Autor Thema: Rivotril (clonazepam)  (Gelesen 13035 mal)

Zellu

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Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #15 am: 23. Mai 2010, 15:41:39 »
Hallo,

@ Andrander
Nimmst du ein Benzodiazepam ein?
Ich nehme seit 1 1/2 Jahre ein Benzodiazepam, mein Epileptologe schrieb mir "Urbanyl" (F) auf und in Deutschland und
Luxemburg "findet" man es unter dem Namen Frisium. Als ich mit dem Rezept in eine Apotheke ging in Luxemburg (wohne ja auch dort)
gab man mir Frisium, ich sagte aber, dass ich Urbanyl bräuchte. Da sagte die Frau es wäre der gleiche Wirkstoff. Ok, dachte ich mir nimmst du
halt Frisium. Ich nahm dann 10 mg pro Tag und nahm nebenbei Gardénal (was auch ein Benzodiazepam ist).
Ja als ich dann stationär in der Klinik war im April 2009, sah mein Arzt die Verpackung vom Frisium und Gardénal und war erschrocken.
Gardénal bekam ich von meinem Hausarzt aufgeschrieben. Ohje ::) Also durch diese 2 Medi's hatte ich tonnenweise Anfälle, nur Anfallsserien,
hatte 2x einen Status....
Kurz danach als ich entlassen werden sollte, kam er zu mir, gab mir das Rezept, da stand dann, Lamotrigine, Urbanyl und Dépakine CHRONO 500 drauf.
Und da sagte er zu mir "Patricia du prends ce médicaments!!" "Frisium c'est quoi ca ?? Frisium n'est pas Urbanyl !!" Der hat sich sowasvon aufgeregt.
Also er hat sich nicht über mich aufgeregt, auf keinen Fall, er war sauer, welche Medi's mir die in Luxemurg gegeben haben, denn die hätten einen anderen
Wirkstoff... Da sagte er sofort, dass ich die Medi's aus Frankreich nehme. Ja seitdem tue ich das auch und ich vertrage sie sehr gut.
Ein Benzodiazepam nimmt man normalerweise nicht länger als ein halbes Jahr. Aber da es bei mir sehr akut war, wurde mir Urbanyl aufgeschrieben.
Man nimmt ein Benzodiazepam nur ein halbes Jahr, da die Abhängigkeit sehr groß ist. Gott sei Dank hatte ich keine Entzugserscheinungen oder zahlreiche Anfälle
beim Absetzen während der 2 Medi's. Er machte das SEHR SEHR langsam, wirklich Milimeterarbeit hatte mein Epileptologe gemacht. Ich nehme jetzt nur noch 5mg Urbanyl aus Sicherheit.
Von einem Benzodiazepam kann man auch sehr müde werden, aber es kommt auf die Dosis an. Ich nahm damals 10 mg Frisium und 50 mg
Gardénal. Boah, wollte mich mein Hausarzt umbringen??? :o :weirdo: Wenn ich jetzt so daran denke....


Bei einem Notfallmedikament, wie Clonazepam wird immer nach dem Körpergewicht gefragt und dann dementsprechend dosiert.. Besonders wenn man es intravenös gespritzt bekommt.
Damals wurde ich auch gefragt, als ich Dépakine CHRONO 500 ein"geschlichen" bekam.


@ BlackAngel
Gerade das Gegenteil, mein EEG zeigte Anomalien ---> Polyspikes und irgendwie noch was anderes. ;)
Wenn dein Neurologe sagt, dass nichts im EEG zu sehen ist/war, obwohl du einen Anfall hattest. Wird es dann kein epileptischer Anfall
gewesen sein?? Ich weiss es nicht, kann da auch jetzt nichts beurteilen, aber ich weiss nur, wenn man einen Anfall hatte, während dem EEG und
es keine epileptische Aktivität zu sehen war, kann es kein epileptischer Anfall gewesen sein, sondern psychogen?! Also so weiss ICH es nur. Ich bin KEIN Doc.

