Autor Thema: Kombi - Keppra + Topamax. Eventuelle Nebenwirkungen, was ist dagegen möglich?  (Gelesen 1216 mal)

G40.3

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Hi,

ich bekomme 3000mg Keppra, 200mg Topamax und das selbe nochmal abends (also 6g Keppra, 400mg Topamax), manchmal weiß ich mitten im Satz nichtmehr so genau was ich sagen will, mein gedächtnis (über kurze und lange zeit) ist auch nicht gerade das beste. trotz der hohen dosierung, hab ich manchmal ein kurzes zucken in einzelnen muskelgruppen, wenn ich die medikamente nurmal 3 stunden zu spät einnehme, kann es auchmal vorkommen, das ich kurzzeitig nichtmehr richtig mitbekomme, was um mich rum los ist... wie ein petit mal anfall sozusagen.

neulich hatte ich auch das gefühl, einen zungenbiss zu haben..., den hätte ich wenn dann aber über nacht bekommen müssen. während eines grand-mal anfalls, der tagsüber passierte, hatte ich aber nochnie einen zungenbiss.

ich bin seitdem ich diese dosis habe (also ein einhalb jahre) (soweit ich weiß) aber von ernsthaften anfällen frei. kann auchmal wenig schlaf bekommen oder was trinken gehen, ohne das ich probleme habe.

das macht mir ein wenig sorgen, wegen einem wechsel auf ein anderes medikament, weil da ja wieder die gefahr besteht, dass es gar nicht funktioniert und ich zeitweise große probleme mit krampfanfällen habe. außerdem ist es bei dieser kombi doch schwierig zu sagen, woher eventuelle nebenwirkungen genau kommen, ob nun vom topamax oder vom keppra. mehr krampfsicherheit kann man auch kaum gewähren, da beide medikamente ja schon fast überdosiert sind.

gibt es eine möglichkeit, sicher heraus zu finden, wo nebenwirkungen her kommen könnten, und, falls nötig, SICHER auf ein anderes antiepileptika umzusteigen?

lg

Schali

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Hallo un herzlich Willkommen!

Musste jetzt bei dem Nick schon ein wenig schmunzeln. Ist doch die Bezeichnung die immer auf einem Krankenschein draufsteht oder?  ::)

Leider kann ich dir zu den Medis nichts sagen da ich nur  ;) Carbamazepin nehme.
Aber das mit dem Gedächtnis und nicht mehr wissen was man sagen will kenn ich auch.

Ich bin mir aber sicher das hier noch viele schreiben werden.

LG und alles Gute Anke

G40.3

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jo, mein nickname is auch meine diagnose :) !

da fällt mir doch spontan nochmal ne frage ein:

wäre es vielleicht unproblematisch möglich, mich auf Brivaracetam umzustellen, da dieses medikament ja auf die selbe art und weise wirken soll, wie keppra (wenn ich das richtig verstanden habe), aber eine bessere wirksamkeit in kombination mit weniger nebenwirkungen haben soll???

wenn der wirkmechanismus als solches aber der selbe ist, sollte doch eine umstellung ohne probleme EIGENTLICH möglich sein, oder???

kennt sich da jemand aus? hat jemand andere/bessere ratschläge?

ich hab meinen führerschein nichtmehr..., muss 2 jahre anfallsfrei sein, um ihn wieder zu bekommen. und ich muss dann auch dementsprechend krampfstabil sein. ich möchte mir aber auch nicht für jeden noch so wichtigen termin 30 mal meine erinnerungsfunktion im handy stellen müssen, weil ich es sonst vergesse.

lg

TablettenJunky

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   hier im FORUM G40.3

Ach, zu KEPPRA und TOPAMAX kann ich dir Geschichten erzählen  :jojo: was willst lesen  ::)
Übrigens momentan ist ziemlich aktuell weil ich nämlich selbst Probleme damit hab mit dem KEPPRA hier ein THREAD etwas weiter unten unter deinem hier der LINK:
 Erfahrungsaustausch zu Nebenwirkungen Keppra: Gereiztheit, Aggressivität - wie kann man sie reduzieren?
Es sind 2 zusammen geführte Thread's da nimmst du dir am bestem mal ein bisschen Zeit für, fragen oder diskutierst gleich da weiter.
Ich nehme KEPPRA 4000 am Tag Topamax 400 am Tag und Timox 240 noch dazu am Tag. Was ich so an Problemen hab steht ja im Thread bzw unter welchen NW ich momentan leide.

Bei Topamax kannst du / musst du aber nicht Probleme mit dem essen bekommen ich hab es auf jeden Fall. Dein Sprachstörungen sprechen jedenfalls schon für eine NW von Topamax, typisch von dem MEDI.
Auch Konzentrationsschwäche ist normal bei vielen Antikonvulsiva.

