Autor Thema: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges  (Gelesen 42617 mal)

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges
« Antwort #15 am: 05. April 2010, 09:16:11 »
Alles wird gut!

Sei nicht traurig, ich erzähle dir eine Geschichte.

Da war mal eine Schnecke. Die hatte sich, in ihr Schneckenhaus zurückgezogen.
Sie sah nur die dunklen Wolken, den Donner und Blitz und die trüben Regentage.
Sie sah nur den Sturm und die drohende Flut, und niemand war wirklich freundlich zu ihr.

So lebte sie Tag für Tag. Immer dunkler wurden ihre Gedanken und die Bilder in ihrem Kopf, bis sie nur noch Schwarz sehen konnte.

Da kam ein Schneckerich vorbei. Der wollte sich enttäuscht in sein Haus verkriechen.
Er schimpfte über die düsteren Wolken, Donner und Blitz und die endlosen Regentage.
Er klagte über den Sturm und die Flut und das wirklich keiner mehr freundlich sei.

Als nun die Schnecke ihre eigenen Gedanken hörte, erschrak sie und sah sich wie in einem Spiegel.

"Er wird ein Schwarzseher und sich für immer zurückziehen Ich muss ihn aufmuntern."

Sie streckte den Kopf hinaus und versuchte ihn zu trösten:

"Die Wolken werden sich verziehen. Auf das Gewitter folgt Sonnenschein. Und wie viel heller strahlt ein neuer Tag nach endlos trüben Regentagen.
Der Sturm lässt nach, es ruht die Flut, komm doch heraus, alles wird gut."

Der Schneckerich schaute aus dem Haus und erzählte der Schnecke von seinem Kummer.
Die nahm sich Zeit, hörte gut zu und sagte:

"Schau nicht ins Dunkel, da ist doch Licht. Doch du muss es wollen, sonst siehst du es nicht. Wenn deine Gedanken nur Dunkelheit sehen, können nur dunkle Bilder entstehen. Erst, wenn dein Blick im Hellen ruht, erhellt sich dein Sinn und Alles wird gut."


[Autor Unbekannt]

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges
« Antwort #16 am: 09. April 2010, 09:01:39 »
Der Kaufmann und der Papagei

[Nach einer Geschichte von Jelaluddin Rumi]

Es war einmal ein Kaufmann der hatte einen Papagei. Der Papagei war in einem Käfig eingesperrt und vertrieb die Zeit mit seinem Geplapper.

So war es bis der Kaufmann eines Tages eine weite Reise nach Indien unternehmen musste. Vor seiner Abreise fragte er seine Frau und seine Kinder und alle seine Verwandten und Bedienstete, was er ihnen als Andenken mitbringen sollte.

Jeder wünschte sich etwas anderes: seine Frau wollte einen weichen Kashmirschal, der Sohn einen lebendigen Pfau, die Tochter wünschte sich einen Kamm aus echtem Elfenbein, einer begehrte einen Topf voller Süßigkeiten, ein anderer allerlei Arzneimittel und Gewürze wie Kardamom, Zimt, Ingwer und Chili...

Der Kaufmann notierte alle Dinge auf eine Liste und ging dann zu seinem Papagei, um sich auch von ihm zu verabschieden. Er fragte den Vogel: "Und was soll ich dir aus Indien mitbringen?"

Das kluge Papageilein antwortete sogleich: "Ich wünsche nur, dass du wieder gesund nach Hause kommst. Du brauchst mir nichts mitzubringen. Aber ich habe gehört» dass es in Indien frei lebende Papageien gibt. Deshalb habe ich einen Wunsch. Wenn du dort in den Wäldern auf meine Freunde triffst und siehst, dass diese dort froh und munter umher fliegen, so grüße sie doch von mir und sprich folgende Worte zu ihnen:

'Mein Papagei bittet euch um einen Rat. Er lässt euch ausrichten, dass dies nicht die feine Art von Freunden und Verwandten sei. Ihr sollt auch einmal an ihn denken, denn er möchte ebenso fröhlich sein wie ihr.' Vergiss bitte nicht, diese Botschaft von mir den Papageien mitzuteilen und bring mir ihre Antwort. Das ist alles, was ich mir wünsche."