Das mit deiner Vermutung Frontalllappen- oder Temporalllappenepilepsie.... ist besser wenn dein Neurologe das herausfindet, ausser er hatte schon so einen
Verdacht....??



Liebe Grüße
Patricia
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Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #16 am: 23. Mai 2010, 16:39:18 »
@ zillu:

Na,ich werde kein halbes jahr bis bethel warten.
Im gegenteil, damit ich nicht abhängig werde, will er gucken, dass ich so schnell wie möglich nach bethel komme.

Ja...vielleicht war es die aufregung, sodass nichts im EEG zu finden war.
War das zweite EEG wo nichts gefunden wurde.

In den ganzen anderen wurde mit anfall währenddessen immer was gefunden (allgemeinveränderung) bei einem anderen (spikes) bei einem anderen (spikes und sharp waves).

Zu dem EEG ergebnis (spikes und sharp waves) meinte er Das sind fokale anfälle mit GM anfällen.
Ich find das richtig toll, dass er mal aufklärt und die sachen auch erklärt :)

Wegen dem clonazepam: Ich soll ja 3 tabletten am tag nehmen (in der packungsbeilage stand 3-4).
Kann ich auch bei einem akuten anfall der länger als 5-10 minuten dauert eine versuchen zu nehmen?

Das gute war, dass ich heut morgen nach dem aufstehen einen anfall hatte und morgens ja die erste nehmen soll.
Hab da also schon testen können...
Es hilft wirklich...



Zellu

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Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #17 am: 23. Mai 2010, 17:01:15 »

Das ist gut, wenn dein Neurologe dir das erklärt, ich finde sowas immer wichtig ! Schließlich versteht man nicht so direkt ihr Fachchinesisch. ;D
Wenn ein Anfall länger als 5 Min., muss man den Notarzt rufen... das ist wahr. Um es mal so zu sagen.
Mein Epileptologe sagte aber zu mir, dass es wäre erst ab 10 Min., denn das steht auch in meinem Epi-Pass (Auf der Rückseite ist aufgeschrieben,
wie man Erste Hilfe leisten kann). In Frankreich ist das anders... Also ich hatte immer Anfälle oder ein Anfall der niemals länger als 10 Min. gedauert hatte.
Die waren meistens über die Zeit weg! Bei mir wurde oft der Notarzt gerufen, nachher entschieden MEINE Eltern, dass sie wirklich im akuuuuuuuten Fall den
Notarzt rufen, denn immer nach 5 Min. einen zu rufen und dann etwas gespritzt zu bekommen, also wäre ich Non-Stop in der Reha gewesen....
Also jedesmal, wenn meine Eltern sahen, dass es wirklich nicht mehr geht und ich nicht mehr aus meine Anfälle rauskomme... dann rufen sie den Notarzt.
Das dauerhafte spritzen... hmpf.... :-\ Ich weiss nicht ich bin nicht so dafür. Ok Tabletten sind dann etwas anderes. Intravenös geht sofort ins Blut.
Ich war mal in einer Fundation für Behinderte Kinder... da waren 2 Erzieherinnen die über Behinderungen sprachen usw. Da waren dann auch Kinder mit
Behinderungen, ich war bei einem Kind das eine Trisomie 21 hatte. Die Erzieherin kam zu mir und drückte MIR eine AMPULLE in die Hand, ich stand erstmal sprachlos
da und fragte Sie was ich damit machen soll. Da sagte Sie ganz trocken zu mir, ja das CLONAZEPAM, das kannst DU IHM spritzen wenn er einen epileptischen Anfall
bekommt... Ich stand so da ---->  :o
Und ich sofort "Ich spritze hier nichts! ICH bin NICHT dazu BEFUGT ! Jemandem etwas zu SPRITZEN, weil ICH keine ERFAHRUNG habe!"
Sie sagte dann zu mir, ja aber ich müsse aber, wenn der Anfall länger als 3 Min. dauert.... und da hab ich sofort drauf geantwortet "NAch 3 Min. spritzt man keinem RIVTRIL!" und Sie "Woher weisst du das ?" und ich "Ich bin selbst Epileptiker!" und tata ruhig war die doofe Nuss....
also soas hab ich noch nie erlebt.... :o :o :o :weirdo:



Liebe Grüße
Patricia
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Andrander

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Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #18 am: 23. Mai 2010, 23:44:42 »
Nach sehr langer Zeit der Einnahme, d.h. ca. 27 Jahre wurde von 10 mg auf 8 mg reduziert, da die Wirkung dieselbe war.