Zitat
gibt es eine möglichkeit, sicher heraus zu finden, wo nebenwirkungen her kommen könnten, und, falls nötig, SICHER auf ein anderes antiepileptika umzusteigen?

Schau in die Packungsbeilage  :laugh: Aber sicher auf ein anderes MEDI umzusteigen denke ich nicht du dann würde ich es ganz schnell tun schon gestern hätte ich es getan. Grad wenn du KEPPRA und TOPAMAX nimmst 2 MEDI'S mit fast 2 identisch gleichen NW wird es schwierig die dem MEDI zu zuordnet.
Da bleibt nur experimentieren. Davon lebt die Forschung.  :laugh: Ansonsten hast du Fragen? Kannst auch gern ne PN schicken.  ;)
« Letzte Änderung: 22. Oktober 2009, 13:51:05 von TablettenJunky »
Dein Leben musst du vorwärts Leben, verstehen wirst du es rückwärts. :)

heidi35

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Hallo,

eine "unproblematische" Umstellung auf Brivaracetam ist noch nicht möglich, da das Medikament noch nicht zugelassen ist...
Das kann man momentan nur im Rahmen von Studien erhalten.

Grüße
heidi

Nicole78

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Hallo,


da hat Heidi recht, der Wirkstoff oder besser das entsprechende Medikament ist in
Deutschland noch nicht zugelassen,soweit ich weiss wird das glaube aus Kostenfründen war es
noch eine geraume Weile dauern aber wer weiss vielleicht geht es am Ende doch schneller als
geplant! :tröst:

LG Nicole
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G40.3

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"Aber sicher auf ein anderes MEDI umzusteigen denke ich nicht du dann würde ich es ganz schnell tun schon gestern hätte ich es getan. Grad wenn du KEPPRA und TOPAMAX nimmst 2 MEDI'S mit fast 2 identisch gleichen NW wird es schwierig die dem MEDI zu zuordnet."

tja... aber gerade dann ist es auch schwierig zu wissen, wie du schon sagst, von welchem Medikament welche Nebenwirkung kommt... ! Wenn man jetzt rein von der Dosis her ausgeht, müsste es ja fast eher das Keppra sein... 6g sind ja ne nichtmehr wirklich alltägliche Dosis...  :weirdo:! Aber manche Leute bekommen auch schon von 500mg deutliche Beschwerden.

Das mit dem Umsteigen ist nicht so einfach für mich. Ich habe vor ein einhalb Jahren nachdem ich nen kleineren Unfall hatte, nen Krampfanfall gehabt. Andere Autofahrer haben die Behörden benachrichtigt. Nun muss ich 2 Jahre Krampffrei sein. Wenn ich mich jetzt auf ein anderes Medikament einstellen lasse, ist die Gefahr ja sehr groß, dass ich in dieser Umstellungsphase wieder Krampfe..., das würde bedeuten, dass ich dann nochmal 2 Jahre warten muss. Außerdem ist es ja immer eine riesiges Rätselraten, bis dann das richtige Medikament gefunden ist. Da bei mir selbst beim Computertomographie, EEG etc, Schlaflabor usw nix definitives zeigt, können die Ärzte nicht genau sagen, wo was herkommt. Selbst mein Epileptologe kann im Grunde genommen genausogut in eine große, bunte Kiste voller Pillen (bzw Antikonvulsiva) beliebig reingreifen und hoffen, das jenes, was er gerade in der Hand hält, dann auch das richtige ist.

Es wäre wieder sehr langwierig und schwierig und warscheinlich ein langer Klinikaufenthalt... oder die Gefahr sich zu Hause in der Dusche etc das Genick zu brechen ;)

lg

cindra

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Hallo und willkommen G40.3


ich selbst nehme die Kombination Topamax und Carbamazepin.
Probleme mit dem Gedächtnis habe ich besonders in der Aufdosierungsphase immer wieder. Und gerade bin ich wieder mal in der Aufdosierungsphase.
Diese Probleme können dann 2-3 Monate andauern. Am Anfang sind sie dann verschwunden. Ob sie es dieses mal auch tun? Ich hoffe es.
Was mich mehr belastet sind die Wortfindungsstörungen bzw. das in einem Satz ein ganz anderes Wort heraus kommt als ich eigentlich gedacht habe. Das kann u.U. ganz schön peinlich werden. Diese Probleme kommen wohl vom Topamax. Carbamazepin macht mich eher müde.

Ich nehme Topamax 300 mg am Tag und Carbamazepin 800mg, bin damit aber noch nicht anfallsfrei.
Zum Glück habe ich aber nur noch einfach fokale Anfälle und hatte schon lange keinen GM mehr.

Mit Keppra habe ich bisher keinerlei Erfahrungen gemacht.

Liebe Grüße
Andrea
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