Der Kaufmann wollte ihm das erfüllen und schrieb den Wunsch wie auch die anderen auf seinen Zettel. Er versprach seinem Vogel, ihm die Antwort der indischen Papageien zu bringen.

So reiste der Kaufmann ins ferne Indien. Als er dort angekommen war und einige Geschäfte getätigt hatte, lieh er sich ein Pferd, um die Gegend zu erkunden. Auf seinem Ritt kam er durch einen großen Wald. Wie er so munter vor sich her ritt, entdeckte er plötzlich einige wunderschöne Vögel. Es waren tatsächlich Papageie, die zwischen den grünen Baumwipfeln fröhlich hin und herflatterten. Er hielt an, denn in diesem Moment war ihm wieder der Wunsch seines Papageien eingefallen. Er stieg vom Pferd und rief die bunten Vögel zu sich. Tatsächlich kamen die Papageie näher, so, als hätten sie ihn verstanden.Ganz in seiner Nähe ließen sie sich auf den Ästen eines Baumes nieder.

Als die drei Vögel dort oben versammelt waren, erzählte ihnen der Kaufmann, was ihm sein Papagei aufgetragen hatte. Als er zu Ende gesprochen hatte, bat er die Buntgefiederten Genossen um ihre Antwort. Doch die Vögel wollten ihm keine Antwort geben. Im Gegenteil, plötzlich fing einer der Papageie an, am ganzen Körper zu zittern bis er ohnmächtig wurde und schließlich vom Ast herunterfiel.

Die anderen Papageie aber blieben stumm« Der Kaufmann wunderte sich sehr. Doch er wollte unbedingt eine Antwort hören und rief den Vögeln zu: 'Ihr lieben Papageie» mein Papagei ist doch euer Freund und mit euch verwandt. Er wünscht sich so sehr einen Rat von euch, so antwortet ihm doch!"

Als der Kaufmann dies gesagt hatte fing auch noch der zweite Papagei an, heftig zu zittern und fiel wie der erste zu Boden, Der dritte Papagei aber blieb ruhig sitzen, als wäre nichts geschehen, und gab kein einziges Wort von sich.

Der gute Mann war ganz durcheinander. Er fing an, seine Worte zu bereuen und machte sich im Herzen Vorwürfe. Leise sagte er zu sich: "Was habe ich bloß getan? Am Ende bin ich Schuld am Tod der Vögel, weil ich ihnen den Wunsch meines Papageis vorgetragen habe? Ich konnte das alles doch nicht wissen! Am Ende sind diese gefiederten Tierchen mit meinem Papagei tatsächlich verwandt und sind vor lauter Sehnsucht nach ihm gestorben?

Aber alles Klagen war zu spät» Traurig ritt der Kaufmann weiter und nahm sich vor, nie mehr mit einem indischen Papagei über die Sache zu sprechen. Er setzte seine Reise fort und machte seine Besorgungen und Geschäfte, Mit einem ansehnlichen Gewinn und allerlei Geschenken kehrte er in seine Heimatstadt zurück, Zuhause angekommen, verteilte er die Reiseandenken an seine Familie, seine Verwandten und Bediensteten und ging dann zu seinem Papagei.

Der Buntgescheckte fragte ihn sogleich:

"0 lieber Meister, allen hast du ein Geschenk mitgebracht, wo ist aber nun die frohe Nachricht, die du mir bringen wolltest? Was hast du zu den indischen Papageien gesagt, und wie haben sie dir geantwortet?

Der Kaufmann antwortete etwas kleinlaut:
"Mein lieber Papagei! Ich habe deinen indischen Freunden deine Botschaft überbracht. Doch das habe ich schwer bereut. Denn hätte ich gewusst, was passieren würde, dann hätte ich ihnen niemals deine Botschaft bestellt! Denn die Worte, die du mir auf getragen hast, haben die Tierlein ganz traurig gemacht, so dass sie gar nichts mehr sagen wollten."

Da rief der Papagei ganz aufgeregt: "Das kann gar nicht sein! Ich kenne doch meine Papageien. Es ist unmöglich, dass sie dir nicht geantwortet haben! Sie sind treuer und ehrlicher als die Menschen. Wenn du ihnen wirklich meine Botschaft überbracht hast, dann haben sie dir auch ganz bestimmt geantwortet!"