@ Amazönchen - hab´ich das richtig verstanden, du hast 27 jahre Benzos genommen...? & bist du davon problemlos wieder weggekommen?

@ Patricia, ja, ich nehme relativ regelmässig Tavor. Das macht auch müde, allerdings macht es fast keinen Unterschied, wenn ich stundenlange Angstzustände & Anfälle habe, bin ich davon genauso müde & platt.


LG, Andrander
Wer morgens zerknittert aufwacht, hat über den Tag viele Entfaltungsmöglichkeiten.

BlackAngel17

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Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #19 am: 24. Mai 2010, 01:02:38 »
@ zillu:

Haha der beitrag war spitze!!!
Die meisten meinen, fast alles zu wissen, aber wenn man ihnen die warheit erklärt, sind sie auf einmal ganz still.
Den blick von der frau hätte ich amliebsten gesehen :)

Was hast das mit der reha zu tun?
Hört sich nach status und daraus folgendem koma an...
Hoffe ich täusche mich...


@ andrander: Ja, ich hab es auch so rausgelesen, dass amzönchen 27jahre benzos genommen hat.

@ amazönchen: Sehe ich das richtig, das du theraepie resistent bist?

Meine nebenwirkungen: leicht benommen, wenn ich mich bücke, kommt mir der höhen unterschied zwischen kopf und boden anders vor (bzw ich denke, das ich gleich auf den boden mit dem kopf kippe) und leichte gangunsicherheit.
Wenn ich gehe, gehe ich automatisch bzw torkel leicht nach links, aber ansonsten gehts gut.


« Letzte Änderung: 24. Mai 2010, 01:10:13 von BlackAngel17 »

ritorno

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Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #20 am: 24. Mai 2010, 11:52:55 »
Hallo zusammen,

speziell auf die Beiträge kann ich nicht eingehen, bin zur Zeit schnell damit überfordert geschriebenes richtig umzusetzen und wenn Beiträge auf mich persönlich dann noch zusätzlich etwas verwirrend wirken, wird es zu kompliziert. Möchte allerdings dennoch ein paar Fakten einbringen.

In der Epilepsiediagnostik kann das EEG diesbezüglich nur durch speziell geschultes Personal bewertet, Fachärzte ausgewertet werden.

Die Erkennung einer Krankheit und der Anteil an Kranken an, bei denen die Krankheit durch diese Untersuchungsmethode erkannt wurde, in Form so genannter epilepsietypischer Potentiale wie Spitzen, scharfe Wellen und Spitze-Wellen-Komplexe, liegen bei ungefähr 90%, so dass ihr Auftreten im Oberflächen-EEG zwischen den Anfällen, die Diagnose Epilepsie nahe legt, eine Ableitung während eines Ereignisses, die ein Anfallsmuster zeigt, dessen epileptische Natur sogar beweist.

Eine oft bereits genauere Vorstellung vom Ort des Anfallsursprunges erhält man durch eine detaillierte Erhebung der Anfallssemiologie (Beschreibung des Anfallgeschehens) durch Befragung des Patienten sowie von Personen, die Anfälle beobachtet haben.

Werden Anfälle durch Auren eingeleitet, so sind diese sehr verlässliche Indizien dafür, welche Hirnareale zuerst in das Anfallsgeschehen einbezogen werden. Auch die Dauer der Anfälle, ihre tageszeitliche Bindung, eventuelle - während des Anfalls - weiterbestehende Beeinträchtigungen können wertvolle Hinweise auf die in das Anfallsgeschehen miteinbezogenen Hirnareale liefern.

