerin. Wink

bei uns ist Epilepsie in der Familie. Meine Mutter ist Epileptikerin, und ihre 5 Kinder sind es auch, ebenso meine Tochter. Bei uns allen kam die Epi während der Pubertät zum Ausbruch, so dass man noch nicht sagen kann, wie es mit den Kindern meiner Geschwister aussehen wird - bis jetzt sind sie noch zu jung.

Meine Geschwister und ich haben die recht häufigen Anfälle unserer Mutter regelmässig mitgekriegt, sind also quasi damit grossgeworden. Unsere Eltern haben uns recht früh erklärt, dass das viel schlimmer aussieht, als es eigentlich ist und wie wir uns verhalten sollten. Mein ältester Bruder und ich haben das dann auch den jüngeren Geschwistern weitervermittelt bzw. gezeigt und mit ihnen "Doktor sein" geübt. Als dann bei mir als erster von uns die Epi ausbrach, fanden meine Geschwister weiter gar nichts dabei, sondern nahmen es fast schon als eine Selbstverständlichkeit hin. Im Gymnasium wurde ich allerdings von den Lehrern als Geisteskranke bezeichnet, aber nach dem Abi war auch das überstanden.

Meine Tochter und die Kinder meiner Geschwister haben wir so früh wie möglich ganz sachlich darüber aufgeklärt, dass Mutter bzw. Vater Epilepsie haben, dass das nicht weiter schlimmm ist und wie sie zu reagieren haben. Gar kein Problem! Sie reagieren verschieden; so beobachtete meine Tochter und einer meiner Neffen unsere Anfälle quasi diagnostisch und erzählten dann lang und breit, was genau geschehen war, andere setzten sich daneben und singen Lieder.

Als dann bei meiner Tochter während der Pubertät die Epi ausbrach, überraschte mich das nur wenig. Es ist eben in der Familie. Allerdings hatte sie das Glück, in Frankreich aufzuwachsen, wo Epilepsie kein Stigma anhaftet. Sie hatte ihren ersten Anfall in der Schule, der Klassenlehrer rief mich im Büro an und ich telefonierte sofort den Chefarzt in Kork, der auch meine Geschwister und mich medikamentös eingestellt hatte; es gelang mir, noch in derselben Woche einen Termin zu bekommen. Wir hatten Glück, und bereits der erste Medikamentenversuch war ein Volltreffer. Seither lebt auch meine Tochter mit der "heiligen Krankheit", hat aber - anders als ich - keinerlei Probleme mit Freunden, Lehrern usw. Sie geht ganz normal aufs Gymnasium, treibt Sport, macht Musik, geht auf Partys, und sie und ihre Freunde wissen, dass Alkohol absolut tabu ist und halten sich dran. Keiner findet Epilepsie gross erwähnenswert. Ich weiss ja nicht, wie es inzwischen in Deutschland ist, doch als wir vor ca. 15 Jahren nach Frankreich kamen, merkte ich den Unterschied wie Tag und Nacht.

LG
Panettone
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MeisterChaos
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« Antworten #22 am: 28. Juli 2010, 16:51:16 »

ganz gutes sogar "witzig" gemachtes Vidio über epi

http://www.epilepsie-forum.de/de/Trileptal/epilepsieforum/VideoVonAnfllenundAmeisen/page.html

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