Der Kaufmann erwiderte: "Es ist so gewesen, wie ich es dir erzählt habe. Aber es wäre besser, wir sprechen nicht mehr darüber und ich schenke dir etwas anderes, was du gerne haben möchtest."

Der Papagei sagte mit ganz trauriger Stimme: "Ich möchte gar nichts anderes haben. Du sollst mir nur sagen, was die Papageien dir zur Antwort gaben, als sie meine Worte hörten."

Na gut," antwortete der Kaufmann, "wenn du so beharrlich danach fragst, so sollst du wissen. Deine Freunde, die indischen Papageie, haben überhaupt nichts gesagte als ich ihnen deine Worte überbrachte. Im Gegenteil, als ich sie um ihre Antwort bat, wurde einem Papagei so übel, dass er zitterte, bewusstlos wurde und regungslos auf die Erde fiel, während die anderen keinen Ton mehr herausbrachten.
So musste ich meine Bitte noch einmal wiederholen. Und wieder wurde ein Vogel ohnmächtig und stürzte zu Boden und der andere blieb abermals stumm. Ich war sehr überrascht darüber und enttäuschte dass die Papageien keine Antwort geben wollten. Am Ende hatte ich gar den Tod deiner beiden Artgenossen verursacht. Ich weiß nicht, ob sie mit dir verwandt waren oder nicht. Jedenfalls hat keiner von ihnen auch nur ein Wort zu mir gesprochen."

Als der Kaufmann dies gesagt hatte, gab der Papagei plötzlich einen kreischenden Schrei von sich, erzitterte, dass seine Federn aufflogen, wurde bewusstlos und stürzte nieder. Der Kaufmann erschrak, als er dies sah. Nun wusste er gar nicht, wie ihm geschah. Auch sein Papagei lag regungslos auf dem Boden seines Käfigs. Alles Weinen und Klagen half nichts
mehr.

Dem Kaufmann blieb nichts anderes übrig, als das arme Vöglein aus dem Käfig herauszunehmen. Er legte es draußen im Garten in das Gras und war sehr traurig, dass sein guter Papagei anscheinend auch durch seine Worte gestorben sei.

Wie erstaunt war da der Kaufmann, als der Papagei nämlich merkte, dass er frei war, setzte er schnell seine Flügel in Bewegung und flog geschwind hinauf in die Luft. Der Kaufmann blickte ihm verwundert nach. Hoch oben auf einem Ast des Baumes setzte sich der Papagei nieder. Der Kaufmann rief ihm mit erregter Stimme nach: "Was sehe ich auf einmal? Wie ist denn das gekommen?"

Doch nun dämmerte ihm und er stellte seinem ehemaligen Papagei die Frage: "Wo du nun jederzeit fortfliegen kannst, so wirst du mir doch auch jetzt erzählen, wie du das gemacht hast. Ich habe deine Botschaft den Papageien überbracht, also musst auch du mir jetzt die Wahrheit sagen.

Der Papagei antwortete "Weil du ein guter Mensch bist und meine Botschaft wahrheitsgetreu überbracht hast, so will ich dir die Wahrheit sagen. Ich habe den indischen Papageien durch meine Botschaft meine traurige Lage erklärt und sie um einen Weg gefragt, wie ich mich befreien kann. Und sie haben mir einen wahrhaft praktischen Rat gegeben: Zum einen blieben sie stumm und sagten nichts mehr. Dadurch lehrten sie mir, dass der Grund meiner Gefangenschaft in meinem Geplapper und meiner endlosen süßen Rede lag. So war der Weg meiner Befreiung eben nichts mehr zu sagen.

Zum anderen wurden die beiden indischen Papageie nacheinander ohnmächtige um mir eine zweite praktische Lehre zu geben. Sie haben mir gezeigte solange, du ein Korn bist, werden dich die Vögel aufpicken und solange du eine Beute bleibst wird der Jäger hinter dir her sein. Aber da du ja keine Zähne und Krallen hast, um dich zu wehren und du im Käfig gefangen bist, musst du nutzlos sein, stumm, ohnmächtig und schwach. Dann werden die Habgierigen von dir ablassen und du wirst frei sein.

Auch der Pfau ist wegen seiner Schönheit in Gefangenschaft geraten und der Papagei, weil er sprechen kann. Schönheit und süße Rede war mein Missgeschick. Die indischen Papageie aber haben mir gesagt, 'du musst stumm bleiben und nichts sein, um lebendig und frei zu werden.'