Das EEG ist weiterhin die einzige Methode, die funktionell den Nachweis erbringt, dass es sich bei den infrage stehenden Geschehen um epileptische Phänomene handelt. In den Fällen wo sich der Herd in sehr tiefen Hirnregionen befindet, kann eine genaue Zuordnung, falls Erforderlich, durch ein invasives EEG getroffen werden, bei dem Elektroden in diese Hirnareale durch einen operativen Eingriff implantiert werden.

Wiederholte, zwischen den Anfällen durchgeführte Routine-EEGs, einschließlich Schlaf-Ableitungen erbringen bei Verwendung geeigneter Elektrodenzusammenstellung und –verschaltungen bei bis zu 90 % der Patienten den Nachweis epilepsietypischer Potentiale (spikes/sharp waves).

Bei ihrer Auswertung ist zu berücksichtigen, daß ihr Auftreten zwar bei Erwachsenen einen hohen Anteil bei der Erkennung einer Erkrankung  hat, bei Kindern jedoch auch als gutartige Normvarianten auftreten können und nicht mit einer Epilepsie assoziiert sein müssen.

Noch ein paar Informationen zum Thema Benzodiazepine. Im besonderen folgende Substanzen - Handelsnamen:
Clobazam (Frisium®), Clonazepam (Rivotril®), Diazepam (Valium®), Lorazepam (Tavor®), Midazolam (Dormicum®)

Hier >> http://www.epilepsie-netz.de/87/Epilepsie_kompakt/Antikonvulsiva/Substanzen/Benzodiazepine.htm


@ Coonie,

bei der Dosisbestimmung von AE’s und Benzodiazepinen gibt es wirklich einen Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen. Bei Kindern wird es anhand des Körpergewichtes errechnet, bei Erwachsenen geht man nach ermittelten Richtwerten.  :)

LG ragazzi

Amazönchen

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Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #21 am: 24. Mai 2010, 13:15:16 »
@ Amazönchen - hab´ich das richtig verstanden, du hast 27 jahre Benzos genommen...? & bist du davon problemlos wieder weggekommen?

Hallo Andreander

Ja, da hast Du richtig gelesen. Mein Neuro hat ja niemals die Idee gehabt, das abzusetzen.
Vor 27 Jahren war's ja das einzige Medikament, dass mich mehr oder weniger frei von meinen komplexen Anfälle machte. Zurückgesehen hat aber die Wirkung sehr nachgelassen und die letzten 7 Jahren, da waren meine Anfälle wieder top.

Das Rivotril wurde 2008 ausgeschlichen. Wir brauchten dazu 6 Monate. Der Entzug ging prima. Ich war ja sicherheitshalber noch in der Klinik, als die letzten 2 mg rausgenommen wurden. - Ich hatte einen komplexen Anfall, der nicht unbedingt auf das Fehlen von Rivotril zurück zu führen ist.

Ich wurde als refraktär eingestuft, ob ich's wirklich bin ?

Ich hatte also das grosse Glück, nicht abhängig geworden zu sein.

LG, Susanne
Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen lediglich der Belustigung der Foren-Teilnehmer

Zellu

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Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #22 am: 24. Mai 2010, 16:20:50 »
Hallo,

@ Andrander

Hab vergessen, dass Tavor auch zu den Benzo's gehört, herje dieses ....pam ....pam ....pam
Macht einen völlig durcheinander. ::) ;)
Ja Benzo's machen generell müde. Kannst du denn deine Angstzustände und Anfälle "kontrollieren" ? Weisst du wo deine Grenzen sind ?