Dies war die beste Lehre, die sie mir zeigen konnten. Und jetzt habe ich diese Lehre, wie du siehst, in die tat umgesetzt und bin wirklich frei geworden."
Das sagte der Papagei und flog davon......

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges
« Antwort #17 am: 11. April 2010, 16:20:03 »
Galileo Galilei hat gesagt:

„Es gibt nichts, was man einem Menschen beibringen kann. Man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu finden.“

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges
« Antwort #18 am: 11. April 2010, 16:22:11 »
Arme Leute

Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben.
Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie.

Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn:

"Wie war dieser Ausflug?"
"Sehr interessant!" antwortete der Sohn.
"Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?"
"Oh ja, Vater, das habe ich gesehen."
"Was hast du also gelernt?" fragte der Vater.

Und der Sohn antwortete:

"Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier.
Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört.
Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne.
Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont."

Der Vater war sprachlos.

Und der Sohn fügte noch hinzu: "Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind."

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges
« Antwort #19 am: 11. April 2010, 16:25:37 »
Über Stärke, Festigkeit und Ruhe stritten sich ein Schilfrohr und ein Ölbaum.

Das Rohr, welches von dem Ölbaum grob getadelt ward, dass es aller Stärke entbehre und leicht von allen Winden hin und her bewegt werde, schwieg und sagte kein Wort.

Nach einer kleinen Weile erhob sich ein heftiger Sturm; das hin und her geschüttelte Rohr hatte den Windstößen nachgegeben und blieb unbeschädigt, der Ölbaum dagegen, welcher sich den Winden entgegen gestemmt hatte, wurde durch deren Gewalt gebrochen.

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges
« Antwort #20 am: 14. April 2010, 21:15:45 »
Geschichte mit dem Straßenfeger:

Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich.
Man denkt, die ist so schrecklich lang,
das kann man niemals schaffen, denkt man.

Und dann fängt man an, sich zu eilen.
Und man eilt sich immer mehr.
Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man,
dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt.

Und man strengt sich noch mehr an und man kriegt es mit der Angst,
und zum Schluss ist man ganz aus der Puste.
Und man kann nicht mehr.
Und die Strasse liegt immer noch vor einem.

So darf man es nicht machen.
Man darf nie an die ganze Strasse auf einmal denken.
Verstehst du?

Man muss nur an den nächsten Besenstrich.
Und immer wieder nur an den nächsten denken.

Dann macht es Freude;
Dann ist es richtig, dann macht man seine Sache gut.
Und so soll es sein.

Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Strasse gemacht hat.
Man hat gar nicht gemerkt wie und man ist nicht aus der Puste.


 :)

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges
« Antwort #21 am: 23. April 2010, 19:13:09 »
Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte,
im nächsten Leben würde ich versuchen mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht mehr perfekt sein wollen,
ich würde mich mehr entspannen.
 
Ich wäre ein bisschen verrückter als ich gewesen bin,
ich würde weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben.
 
Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,
Sonnenuntergänge betrachten,
mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.
 
Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten,
freilich hatte ich auch Momente der Freude,
aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben.
 
Falls du es noch nicht weißt, aus diesen besteht nämlich das Leben,
nur aus Augenblicken, vergiss nicht den jetzigen.
 
Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst barfuß gehen.

Und ich würde mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.
 
Aber sehen Sie....ich bin 85 Jahre alt und weiß,
dass ich bald sterben werde.
 
Von einer Patientin an den Arzt.


[Wie bei den beiden zuvor - Autor leider Unbekannt]

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges
« Antwort #22 am: 24. April 2010, 19:10:10 »
Die Geschichte vom Baumwollfaden

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war:

Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach, sagte er sich, und für einen Pullover zu kurz.
An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen.
Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos.
Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid.
Aber so? Es reicht nicht. Was kann ich schon? Niemand braucht mich.
Niemand mag mich - und ich mich selbst am wenigsten.

So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

Da klopfte ein Klümpchen Wachs an seine Tür und sagte:

Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab da so eine Idee. Wir beide tun uns zusammen.
Für eine Osterkerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal.
Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern.

Da war der kleine Baumwollfaden ganz glücklich, tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: Nun hat mein Dasein doch einen Sinn.

Und wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen,
die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten.