@ BlackAngel

Ich hatte 2x einen Status ich hatte 1 1/2 Stunden gekrampft ohne das Bewusstsein zu erlangen oder ich hatte schlimme Anfallsserien.
Gott sei Dank fiel ich bei beiden Status nicht ins Koma !!! Ich musste nur einmal reanimiert werden, weil sich bei mir die Atmung aussetzte.
Hing dann auch sofort am Sauerstoff, weil meine Sauerstoffsättigung niedrig war.
Hatte dann auch Infusionen von 2 Liter.... also es war schon heavy... ::) Leider ist es so, wenn der Notarzt nicht sieht, dass der/die Anfall/Anfälle
sich "mindert", dann bekommt man die nächste "Ampulle" gespritzt, deshalb find ich das Spritzen nicht so doll, denn die Wirkung nachher.... also da war
ich nie ein Mensch, für mich war nichts Real... schwebte Wochenlang auf den Wolken.... Ich schlief nur, aß selten am Tag, also das ist wirklich schlimm
gewesen und ich war so verzweifelt, dass ich zu meiner Mutter sagte, "Wenn sich das nicht ändert und die nächsten Jahre so weiter geht, dann glaube ich
schiesse ich mir eine Kugel durch den Kopf...."
Bin wirklich froh, dass ich "geheilt" bin. Und bin meinem Epileptologen sowasvon dankbar. Dass er mich nicht aufgegeben hat.....


Liebe Grüße
Patricia
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Seit dem 15. April 2009 Anfallsfrei! :-)

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Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #23 am: 24. Mai 2010, 19:04:14 »
@ ragazzi:

Das ist eine schreckliche vorstellung für mich, wenn die mir irgendeine elektrode "einpflanzen".
Denn wie gesagt: Ich hab nicht nur auf der betroffenen Hirnhälfte Kopfschmerzen, sondern manchmal auch auf der anderen.

Also denke ich das ich noch einen herd hab, der noch nicht gefunden wurde (denn wieso sonst die anfälle beim EEG) diese woche?

@ zillu:

Ich bekam vom notarzt immer 10mg diazepam. Das reichte bei mir aus.
Außer einmal, da bekam ich 3 ampullen.

Und wenn dann noch nach daten usw im krankenhaus gefragt wird....das geht garnicht...ich will da doch nur noch schlafen und nicht mit fragen bombardiert werden.

Und ohja...das pam pam..ist verwirrend.
Das schrieb ich ja schon...^^
Aber boah 2 staten (mehrzahl von status) mit 11/2 (anderthalb?) stunden??

Ich war mehrfach im status ( kam ja aus generalisierten anfällen nicht mehr alleine raus. Die gingen meistens 25 minuten (die in der kinderklinik schrieben 60min)  :weirdo: :weirdo:







Ich war nachdem diazepam auch völlig neben der spur.
Allgemein finde ich, dass es schlimmer ist als clonazepam.

NW´s bei clonazepam. Schwierigkeiten beim schreiben (schreib langsamer als sonst)
-wenn ich mich bücke, kann die höhe zwischen kopf und boden nicht einschätzen und denke immer, dass ich jeden moment mit dem kopf auf den boden knalle und gangunsicherheit.

Draußen vorallem sehr peinlich, weil ich immer nach links wandere und es aussieht als wäre ich betrunken :/

Und schlafen tue ich auch den halben tag..aber nur wenn mir das zeug während einem anfall gegeben wurde.
Dazwischen bin ich nur leicht müde.

Hab heute meine 4te.
Da ich aus einem anfall nicht rauskam.

« Letzte Änderung: 24. Mai 2010, 19:10:47 von BlackAngel17 »

ritorno

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Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #24 am: 24. Mai 2010, 21:13:47 »
Hallo BlackAngel,

Beim EEG war nichts zu sehen...obwohl ich anfälle hatte (im moment sind es 5-8 fokale anfälle hintereinander).
Das heißt: Im sekundentakt zuckt die linke hand...

bei mir wurde vor einigen Jahren ein Anfallsgeschehen als dissoziativ eingeordnet, weil ich genau zu dem Zeitpunkt am EEG angeschlossen war und dieses während dem Anfall unauffällig blieb. 

Ausgelöst wurde er durch suggestive Anfallsprovokation: unter Injektion von Konvulsivum.
(Ein Konvulsivum ist ein Stoff zur Auslösung epileptischer Anfälle mit heftigeren motorischen Symptomen.)