[Autor unbekannt]

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken ... :o)
« Antwort #23 am: 01. Mai 2010, 18:53:53 »
Nimm Dir nur 5 min Zeit und lies den Text.

Lies dies und lass’ es auf Dich einwirken - dann wähle selbst, wie Du den morgigen Tag beginnen willst. :)

Michael war so eine Art Typ, der Dich wirklich wahnsinnig machen konnte.
Er war immer guter Laune und hatte immer etwas Positives zu sagen.
Wenn ihn jemand fragte, wie's ihm ginge, antwortete er:
"Wenn's mir besser gehen würde, wäre ich zwei Mal vorhanden."
Er war der geborene Optimist.

Hatte einer seiner Angestellten mal einen schlechten Tag, sagte Michael zu ihm, er solle die positive Seite der Situation sehen.

Seine Art machte mich wirklich derart neugierig, dass ich eines Tages auf ihn zuging und zu ihm sagte:
"Das kann ich einfach nicht verstehen. Du kannst doch nicht ständig ein positiv denkender Mensch sein, wie machst Du denn das?"

Michael entgegnete: "Wenn ich am Morgen aufwache, sage ich mir:
"Du hast zwei Möglichkeiten. Du kannst wählen, ob Du guter oder schlechter Laune sein willst. Und ich will eben guter Laune sein.
Jedes Mal, wenn etwas passiert, kann ich selbst wählen, ob ich der Leidtragende einer Situation sein oder ob ich etwas daraus lernen will.
Jedes Mal, wenn jemand zu mir kommt, um sich zu beklagen, kann ich entweder sein Klagen akzeptieren oder ich kann auf die positive Seite
des Lebens hinweisen. Ich habe die positive Seite gewählt."

"Ja, gut, aber das ist nicht so einfach", war mein Einwand.

"Doch, es  ist einfach", meinte Michael, "das Leben besteht aus lauter Auswahlmöglichkeiten.
Du entscheidest, wie Du auf gewisse Situationen reagieren willst.
Du kannst wählen, wie die Leute Deine Laune beeinflussen.
Dein Motto ist: Du kannst darüber entscheiden, wie Du Dein Leben führen willst."

Ich dachte darüber nach, was Michael gesagt hatte.

Wir verloren uns aus den Augen, aber ich dachte oft an ihn, wenn ich mich für das Leben entschied, statt darauf zu reagieren.

Einige Jahre später erfuhr ich, dass Michael in einen schweren Unfall verwickelt war.
Er stürzte etwa 18 m von einem Fernmeldeturm.
Nach 18 Stunden im Operationssaal und Wochen intensiver Pflege wurde Michael mit Metallstützen in seinem Rücken aus dem Krankenhaus entlassen.
Als ich ihn fragte, wie es ihm ginge, erwiderte er:
"Wenn es mir besser ginge, wäre ich zwei Mal vorhanden. Möchtest Du meine Operationsnarben sehen?"

Ich verzichtete darauf, fragte ihn aber, was in ihm vorgegangen sei im Augenblick des Unfalls.

"Nun das erste, was mir durch den Kopf ging, war, ob es meiner Tochter, die bald darauf zur Welt kommen sollte, gut ginge.
Als ich dann so am Boden lag, erinnerte ich mich, dass ich zwei Möglichkeiten hatte: Ich konnte wählen, ob ich leben oder sterben wollte."

"Hattest Du Angst? Hast Du das Bewusstsein verloren?" wollte ich wissen.

Michael fuhr fort: "Die Sanitäter haben wirklich gute Arbeit geleistet. Sie hörten nicht auf, mir zu sagen, dass es mir gut ginge.
Aber als sie mich in die Notaufnahme rollten, sah ich den Gesichtsausdruck der Ärzte und Schwestern, der sagte:
'Er ist ein toter Mann.' Und ich wusste, dass ich die Initiative ergreifen musste."

"Was hast Du denn getan?" fragte ich ihn.

"Nun, als mich so ein Ungetüm von Aufnahmeschwester mit lauter Stimme befragte und wissen wollte, ob ich auf irgendetwas allergisch sei, bejahte ich.
Die Ärzte und Schwestern hielten inne und warteten auf meine Antwort.
Ich atmete tief durch und brüllte zurück: 'Auf Schwerkraft'  :D
Während das ganze Team lachte, erklärte ich ihm: Ich entscheide mich zu leben.
Also operieren Sie mich, als wäre ich lebendig und nicht tot."

Michael überlebte dank der Fähigkeit seiner Ärzte, aber auch wegen seiner bewundernswerten Einstellung.

Von ihm lernte ich, dass wir jeden Tag die Wahl haben, in vollen Zügen zu leben.
Die Einstellung ist schließlich alles. :)

* * * * * * * * * *

Deshalb sorge Dich nicht um das, was morgen sein wird.
Jeden Tag gibt es genug, um das man sich sorgen muss.
Und das Heute ist das Morgen, über das Du Dir gestern Sorgen gemacht hast.

GENIESSE DAS LEBEN, DENN ES IST DAS EINZIGE, DAS DU WIRKLICH HAST.

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges
« Antwort #24 am: 08. Mai 2010, 10:05:23 »
Das ABC im Bezug auf ... SIE ...

A... kzeptieren Dich so wie Du bist.

B... ringen Dich zum Lachen.

C... hronischen Kummer vertreiben sie.

D... enken nie schlecht über Dich.

E... rklären Dir Dinge, die Du nicht verstehst.

F... reuen sich mit Dir.

G... lauben an Dich.

H... elfen Dir, wenn Du nicht mehr weiter weißt.

I... mmer kannst Du zu ihnen kommen.

J... agen Dir keine Angst ein.

K... lagen nicht über Dich.

L... ieben Dich so wie Du bist.

M... einen es stets gut mit Dir.

N... ehmen Dich auch mal in den Arm.

O... rdnen Dein Leben manchmal wieder richtig.

P... assen auf Dich auf.

Q... uälen Dich nicht mit bösen Dingen.

R... asten nicht aus, wenn Du mal Fehler machst.

S... agen Dir die Wahrheit.

T... rocknen Dir Deine Tränen wenn Du mal weinst.

U... nterstützen Dich bei allem.

V... erletzen Dich nie.

W... issen meist Rat wenn Du ihn nicht weißt.

Z... eigen Dir Deine Fehler und haben Dich trotzdem lieb.

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges
« Antwort #25 am: 29. Mai 2010, 15:29:07 »
Die Geschichte des kleinen Steins

Vor langer Zeit kam ein kleiner Stein auf die Welt. Es war ein fröhlicher Stein und er wuchs bei größeren Steinen auf, die ihn beschützten.

Einen großen Stein hatte er besonders lieb. Der kleine Stein wurde größer und größer.
Nun war es an der Zeit, andere kleine Steine kennen zu lernen, mit ihnen zu spielen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Der kleine Stein aber war dafür zu schüchtern und bevorzugte es, von seinem geliebten großen Stein zu lernen.

Niemand bemerkte, dass in dieser Zeit bereits Dinge geschahen, die aus dem Inneren des kleinen Steins kleine Steinstücke herausbrechen ließen.
Nach Außen sah der kleine Stein rund und fröhlich aus.

Als der kleine Stein seinen besonders geliebten großen Stein verlor machte ihn das sehr traurig, aber er blieb weiter fröhlich und lies sich Nichts anmerken. Er brach wieder neue kleine Steinstückchen aus seinem Inneren ab.

Der kleine Stein wuchs weiter, wurde aber immer stiller und zurückhaltender.

Eines Tages war es soweit, der kleine Stein sollte sein Haus verlassen und etwas für sein Leben lernen.
Zu dieser Zeit war der kleine Stein bereits sehr geschwächt. Wie sollte er in der großen Welt mit vielen fremden kleinen Steinen leben?
Ein neues Steinstück brach aus ihm heraus und jetzt konnte er die große neue Welt betreten.

So wuchs der kleine Stein weiter und nach Außen sah er immer noch ganz unbeschwert und rund aus.
Im Inneren aber purzelten viele seiner abgespaltenen Gesteinsteilchen durcheinander.

Einige Steinstückchen wuchsen mit, andere blieben in ihrer ursprünglichen Größe erhalten.
Ab und zu zeigte sich auch das ein oder andere abgesplitterte Steinstücken in der Außenwelt.
Manche der großen Steine bemerkten das, aber sie schenkten diesen Vorkommnissen keine große Beachtung.