Der Ablauf war laut Unterlagen wie folgt:

Rechte Hand beginnt zu zucken, Ausbreitung auf den ganzen Arm, schnelle unverständliche Sprache, postiktal (danach) 2 Minuten Desorientierung.
 
Mir sagte man das während meinem Klinikaufenthalt nicht.

Nach etwa einer Woche hatte ich ein langes (gutes) Gespräch mit der Oberärztin der Psychiatrie. Doch darum hatte ich schon gleich am ersten Tag selbst gebeten. Sie meinte danach, das wir erst mal einige Medikamente absetzen und dann weiter sehen. Eine Woche später hieß es, das mit der Psychiaterin habe sich erledigt, da gehöre ich nicht hin.

Ehrlich gesagt fühlte ich mich zu diesem Zeitpunkt auch wieder ziemlich gut. Hatte keinen weiteren Anfall, psychisch den Umständen entsprechend recht ausgeglichen. Aber ich wäre dennoch gerne zu ihr gegangen, tat gut mit ihr zu sprechen, war wohl die passende Wellenlänge.

Das mit dem dissoziativen Anfallsgeschehen habe ich dann erst gelesen als ich nach meiner Entlassung den Bericht bekommen habe. Zu Beginn steht zwar auch noch:  Patientin gibt Aura an.  Davon weiß ich aber nichts, also das ich mit denen gesprochen habe, auch nichts von dem Geschehen selbst.

War halt so, das EEG zu dem Zeitpunkt unauffällig, was für mich dann schon den Nachweis brachte, das dieses Anfallsgeschehen nicht epileptischer Natur gewesen ist. Ich fand das ganz gut, denn mit der Diagnose - Epilepsie war ich derzeit überhaupt nicht glücklich.

Wünsche dir sehr, das dich der Termin in Bethel weiterbringt. :)

LG ragazzi

BlackAngel17

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Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #25 am: 24. Mai 2010, 21:52:03 »
Ich hab immer das gefühl als müsste ich mich rechtfertigen  :-\

Die epi steht fest..es wurde nur in 2 EEG´s nichts gefunden...
Na und?
Die dignose hab ich (wegen dem herd)

Ich will mich doch gar nicht immer rechtfertigen müssen...

ritorno

  • Gast
Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #26 am: 24. Mai 2010, 22:28:03 »
Hey, das musst du doch gar nicht. :tröst: Stets an Dich selbst glauben, das ist etwas sehr wichtiges.  :)
Wenn es Dir mal schlecht geht, schau in den Spiegel und du wirst das "wertvollste" sehen was es in deinem Leben gibt.

BlackAngel17

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Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #27 am: 24. Mai 2010, 22:54:18 »
"
Rechte Hand beginnt zu zucken, Ausbreitung auf den ganzen Arm, schnelle unverständliche Sprache, postiktal (danach) 2 Minuten Desorientierung."

DAS hört sich sehr nach einem epileptischen anfall an.

Boah, aber nach deinem beitrag (nicht böse gemeint) hab ich echt nen hass auf solche sachen wie "psychogen" usw gehabt, weil ich zwei dumme neurologen hatte, aber jetzt 2 gute ^^ :)

Wieso sagt man dir:

"Eine Woche später hieß es, das mit der Psychiaterin habe sich erledigt, da gehöre ich nicht hin."
Daraus schließe ich, dass du wegen epileptischer anfälle nach bethel solltest.
Dennoch verstehe ich es nicht, wieso du dann keine anfälle mehr hattest...


"Das mit dem dissoziativen Anfallsgeschehen habe ich dann erst gelesen als ich nach meiner Entlassung den Bericht bekommen habe. Zu Beginn steht zwar auch noch:  Patientin gibt Aura an.  Davon weiß ich aber nichts, also das ich mit denen gesprochen habe, auch nichts von dem Geschehen selbst."

Wie soll ich das deuten?  ???

Hast du nun epilepsie?