Der kleine Stein suchte sich einen neuen großen Stein, den er ganz lieb hatte, denn er erinnerte ihn an seinen verstorbenen geliebten Stein.
Er besuchte diesen Stein regelmäßig.

Er wuchs und wuchs und immer wieder gab es neue kleine Steine in seinem Inneren.
Diese inneren Steine waren sehr wichtig für den kleinen Stein geworden.
Ohne seine kleinen inneren Steinfreunde hätte er nicht mehr rund und bunt ausgesehen.

Der Stein wurde immer dünner und schließlich blieb nur noch eine dünne Gesteinshülle übrig. So zog sich der jetzt schon groß gewachsene Stein ganz unbewusst immer weiter von der Welt zurück, weil sein Innerstes sehr Weise war und spürte, dass es besser für ihn sein würde.

Er blühte wieder auf, als er die Tanzwelt entdeckte. Auch dort gab es einen großen Stein, den er sehr lieb gewann und den er privat besuchte.

Viele Jahre sind schon vergangen und eines Abends in einem fernen Steinland verlor der Stein die Kontrolle über sich und so kam es, dass sich ein Riss in seiner Hülle bildete. Er konnte damit zwar Leben, wurde aber immer ängstlicher und verletzlicher.

Mit der Zeit fühlte sich der Stein von noch größeren und mächtigeren Steinen schon bei den kleinsten Vorkommnissen verletzt und floh deshalb in eine neue Steinwelt. Er bemerkte schnell, dass er nicht in diese Welt passte, aber weil er nach Außen ja immer rund und bunt erscheinen musste, schaffte es seine angekratzte Hülle noch einen weiteren Stein zu bilden.

Dieser neue Stein war aber auch nicht so stark und musste sich wiederum neue Steine schaffen.
So wurde die Hülle immer dünner und der einst kleine Stein wusste gar nicht mehr wie ihm geschah.

In dieser anderen Steinwelt geschahen dann sehr viele Dinge, die kleinen/großen Stein zerbrechen ließen.
Die großen Steine hatten keine Ahnung davon. Niemals hatte der kleine/große Stein überhaupt über sich und sein Leben geredet.

Schließlich meldeten sich die inneren Steinanteile ganz deutlich, denn sonst hätte der zerfallene Stein niemals aufgegeben rund und bunt zu erscheinen.

Der kleine/große/zerfallene Stein wird von den vielen Steinstücken zusammengehalten. Diese Stücke sind ganz verschieden. Es gibt kleine, mittlere und große Stücke. Einige sind rund und könnten ein eigenes Steinleben führen. Manchmal machen sie das sogar und nehmen auf den kleinen/großen/zerfallen Stein keine Rücksicht mehr. Sie fühlen sich genauso rund und fröhlich, wie sich der kleine Stein am Anfang seines Lebens gefühlt hat.

Andere Stücke sind spitz und kantig. Sie versuchen damit weitere böse Dinge vom zerfallenen Stein fernzuhalten. Manche von ihnen wissen nicht, dass sie dem zerfallenen Stein und anderen Stücken manchmal Angst machen und wehtun können.

Manche Stücke zeigen sich und andere bleiben lieber in der inneren Steinwelt des zerfallenen Steins. Jeden von den vielen kleinen abgespaltenen Steinen sollte man ernst nehmen.

Die Steine purzeln manchmal ganz schön durcheinander, aber man kann sie auch wieder ordnen. Das erfordert sehr viel Geduld und eine lange Suche. Schön wäre es, möglichst viele Steine zu finden und ihnen zuzuhören. Nur so ist man in der Lage herauszufinden, welche Stücke zueinander passen und kann diese Stücke dann zusammenfügen.

Da ein Teil der kleinen Steinstücke aber sehr ausgeprägte Fähigkeiten und einen eigenen Lebenswillen besitzt könnte es auch schwierig sein, diese dazu zu bringen sich in das Steinpuzzle einzufügen. Dennoch haben sich gerade diese Stücke einen sehr großen Stein aus einer anderen neuen Welt gewählt, um dem zerfallenen Stein zu ermöglichen wieder ein runder Stein zu werden.

So werden langsam aus kleinen Stücken größere und irgendwann ergibt sich wieder ein runder fröhlicher Stein.
Mit viel Glück findet man auch den Ursprungsstein wieder. Der Stein der Weisen aber ist besonders schwierig zu entdecken.

Steine leben ewig.Niemand kann sie zerstören, auch wenn sie noch so klein werden.


[Autor unbekannt]

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges
« Antwort #26 am: 15. Juli 2010, 13:04:34 »
Es kommt der Tag, da ist man des mühseligen so müde, das man sich eine Lösung herbei wünscht, die einen von dieser Mühseligkeit erlösen mag. 

(von ragazzi)  :insel:

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges
« Antwort #27 am: 26. Juli 2010, 19:38:38 »
Seesterne

Es war einmal ein alter Mann, der jeden Morgen einen Spaziergang am Meeresstrand machte.
Eines Tages sah er einen kleinen Jungen, der vorsichtig etwas aufhob und ins Meer warf.
Er rief: "Guten Morgen. Was machst Du da?"

Der Junge richtete sich auf und antwortete: "Ich werfe Seesterne ins Meer zurück.
Es ist Ebbe, und die Sonne brennt herunter. Wenn ich es nicht tue, dann sterben sie."

"Aber, junger Mann", erwiderte der alte Mann, "ist dir eigentlich klar, das hier Kilometer um Kilometer Strand ist.
Und überall liegen Seesterne. Du kannst unmöglich alle retten, das macht doch keinen Sinn."

Der Junge hörte höflich zu, bückte sich, nahm einen anderen Seestern auf und warf ihn lächelnd ins Meer.
"Aber für diesen Einen macht es Sinn!"
  :)

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges
« Antwort #28 am: 27. Juli 2010, 22:49:30 »
Der Frosch

Es war einmal eine Gruppe von Fröschen, die einen Wettlauf machen wollten. Ihr Ziel war es, die Spitze eines hohen Turmes zu erreichen.
Viele Zuschauer hatten sich bereits versammelt, um diesen Wettlauf zu sehen und sie anzufeuern. Das Rennen konnte beginnen.

Ehrlich gesagt: Von den Zuschauern glaubte niemand so recht daran, dass es möglich sei diesen hohen Gipfel zu erreichen.

Alles was man hören konnte waren Aussprüche wie:
,,Ach, das ist bestimmt viel zu anstrengend! Die werden sicher nie da oben ankommen!"
oder: ,,Das können sie gar nicht schaffen, der Turm ist viel zu hoch!"

Die Frösche hörten das und begannen zu resignieren …

Außer einem, der kraftvoll weiter kletterte.

Die Leute riefen weiter: ,,Das ist doch viel zu anstrengend! Das kann niemand schaffen!"

Immer mehr Frösche verließ die Kraft und sie gaben schliesslich auf …

Nur der eine Frosch kletterte immer noch weiter. ER wollte einfach nicht aufgeben.  :)
Es hatten alle aufgehört, weiterzuklettern, außer diesem einen Frosch, der mit enormem Kraftaufwand als Einziger den Gipfel des Turmes erreichte.

Jetzt wollten die anderen Frösche natürlich wissen, wie er das denn schaffen konnte.
Einer von ihnen ging auf ihn zu, um ihn zu fragen wie er es geschafft hatte, diese enorme Leistung zu bringen und bis ans Ziel zu kommen.
Es stellte sich heraus …

Der Gewinner war TAUB 

Und die Moral von der Geschichte:

Höre niemals auf Leute, die die schlechte Angewohnheit haben, immer negativ und pessimistisch zu sein, denn sie stehlen Dir Deine schönsten Wünsche und Hoffnungen, die Du in Deinem Herzen trägst.  :)

Denke immer an die Macht der Worte, denn alles was Du hörst und liest, beeinflusst Dich in Deinem Tun. 

Daher: Sei immer P O S I T I V  Und vor allem: Sei einfach T A U B, wenn jemand Dir sagt, dass DU Deine Träume nicht realisieren kannst.

Denke immer daran: Auch D U kannst es schaffen!
  :)


Ich wünsche euch alles Liebe und Gute für eure Zukunft,  passt auf euch auf und versucht das Beste aus allem zu machen.

ritorno

  • Gast
Re: Gedanken - Nachdenkliches & Lustiges
« Antwort #29 am: 02. August 2010, 09:22:50 »
Es ist wichtig, jemanden dort abzuholen, wo er gerade ist.  ::)
Aber manchmal ist es auch wichtig, jemanden dort zu lassen, wo er gerade sein will.