Ja, in bethel soll ja geguckt werden woher die epilepsie nun kommt (folgen der gehirnblutung in den ersten lebensmonaten etc oder ähnliches) (MRT), Wo der herd sitzt, und ob ich einen weiteren herd hab, weil ich wie gesagt auf der linken hirnhälfte auch manchmal (aber selten) kopfschmerzen hab, aber da nur ne "delle" (stirn nähe) ist (die delle hab ich auf der rechten hälfte auch, aber da begleitet mich noch schwäg auf die hirnhäfte ne lange narbe).

Und ich soll medikamentös richtig eingestellt werden.

Morgen rufe ich den arzt ind bad driburg an, wie weit ich mit dem clonazepam gehen soll, weil ich durch das zeug nur 2 fokale anfälle pro tag hab. dafür aber 2-3 generalisierte und den halben tag dadurch nur am schlafen.
Werde ihn bitten, in bethel anzurufen, damit es etwas schneller geht.

Ich soll ja zur überbrückung (bis bethel) anfallsfrei sein..also muss die dosis höher.
Und dann muss ich den 31.05 bei meinem neurologen in bremen abwarten...


 
« Letzte Änderung: 24. Mai 2010, 23:08:07 von BlackAngel17 »

ritorno

  • Gast
Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #28 am: 26. Mai 2010, 20:19:26 »
Hallo BlackAngel,

Zitat
Wieso sagt man dir:
"Eine Woche später hieß es, das mit der Psychiaterin habe sich erledigt, da gehöre ich nicht hin."
Daraus schließe ich, dass du wegen epileptischer anfälle nach bethel solltest.

Ich war nicht in Bethel, sondern in der Epilepsieklinik in Bonn.
Nicht wegen meiner epileptischen Anfälle, ICH wollte und ging stationär dorthin, mit der Fragestellung ob meine Anfälle nicht rein psychogen sein könnten.

Zitat
Dennoch verstehe ich es nicht, wieso du dann keine anfälle mehr hattest...

Vermutlich weil ich im Recht war (mein Bauchgefühl stimmte)? Ich hatte das Gefühl, das die restlichen Anfälle mehr mit meiner derzeitigen psychischen Verfassung zu tun haben könnten, die gerade auch "durch die Medikamente" nicht unerheblich beeinflusst wurde. Im Nachhinein hatte es wohl auch direkt mit den Medikamenten zu tun. Als Topamax und Phenytoin raus waren, fühlte ich mich wie neu geboren.
Lamotrigin wurde auch noch von 1000mg auf 700mg reduziert und ich war Super Gut Drauf und Anfallsfrei.  :dance:

Zitat
"Das mit dem dissoziativen Anfallsgeschehen habe ich dann erst gelesen als ich nach meiner Entlassung den Bericht bekommen habe. Zu Beginn steht zwar auch noch:  Patientin gibt Aura an.  Davon weiß ich aber nichts, also das ich mit denen gesprochen habe, auch nichts von dem Geschehen selbst."

Wie soll ich das deuten? Huh?

Hast du nun epilepsie?

Ja, habe ich, leider.

LG ragazzi
« Letzte Änderung: 26. Mai 2010, 20:35:53 von ragazzi »

BlackAngel17

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Re: Rivotril (clonazepam)
« Antwort #29 am: 26. Mai 2010, 23:39:51 »
Ach so meinst du das :)

Ich hab vermehrt seit gestern kopfschmerzen auf der "eigentlich nicht betroffenen" hirnälfte.
Ich fand das sowieso merkwürdig:

Am anfang im september zuckte die rechte hand...seit irgendeiner zeit danach die linke. Und jetzt bleibt es bei der linken und mal die rechte, obwohl in den EEG´s spikes und sharp waves zusehen sind und die vom EEG aus links fronto/temporal sind.

Mal schauen ob bethel den anderen herd findet.
Hab angst davor, falls die mir ne elektrode ins gehirn "pflanzen" müssen.
Denn der herd muss wohl tiefer sitzen, sonst hätte man beim letzten EEG was gesehen, denke ich, da der linke herd dieses mal nicht beteiligt war.

« Letzte Änderung: 26. Mai 2010, 23:44:04 von BlackAngel17 »